Wolfgang Becker (*1938) Oberbürgermeister: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel
Inhalt gelöscht Inhalt hinzugefügt
Andreas Janik (Diskussion | Beiträge)
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
Andreas Janik (Diskussion | Beiträge)
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 1: Zeile 1:
__NOTOC__
__NOTOC__
<big>Wolfgang Becker (* [[18. Januar]] [[1938]] in Wanne-Eickel, Deutschland) ist ein deutscher Politiker (SPD) und Pädagoge, der vor allem als Oberbürgermeister der Stadt Herne in Nordrhein-Westfalen bekannt wurde. Er prägte die kommunale Strukturpolitik der Stadt in den 1990er und frühen 2000er Jahren maßgeblich und engagierte sich danach langfristig in sozialen und partnerschaftlichen Initiativen.</big>
{{Person
{{Person
| Name = Wolfgang Becker
| Name = Wolfgang Becker
Zeile 17: Zeile 18:
| lon=
| lon=
}}
}}
== Frühes Leben und Ausbildung ==
<big>'''Wolfgang Becker''' (geboren am [[18. Januar]] [[1938]] in Wanne-Eickel) war vom [[3. November]] [[1994]] bis [[12. Oktober]] [[2004]] Oberbürgermeister der Stadt Herne.</big>
Wolfgang Becker wurde am 18. Januar 1938 in Wanne-Eickel als Sohn eines evangelischen Bahnbeamten geboren. Nach dem Abitur am Gymnasium Eickel absolvierte er zunächst ein halbjähriges Praktikum bei der Maschinen- und Getriebefabrik Eickhoff in Bochum. Anschließend begann er ein Studium der Elektrotechnik in Hannover, wechselte aber nach einem Semester die Fachrichtung und studierte Evangelische Theologie und Germanistik an den Universitäten in Bonn und Münster, das er 1964 abschloss. Nach dem Referendariat an einer Realschule in Bochum-Langendreer trat Becker in den Schuldienst ein und war als Lehrer an der [[Realschule Crange]] tätig. Später wurde er Rektor der [[Realschule Strünkede]] in Herne-Baukau (1988).
<div class="inhalt" style="background-color:#FFFFFF;border-style: ridge; margin-bottom:1em; padding:2em 2em 2em 2em;font-size:15px;max-width:1000px;text-align:justify">

Nach dem Abitur am [[Gymnasium Eickel]] absolvierte Becker zunächst ein halbjähriges Praktikum bei der Maschinen- und Getriebefabrik Eickhoff in Bochum. Sodann begann er in Hannover ein Studium der Elektrotechnik. Nach einem Semester wechselte Becker die Ausrichtung und studierte in Bonn und Münster Evangelische Theologie und Germanistik. Nach dem Referendariat an einer Realschule in Bochum-Langendreer trat er als Lehrer an der Realschule Crange in den Schuldienst der Stadt Wanne-Eickel ein. Als Rektor wechselte Becker [[1988]] zur [[Realschule Strünkede]] in Herne-Baukau.<br /><br />
== Politische Laufbahn ==
Der SPD ist er [[1967]] beigetreten. Von [[1974]] bis [[1984]] war er Mitglied der Bezirksvertretung Eickel und danach Stadtverordneter im Rat der Stadt Herne. Hier war er von [[1989]] bis [[1994]] Fraktionsvorsitzender der SPD. Am 03. November [[1994]] wurde Becker zum Oberbürgermeister gewählt. Er war der letzte ehrenamtliche und - nach Änderung der Gemeindeordnung in NRW - ab den 01. August [[1995]] erster hauptamtlicher Oberbürgermeister von Herne.<br /><br />
Becker trat 1967 in die [[SPD Herne|Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)]] ein und begann seine kommunalpolitische Tätigkeit in den 1970er Jahren. Zwischen 1974 und 1984 war er Mitglied der Bezirksvertretung Eickel und danach [[Stadtverordneten-Versammlung Herne 1984-1989|Stadtverordneter]] im Rat der Stadt Herne. Von 1989 bis 1994 war er zudem Vorsitzender der [[Stadtverordneten-Versammlung Herne 1989-1994|SPD-Fraktion im Rat]].
Während seiner Amtszeit trieb Becker die vorher begonnene Strukturreform voran, Betriebe und Einrichtungen der Kommune sollten noch effizienter und bürgernäher arbeiten. Ein weiteres Ziel war, Herne aus dem finanziellen Engpass herauszuführen und mit der Ansiedlung von Betrieben und zugkräftigen Einrichtungen aus dem Bereich Kultur, Wissenschaft und Freizeit die Arbeitslosigkeit ab- und Herne zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort auszubauen.<br /><br />

Nach seinem Eintritt in den Ruhestand am 12. Oktober 2004 engagierte sich Wolfgang Becker in sozialen Bereichen. So war er Mitbegründer der Herner Tafel, die Lebensmittel an Bedürftige ausgibt. Der Herner Tafel saß er bis [[2017]] vor. Ferner war er bis 2017 Vorsitzender im Partnerschaftsverein der Stadt Herne, der die Kontakte zwischen den Bürgerinnen und Bürgern der Partnerstädte von Herne intensivieren und weiter auszubauen möchte, aktiv.<ref>Stadtarchiv Herne, Aktenbestand Oberbürgermeister von Herne, Signatur: Best. 101 – 1 – A13. </ref><ref>2 Rathäuser - 22 Oberbürgermeister, Publikation der Stadt Herne, November 2002, Seite 23.</ref></div>
== Oberbürgermeister der Stadt Herne ==
Am 3. November 1994 wurde Wolfgang Becker zum Oberbürgermeister der Stadt Herne gewählt. Er war der letzte ehrenamtliche Oberbürgermeister der Stadt. Nach einer Änderung der Gemeindeordnung in Nordrhein-Westfalen übernahm er ab dem 1. August 1995 zudem das Amt des ersten hauptamtlichen Oberbürgermeisters der Stadt Herne.

Während seiner Amtszeit setzte Becker die zuvor gestarteten Strukturreformen der Stadtverwaltung fort. Ziel seiner Politik war es, die kommunalen Betriebe effizienter und bürgernäher zu gestalten, die finanziellen Herausforderungen der Kommune zu bewältigen sowie durch die Ansiedlung neuer Einrichtungen und Betriebe in den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Freizeit Arbeitsplätze zu schaffen und Herne als Wirtschaftsstandort attraktiver zu machen.

Becker war darüber hinaus in verschiedenen überregionalen Gremien aktiv – so gehörte er u. a. dem Vorstand des Städtetages Nordrhein-Westfalen, dem Kuratorium der Ruhr-Universität Bochum, dem Verwaltungsrat der Herner Sparkasse, dem Aufsichtsrat der Stadtwerke Herne AG und weiteren kommunalen Gesellschaften an.

Seine Amtszeit als Oberbürgermeister endete mit seinem Ruhestand am 12. Oktober 2004.

== Engagement nach der politischen Karriere ==
Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Oberbürgermeisters blieb Becker in der Stadtgesellschaft engagiert. Er war Mitbegründer der Herner Tafel, einer sozialen Initiative zur Unterstützung Bedürftiger, und leitete diese bis 2017. Zudem war er bis 2017 Vorsitzender des Partnerschaftsvereins der Stadt Herne, der den Austausch und die Beziehungen zu den Partnerstädten fördert.

== Persönliches Leben ==
Wolfgang Becker ist verheiratet mit Marlis Becker geb. Rein. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.

== Fazit ==
Becker wird in der kommunalen Geschichte Hernes als ein Bürgermeister gewürdigt, der wesentliche Reformprozesse anstieß und die Stadt in schwierigen strukturellen und wirtschaftlichen Zeiten führte. Sein langfristiges Engagement im sozialen Bereich und der partnerschaftlichen Arbeit der Stadt nach seiner Amtszeit hat ihm zudem überregionale Anerkennung eingebracht.

==Ehrungen==
==Ehrungen==
*06.12.2003 in Schneeberg: Ehrenknappe des Bundes Deutscher Bergmanns-, Hütten und Knappenvereine
*06.12.2003 in Schneeberg: Ehrenknappe des Bundes Deutscher Bergmanns-, Hütten und Knappenvereine
Zeile 32: Zeile 51:
[[Kategorie:Bürgermeister|Becker]]
[[Kategorie:Bürgermeister|Becker]]
[[Kategorie:Person|Becker, Wolf]]
[[Kategorie:Person|Becker, Wolf]]
[[Kategorie:PolitikerIn|Becker]]

Version vom 2. März 2026, 18:58 Uhr

Wolfgang Becker (* 18. Januar 1938 in Wanne-Eickel, Deutschland) ist ein deutscher Politiker (SPD) und Pädagoge, der vor allem als Oberbürgermeister der Stadt Herne in Nordrhein-Westfalen bekannt wurde. Er prägte die kommunale Strukturpolitik der Stadt in den 1990er und frühen 2000er Jahren maßgeblich und engagierte sich danach langfristig in sozialen und partnerschaftlichen Initiativen.

Wolfgang Becker
Wolfgang Becker.jpg
Wolfgang Becker.jpg

Wolfgang Becker, Foto: Bildarchiv der Stadt Herne

Geboren am: 18. Januar 1938
Geboren in: Wanne-Eickel
Beruf: Pädagoge
Titel: Oberbürgermeister
Letzte Änderung: 02.03.2026
Geändert von: Andreas Janik


Frühes Leben und Ausbildung

Wolfgang Becker wurde am 18. Januar 1938 in Wanne-Eickel als Sohn eines evangelischen Bahnbeamten geboren. Nach dem Abitur am Gymnasium Eickel absolvierte er zunächst ein halbjähriges Praktikum bei der Maschinen- und Getriebefabrik Eickhoff in Bochum. Anschließend begann er ein Studium der Elektrotechnik in Hannover, wechselte aber nach einem Semester die Fachrichtung und studierte Evangelische Theologie und Germanistik an den Universitäten in Bonn und Münster, das er 1964 abschloss. Nach dem Referendariat an einer Realschule in Bochum-Langendreer trat Becker in den Schuldienst ein und war als Lehrer an der Realschule Crange tätig. Später wurde er Rektor der Realschule Strünkede in Herne-Baukau (1988).

Politische Laufbahn

Becker trat 1967 in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) ein und begann seine kommunalpolitische Tätigkeit in den 1970er Jahren. Zwischen 1974 und 1984 war er Mitglied der Bezirksvertretung Eickel und danach Stadtverordneter im Rat der Stadt Herne. Von 1989 bis 1994 war er zudem Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat.

Oberbürgermeister der Stadt Herne

Am 3. November 1994 wurde Wolfgang Becker zum Oberbürgermeister der Stadt Herne gewählt. Er war der letzte ehrenamtliche Oberbürgermeister der Stadt. Nach einer Änderung der Gemeindeordnung in Nordrhein-Westfalen übernahm er ab dem 1. August 1995 zudem das Amt des ersten hauptamtlichen Oberbürgermeisters der Stadt Herne.

Während seiner Amtszeit setzte Becker die zuvor gestarteten Strukturreformen der Stadtverwaltung fort. Ziel seiner Politik war es, die kommunalen Betriebe effizienter und bürgernäher zu gestalten, die finanziellen Herausforderungen der Kommune zu bewältigen sowie durch die Ansiedlung neuer Einrichtungen und Betriebe in den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Freizeit Arbeitsplätze zu schaffen und Herne als Wirtschaftsstandort attraktiver zu machen.

Becker war darüber hinaus in verschiedenen überregionalen Gremien aktiv – so gehörte er u. a. dem Vorstand des Städtetages Nordrhein-Westfalen, dem Kuratorium der Ruhr-Universität Bochum, dem Verwaltungsrat der Herner Sparkasse, dem Aufsichtsrat der Stadtwerke Herne AG und weiteren kommunalen Gesellschaften an.

Seine Amtszeit als Oberbürgermeister endete mit seinem Ruhestand am 12. Oktober 2004.

Engagement nach der politischen Karriere

Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Oberbürgermeisters blieb Becker in der Stadtgesellschaft engagiert. Er war Mitbegründer der Herner Tafel, einer sozialen Initiative zur Unterstützung Bedürftiger, und leitete diese bis 2017. Zudem war er bis 2017 Vorsitzender des Partnerschaftsvereins der Stadt Herne, der den Austausch und die Beziehungen zu den Partnerstädten fördert.

Persönliches Leben

Wolfgang Becker ist verheiratet mit Marlis Becker geb. Rein. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.

Fazit

Becker wird in der kommunalen Geschichte Hernes als ein Bürgermeister gewürdigt, der wesentliche Reformprozesse anstieß und die Stadt in schwierigen strukturellen und wirtschaftlichen Zeiten führte. Sein langfristiges Engagement im sozialen Bereich und der partnerschaftlichen Arbeit der Stadt nach seiner Amtszeit hat ihm zudem überregionale Anerkennung eingebracht.

Ehrungen

  • 06.12.2003 in Schneeberg: Ehrenknappe des Bundes Deutscher Bergmanns-, Hütten und Knappenvereine

Verwandte Artikel

Quellen