Anna-Luise Flottmann (Unternehmerin): Unterschied zwischen den Versionen

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Anna-Luise Flottmann wurde am 18. November 1881 als Luise Berta Anna Culmey in Neuwied geboren. Über ihre Kindheit und Ausbildung ist bislang wenig dokumentiert was wir aber ändern werden, denn ihre Lebensgeschichte ist sehr interessant.
Anna-Luise Flottmann wurde am 18. November 1881 als Luise Berta Anna Culmey in Neuwied geboren. Über ihre Kindheit und Ausbildung ist bislang wenig dokumentiert was wir aber ändern werden, denn ihre Lebensgeschichte ist sehr interessant.


Im November 1907 heiratete sie den Kaufmann und Direktor der Erhard´schen Fabrik - einen Vorläufer von RheinMetall - in Düsseldorf Franz Hossenfeldt (1866-1913). Aus dieser Ehe entspross eine Tochter mit Namen Vera Hossenfeld (1910-1967). Diese war unter dem Namen Vera von Langen ein Filmstar geworden, heiratete gleich 4 mal. 1929 Franz von Langen, 1940 Franz Wisbar (Ein bedeutender Filmregisseur), 1949 Siegfried Knauer und sie wurde 1952 letzte Gemahlin Alfrieds Krupp von Bohlen und Halbach. Das sie aus Nazi Deutschland in die USA emigrierte, wirft ein weiteres Licht auf ihre Mutter.
Im November 1907 heiratete sie den Kaufmann und Direktor der Erhard´schen Fabrik - einen Vorläufer von RheinMetall - in Düsseldorf Franz Hossenfeldt (1866-1913). Aus dieser Ehe entspross eine Tochter mit Namen [https://de.wikipedia.org/wiki/Vera%20von%20Langen Vera Hossenfeld] (1910-1967). Diese war unter dem Namen Vera von Langen ein Filmstar geworden, spielte mit [[Heinz Rühmann]] zusammen und heiratete gleich 4 mal. 1929 Franz von Langen, 1940 [https://de.wikipedia.org/wiki/Frank%20Wisbar Franz Wisbar] (Ein bedeutender Filmregisseur), 1949 Siegfried Knauer und sie wurde 1952 letzte Gemahlin [https://de.wikipedia.org/wiki/Alfried%20Krupp%20von%20Bohlen%20und%20Halbach Alfrieds Krupp von Bohlen und Halbach]. Das sie aus Nazi Deutschland in die USA emigrierte, wirft ein weiteres Licht auf ihre Mutter.


Als Hossenfeldt 1913 starb, war sie in Herne bei ihrem Bruder Wilhelm Culmey. Dieser war Verwalter bei den Flottmann Werken. So lernte sie sich Otto Heinrich Flottmann kennen.<br>
Als Hossenfeldt 1913 starb, war sie in Herne bei ihrem Bruder Wilhelm Culmey. Dieser war Verwalter bei den Flottmann Werken. So lernte sie sich Otto Heinrich Flottmann kennen.<br>
Flottmann wohnte meistens mit seiner Ehefrau (seit 1902) Hedwig geb. Krieger in Wiesbaden am Leberberg 12. Anna Luise Hosenfeldt, verw. Direktor, ebenfalls.<ref>https://hlbrm.digitale-sammlungen.hebis.de/adressbuecher-hlbrm/periodical/pageview/3130583</ref> <br>
Flottmann wohnte meistens mit seiner Ehefrau (seit 1902) Hedwig geb. Krieger in Wiesbaden am Leberberg 12. Anna Luise Hosenfeldt, verw. Direktor, ebenfalls.<ref>https://hlbrm.digitale-sammlungen.hebis.de/adressbuecher-hlbrm/periodical/pageview/3130583</ref> <br>
Nach dem Tode seiner Frau heiratete sie 1931 dann den Witwer Otto Heinrich Flottmann, den Generaldirektor der Maschinenfabrik Flottmann & Co., die nach der Jahrhundertwende zu einem international bekannten Hersteller von Druckluft-Bohrhammern und Kompressoren wurde. Durch ihre langjährige erfahrung rund um die Flottmann Werke und weiteren Kreisen wurde sie schnell in die Führungsriege des Unternehmens aufgenommen.
Nach dem Tode seiner Frau heiratete sie 1931 dann den Witwer Otto Heinrich Flottmann, den Generaldirektor der Maschinenfabrik Flottmann & Co., die nach der Jahrhundertwende zu einem international bekannten Hersteller von Druckluft-Bohrhammern und Kompressoren wurde. Durch ihre langjährige Erfahrung rund um die Flottmann Werke und weiteren Kreisen wurde sie schnell in die Führungsriege des Unternehmens aufgenommen. Im Jahre 1939 wurde sie zur Gesellschafterin des Unternehmens ernannt.


Nach dem Tod ihres Mannes 1944 übernahm Anna-Luise Flottmann die Leitung des Unternehmens. In dieser Zeit war sie sowohl Hauptgeschäftsführerin als auch Vorsitzende des Aufsichtsrats der Flottmann-Werke AG. schon zuvor wurde u. a. eine firmeneigene Eigenheimsiedlung für Werksangehörige errichtet, die seit 1938 als [[Anna-Luise-Straße]] bekannt wurde.
Nach dem Tod ihres schon länger kränklichen Mannes 1944 in Erlangen übernahm Anna-Luise Flottmann die Leitung des Unternehmens. In dieser Zeit war sie sowohl Hauptgeschäftsführerin als auch Vorsitzende des Aufsichtsrats der Flottmann-Werke AG.


==Wirtschaftliche und städtebauliche Bedeutung==
==Wirtschaftliche und städtebauliche Bedeutung==
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== Literatur ==
== Literatur ==
*Brinkmann 1955, bes. S. 67 ff. (zur Firmengeschichte und zur Siedlung).
*[[Brinkmann 1955]], bes. S. 67 ff. (zur Firmengeschichte und zur Siedlung).


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Aktuelle Version vom 14. Januar 2026, 16:51 Uhr

Anna-Luise Flottmann
Flottmann Anna-Luise Culmey 1881-1947.jpg
Flottmann Anna-Luise Culmey 1881-1947.jpg
Geboren am: 18. November 1881
Geboren in: Neuwied
Gestorben am: 25. Oktober 1947
Gestorben in: Herne
Friedhof: Südfriedhof
Beruf: Unternehmerin
Letzte Änderung: 14.01.2026
Geändert von: Andreas Janik


Anna-Luise Flottmann (geb. 18. November 1881 in Neuwied; gestorben am 25. Oktober 1947 in Herne) war eine deutsche Unternehmerin und Industriemanagerin. Nach dem Tod ihres Ehemannes Heinrich Flottmann führte sie als Hauptgeschäftsführerin und Vorsitzende des Aufsichtsrats die Maschinenfabrik Flottmann AG in Herne weiter und prägte damit die Wirtschaft und Stadtentwicklung im Herner Süden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Anna-Luise Flottmann wurde am 18. November 1881 als Luise Berta Anna Culmey in Neuwied geboren. Über ihre Kindheit und Ausbildung ist bislang wenig dokumentiert was wir aber ändern werden, denn ihre Lebensgeschichte ist sehr interessant.

Im November 1907 heiratete sie den Kaufmann und Direktor der Erhard´schen Fabrik - einen Vorläufer von RheinMetall - in Düsseldorf Franz Hossenfeldt (1866-1913). Aus dieser Ehe entspross eine Tochter mit Namen Vera Hossenfeld (1910-1967). Diese war unter dem Namen Vera von Langen ein Filmstar geworden, spielte mit Heinz Rühmann zusammen und heiratete gleich 4 mal. 1929 Franz von Langen, 1940 Franz Wisbar (Ein bedeutender Filmregisseur), 1949 Siegfried Knauer und sie wurde 1952 letzte Gemahlin Alfrieds Krupp von Bohlen und Halbach. Das sie aus Nazi Deutschland in die USA emigrierte, wirft ein weiteres Licht auf ihre Mutter.

Als Hossenfeldt 1913 starb, war sie in Herne bei ihrem Bruder Wilhelm Culmey. Dieser war Verwalter bei den Flottmann Werken. So lernte sie sich Otto Heinrich Flottmann kennen.
Flottmann wohnte meistens mit seiner Ehefrau (seit 1902) Hedwig geb. Krieger in Wiesbaden am Leberberg 12. Anna Luise Hosenfeldt, verw. Direktor, ebenfalls.[1]
Nach dem Tode seiner Frau heiratete sie 1931 dann den Witwer Otto Heinrich Flottmann, den Generaldirektor der Maschinenfabrik Flottmann & Co., die nach der Jahrhundertwende zu einem international bekannten Hersteller von Druckluft-Bohrhammern und Kompressoren wurde. Durch ihre langjährige Erfahrung rund um die Flottmann Werke und weiteren Kreisen wurde sie schnell in die Führungsriege des Unternehmens aufgenommen. Im Jahre 1939 wurde sie zur Gesellschafterin des Unternehmens ernannt.

Nach dem Tod ihres schon länger kränklichen Mannes 1944 in Erlangen übernahm Anna-Luise Flottmann die Leitung des Unternehmens. In dieser Zeit war sie sowohl Hauptgeschäftsführerin als auch Vorsitzende des Aufsichtsrats der Flottmann-Werke AG.

Wirtschaftliche und städtebauliche Bedeutung

Die Flottmann-Werke hatten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine starke wirtschaftliche und soziale Präsenz im Ruhrgebiet. Als Bergbau-Zulieferer wuchs das Unternehmen zu einem bedeutenden Arbeitgeber im Herner Raum heran. Als Ausdruck dieser wirtschaftlichen Integration entstand ab 1937 eine Werkssiedlung für Beschäftigte an der heutigen Anna-Luise-Straße.

Die Straße wurde am 12. Januar 1938 offiziell nach Anna-Luise Flottmann benannt und würdigte damit sowohl ihre Rolle innerhalb des Unternehmens als auch ihren Einfluss auf die städtebauliche Entwicklung Herne-Süd.

Späte Jahre und Tod

Anna-Luise Flottmann starb am 25. Oktober 1947 in Herne. Die Nachfolge im Unternehmen trat ihr Stiefsohn Friedrich Heinrich Flottmann an. Zeitgenössische und nachfolgende Betrachtungen beleuchten unterschiedlich die wirtschaftliche Rolle der Familie im Kontext der Zeitgeschichte; hierzu gehört auch die kritische Auseinandersetzung mit der NS-Zeit und der Unternehmensgeschichte insgesamt.

Nachwirkung

Die Erinnerung an Anna-Luise Flottmann lebt vor allem im Straßennamen „Anna-Luise-Straße“ und in der historischen Werkssiedlung fort. Die Flottmann-Werke selbst gehören zu den traditionsreichen Unternehmen der industriellen Entwicklung im Ruhrgebiet, deren bauliche Relikte wie die Flottmann-Hallen heute als Kulturstandort erhalten sind.

Literatur

  • Brinkmann 1955, bes. S. 67 ff. (zur Firmengeschichte und zur Siedlung).


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