Bauverein Sodingen: Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Bauverein Sodingen eG''' ist eine Wohnungsgenossenschaft mit Sitz im Herner Stadtteil [[Sodingen]]. Die am [[26. Juni]] [[1919]] gegründete Genossenschaft "Gemeinnütziger Bauvereins für das [[Amt Sodingen]]" gehört zu den ältesten heute bestehenden Wohnungsunternehmen der Stadt Herne. Ihr Zweck ist die Versorgung ihrer Mitglieder mit sicherem, dauerhaftem und bezahlbarem Wohnraum nach den Grundsätzen des genossenschaftlichen Wohnungswesens. |
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Der Bauverein Sodingen eG, gegründet am [[26. Juni]] [[1919]] als "Gemeinnütziger Bauvereins für das [[Amt Sodingen]]" bietet in Sodingen und den angrenzenden Stadtteilen 351 Wohnungen an; mit und ohne Wohnberechtigungsschein. |
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== Vorgeschichte == |
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Die Entstehung des Bauvereins ist vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung Sodingens zu sehen. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die ehemals landwirtschaftlich geprägte Gemeinde zu einem bedeutenden Bergbaustandort. Mit der [[Zeche Mont-Cenis]] und zahlreichen industriellen Betrieben stieg die Einwohnerzahl innerhalb weniger Jahrzehnte stark an. |
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Die Wohnungsgenossenschaft Bauverein Sodingen eG ist kein Wohnungsunternehmen im herkömmlichen Sinne. Nicht Gewinnmaximierung, sondern die Förderung der Gemeinschaft und Nachbarschaft unserer Mitglieder steht im Vordergrund unserer Geschäftspolitik. |
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Der rasche Bevölkerungszuwachs führte zu erheblichem Wohnungsmangel. Zwar entstanden Werkskolonien der Bergwerksgesellschaften sowie kommunale Wohnungsbauprojekte, dennoch blieb insbesondere für Arbeiterfamilien und Angestellte bezahlbarer Wohnraum knapp. In vielen Städten des Ruhrgebiets entstanden deshalb Wohnungsgenossenschaften, die ihren Mitgliedern dauerhaft günstige Wohnungen bereitstellen sollten. |
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Seit der Gründung im Jahr [[1919]] sorgt der Bauverein Sodingen kontinuierlich für den Neu- und Ausbau, sowie für die Renovierungen seines Wohnungsbestandes. Über 500 Mitglieder wohnen zur Zeit in den mehr als 350 Wohnungen, die sich innerhalb der Stadt Herne, mit einem deutlichen Schwerpunkt in Sodingen, befinden. |
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== Gründung == |
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'''[[26. Juni]] [[1919]]''' |
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Der Bauverein Sodingen eG wurde am 26. Juni 1919 gegründet und in das Genossenschaftsregister eingetragen. Die Gründung erfolgte wenige Monate vor dem Beginn der Weltwirtschaftskrise. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage gelang es der jungen Genossenschaft, erste Wohnbauvorhaben im Bereich der Straße ''Auf dem Rohde'' zu verwirklichen. |
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* Gründung der Genossenschaft "Gemeinnütziger Bauverein für das Amt Sodingen", später "Gemeinnütziger Bauverein für das ehemalige Amt Sodingen", heute "Bauverein Sodingen eG". |
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Die Satzung orientierte sich an den damals üblichen Grundsätzen des Genossenschaftswesens. Mitglieder zeichneten Geschäftsanteile und erhielten im Gegenzug ein lebenslanges Wohnrecht im Rahmen der genossenschaftlichen Bestimmungen. |
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'''[[30. November]] [[1949]]''' |
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'''17. November 1919''' |
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* Der [[Bauverein Sodingen|Gemeinnützige Bauverein für das Amt Sodingen Sodingen]] verkündet, dass er seine Bautätigkeit mit Mitteln des Überteuerungszuschusses<ref>[https://erbbau-genossenschaft-kassel.de/pdf/50_Erbbau-Genossenschaft%201919-1969.pdf Vgl. als Beispiel: erbbau-genossenschaft-kassel.de]</ref> errichten will, 30 in Sodingen und 20 in Holthausen. |
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: "''In Sodingen ist hierfür das Gelände am sogenannten [[Grüner Weg|Grünen Weg]] vorgesehen. Der Baugrund ist vom Landwirt Stegmann erworben. An diesem wege, der im Bebauungsplan als straße vorgesehen ist, kommen 10 Häuser zu stehen und von der [[Mont-Cenis-Straße]] kommend links des Weges errichtet. [...] Für diese Häuser ist ein einheitlicher Typ vorgesehen, und zwar ein Doppelwohnhaus mit zwei Geschossen.''"<ref>[https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/6519203?query=%22Nordstra%C3%9Fe%22 Castroper Anzeiger vom 17. November 1919. Online auf zeitpunkt.nrw.]</ref> |
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== Die Genossenschaft während der Weltwirtschaftskrise == |
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Die Weltwirtschaftskrise ab 1929 erschwerte die Finanzierung neuer Bauvorhaben erheblich. Wie viele Wohnungsgenossenschaften war auch der Bauverein auf öffentliche Förderprogramme sowie langfristige Kredite angewiesen. Dennoch gelang es, den Wohnungsbestand schrittweise auszubauen. |
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So wurden die am [[26. Juni]] [[1929]] angenommenen Statuten des Bauvereins erstmalig am [[15. Juli]] [[1929]] ins Genossenschaftsregister (GnR106/250) eingetragen. |
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Über die Entwicklung der Genossenschaft in den 1930er Jahren liegen bislang nur wenige veröffentlichte Untersuchungen vor. |
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== Zeit des Nationalsozialismus == |
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Nach 1933 unterlagen sämtliche Genossenschaften der staatlichen Kontrolle. Auch Wohnungsgenossenschaften mussten ihre Organisation den politischen Vorgaben des nationalsozialistischen Staates anpassen. Über personelle Veränderungen innerhalb des Bauvereins sowie dessen konkrete Tätigkeit während des Zweiten Weltkriegs bestehen bislang Forschungslücken. |
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Am 24. Juni [[1941]] wurden die Genossenschaften in Herne endgültig gleichgeschaltet und zusammengeführt.<ref> |
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Tremonia Westdeutsche Volkszeitung am 24. Juni 1941 ([https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/6954833 Online auf zeitpunkt.nrw])</ref> |
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Der Wohnungsbestand blieb von den Luftangriffen auf das Ruhrgebiet nicht vollständig verschont. Nach Kriegsende mussten beschädigte Gebäude instand gesetzt und neuer Wohnraum geschaffen werden. |
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== Wiederaufbau und Expansion == |
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In den Jahren nach 1945 beteiligte sich der Bauverein am Wiederaufbau des Wohnungsbestandes. Besonders in den 1950er und 1960er Jahren entstanden zahlreiche neue Wohnhäuser im Bereich der Mont-Cenis-Straße, der Gertherstraße, der Ringstraße sowie weiterer Straßen in Sodingen. |
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Diese Bautätigkeit trug wesentlich dazu bei, den weiterhin bestehenden Wohnungsmangel der Nachkriegszeit zu lindern. Die Gebäude entstanden überwiegend als mehrgeschossige Mehrfamilienhäuser mit für die damalige Zeit modernen Grundrissen. |
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'''30. November 1949''' |
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* Erster Spatenstich für 55 Wohnungen des Gemeinnützigen-Bauvereins für das ehemalige Amt Sodingen, heute Bauverein Sodingen eG, an der [[Kantstraße|Kantstrasse]] und [[Auf dem Rohde]].<ref>Herne - unsere Stadt, November 1964</ref> |
* Erster Spatenstich für 55 Wohnungen des Gemeinnützigen-Bauvereins für das ehemalige Amt Sodingen, heute Bauverein Sodingen eG, an der [[Kantstraße|Kantstrasse]] und [[Auf dem Rohde]].<ref>Herne - unsere Stadt, November 1964</ref> |
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'''1951 - 1953''' |
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* Bau einer Eigenheim-Siedlung auf der (neuen) [[Liebigstraße|Liebigstrasse]], [[In der Esche]] und [[Gysenbergstraße|Gysenbergstrasse]]. Die Häuser werden ab [[1956]] an die Bewohner verkauft. |
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'''18. Dezember 1959''' |
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* An der Einmündung zur [[Bergstraße|Bergstrasse]] entstehen gegenwärtig die ersten 10 Eigenheime für Belegschaftsmitglieder der Zechengesellschaft „[[Zeche Vereinigte Constantin der Große|Constantin der Große]]", die diese Wohnungen in Zusammenarbeit mit dem Gemeinnützigen Bauverein Sodingen errichtet. <ref>Westfälische Rundschau, 18.12.1959</ref> |
* An der Einmündung zur [[Bergstraße|Bergstrasse]] entstehen gegenwärtig die ersten 10 Eigenheime für Belegschaftsmitglieder der Zechengesellschaft „[[Zeche Vereinigte Constantin der Große|Constantin der Große]]", die diese Wohnungen in Zusammenarbeit mit dem Gemeinnützigen Bauverein Sodingen errichtet. <ref>Westfälische Rundschau, 18.12.1959</ref> |
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== Modernisierung seit den 1970er Jahren == |
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Seit den 1970er Jahren verlagerte sich der Schwerpunkt von der Erweiterung des Bestandes auf dessen Modernisierung. Zahlreiche Gebäude wurden energetisch saniert, mit Wärmedämmung versehen und hinsichtlich ihrer Haustechnik erneuert. Gleichzeitig entstanden ergänzende Neubauten auf einzelnen Grundstücken innerhalb des bestehenden Quartiers. |
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Heute umfasst der Wohnungsbestand Gebäude aus nahezu einem Jahrhundert Wohnungsbaugeschichte. Die ältesten Häuser stammen aus den Jahren unmittelbar nach der Gründung der Genossenschaft; hinzu kommen einzelne ältere Gebäude, die später in den Bestand übernommen wurden. |
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'''Oktober 1971''' |
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* Die Wohnungen [[Auf dem Rohde]] 26-30 sind fertig gestellt und können bezogen werden. |
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'''Dezember [[2015]]''' |
'''Dezember [[2015]]''' |
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* Das Grundstück [[Mont-Cenis-Straße|Mont-Cenis-Strasse]] 144-146 wird an die [[Arbeiterwohlfahrt Herne|Arbeiterwohlfahrt]] (AWO) verkauft, die dort eine Kindertageseinrichtung und barrierefreie Wohnungen errichten will. |
* Das Grundstück [[Mont-Cenis-Straße|Mont-Cenis-Strasse]] 144-146 wird an die [[Arbeiterwohlfahrt Herne|Arbeiterwohlfahrt]] (AWO) verkauft, die dort eine Kindertageseinrichtung und barrierefreie Wohnungen errichten will. |
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'''2. Juli 2018''' |
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* Der Fachbereich Kinder-Jugend-Familie (Jugendamt) eröffnet auf der [[Ringstraße|Ringstrasse]] 51 die erste "Kleine Kita Herne". In der 100qm großen Erdgeschosswohnung, die vom Bauverein Sodingen angemietet wurde, werden 9 Kinder im Alter von 4 Monaten bis 3 Jahren, von 2 staatlich geprüften Erzieherinnen betreut.<ref>Newsletter Stadt Herne, 06.07.2018</ref> |
* Der Fachbereich Kinder-Jugend-Familie (Jugendamt) eröffnet auf der [[Ringstraße|Ringstrasse]] 51 die erste "Kleine Kita Herne". In der 100qm großen Erdgeschosswohnung, die vom Bauverein Sodingen angemietet wurde, werden 9 Kinder im Alter von 4 Monaten bis 3 Jahren, von 2 staatlich geprüften Erzieherinnen betreut.<ref>Newsletter Stadt Herne, 06.07.2018</ref> |
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'''11. März 2019''' |
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* Die [[Arbeiterwohlfahrt Herne|Arbeiterwohlfahrt]] (AWO) beginnt mit dem Bau eines Kindergarten und 12 Seniorenwohnungen auf der [[Mont-Cenis-Straße|Mont-Cenis-Strasse]] 144-146. |
* Die [[Arbeiterwohlfahrt Herne|Arbeiterwohlfahrt]] (AWO) beginnt mit dem Bau eines Kindergarten und 12 Seniorenwohnungen auf der [[Mont-Cenis-Straße|Mont-Cenis-Strasse]] 144-146. |
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Mont-Cenis-Straße 144-146-20190330 2.JPG|AWO-Neubau [[Mont-Cenis-Straße|Mont-Cenis-Strasse]] 144/146 |
Mont-Cenis-Straße 144-146-20190330 2.JPG|AWO-Neubau [[Mont-Cenis-Straße|Mont-Cenis-Strasse]] 144/146 |
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== Wohnungsbestand == |
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Der Schwerpunkt des Wohnungsbestandes liegt im Stadtbezirk Sodingen. Wohnungen befinden sich unter anderem in folgenden Straßen: |
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:[[Auf dem Rohde]]<br>[[Mont-Cenis-Straße]]<br>[[Kantstraße]]<br>[[Gerther Straße]]<br>[[Ringstraße]]<br>[[Castroper Straße]]<br>[[Vinckestraße]]<br>[[Eschstraße]]<br>[[Eupener Straße|Hermannstraße]]<br>[[Berkelstraße]] |
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== Genossenschaftliches Selbstverständnis == |
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Als eingetragene Genossenschaft gehört der Bauverein seinen Mitgliedern. Anders als privatwirtschaftliche Wohnungsunternehmen verfolgt er nicht in erster Linie eine Gewinnerzielung, sondern die langfristige Versorgung seiner Mitglieder mit Wohnraum. Grundlage bilden das Genossenschaftsgesetz sowie die Satzung der Genossenschaft. |
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Der Bauverein ist Mitglied des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen (VdW Rheinland Westfalen). |
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== Bedeutung für die Stadtentwicklung == |
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Gemeinsam mit anderen Herner Wohnungsgenossenschaften prägte der Bauverein Sodingen die Entwicklung des nördlichen Stadtgebietes während des 20. Jahrhunderts. Seine Wohnanlagen dokumentieren unterschiedliche Bauphasen des genossenschaftlichen Wohnungsbaus – von den Anfängen der Weimarer Republik über den Wiederaufbau der Nachkriegszeit bis zu den Modernisierungen des 21. Jahrhunderts. |
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Die Wohngebäude bilden bis heute einen wichtigen Bestandteil der Siedlungsstruktur des Stadtteils Sodingen. |
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== Aufsichtsrat == |
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:2026: Aufsichtsratsvorsitzender: Ernst Schilla |
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* 1954-1955-19xx Artur Müller, Postinspektor |
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* 20xx - heute Birgit Boening |
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* 2012 - 2022 Birgit Boening |
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* 1993 - 2014 Eleonore Pachurka |
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* 1978 - 1993 Fritz Tissarek |
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== Veranstaltungen == |
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== Weblinks == |
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* [http://www.bauverein-sodingen.de/ Die Web-Site des Bauverein Sodingen eG] |
* [http://www.bauverein-sodingen.de/ Die Web-Site des Bauverein Sodingen eG] |
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== Literatur == |
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*Bauverein Sodingen eG: ''Satzung''. |
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*[https://bauverein-sodingen.de/ueber-uns/ Bauverein Sodingen eG: ''Über uns''.] |
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*Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen: Veröffentlichungen zur Geschichte des genossenschaftlichen Wohnungswesens. |
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*Stadt Herne: Adressbücher und Verwaltungsberichte. |
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==Verwandte Artikel== |
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==Quellen== |
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Aktuelle Version vom 26. Juni 2026, 22:40 Uhr
Der Bauverein Sodingen eG ist eine Wohnungsgenossenschaft mit Sitz im Herner Stadtteil Sodingen. Die am 26. Juni 1919 gegründete Genossenschaft "Gemeinnütziger Bauvereins für das Amt Sodingen" gehört zu den ältesten heute bestehenden Wohnungsunternehmen der Stadt Herne. Ihr Zweck ist die Versorgung ihrer Mitglieder mit sicherem, dauerhaftem und bezahlbarem Wohnraum nach den Grundsätzen des genossenschaftlichen Wohnungswesens.
Vorgeschichte
Die Entstehung des Bauvereins ist vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung Sodingens zu sehen. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die ehemals landwirtschaftlich geprägte Gemeinde zu einem bedeutenden Bergbaustandort. Mit der Zeche Mont-Cenis und zahlreichen industriellen Betrieben stieg die Einwohnerzahl innerhalb weniger Jahrzehnte stark an.
Der rasche Bevölkerungszuwachs führte zu erheblichem Wohnungsmangel. Zwar entstanden Werkskolonien der Bergwerksgesellschaften sowie kommunale Wohnungsbauprojekte, dennoch blieb insbesondere für Arbeiterfamilien und Angestellte bezahlbarer Wohnraum knapp. In vielen Städten des Ruhrgebiets entstanden deshalb Wohnungsgenossenschaften, die ihren Mitgliedern dauerhaft günstige Wohnungen bereitstellen sollten.
Gründung

Der Bauverein Sodingen eG wurde am 26. Juni 1919 gegründet und in das Genossenschaftsregister eingetragen. Die Gründung erfolgte wenige Monate vor dem Beginn der Weltwirtschaftskrise. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage gelang es der jungen Genossenschaft, erste Wohnbauvorhaben im Bereich der Straße Auf dem Rohde zu verwirklichen.
Die Satzung orientierte sich an den damals üblichen Grundsätzen des Genossenschaftswesens. Mitglieder zeichneten Geschäftsanteile und erhielten im Gegenzug ein lebenslanges Wohnrecht im Rahmen der genossenschaftlichen Bestimmungen.
17. November 1919
- Der Gemeinnützige Bauverein für das Amt Sodingen Sodingen verkündet, dass er seine Bautätigkeit mit Mitteln des Überteuerungszuschusses[1] errichten will, 30 in Sodingen und 20 in Holthausen.
- "In Sodingen ist hierfür das Gelände am sogenannten Grünen Weg vorgesehen. Der Baugrund ist vom Landwirt Stegmann erworben. An diesem wege, der im Bebauungsplan als straße vorgesehen ist, kommen 10 Häuser zu stehen und von der Mont-Cenis-Straße kommend links des Weges errichtet. [...] Für diese Häuser ist ein einheitlicher Typ vorgesehen, und zwar ein Doppelwohnhaus mit zwei Geschossen."[2]
Die Genossenschaft während der Weltwirtschaftskrise
Die Weltwirtschaftskrise ab 1929 erschwerte die Finanzierung neuer Bauvorhaben erheblich. Wie viele Wohnungsgenossenschaften war auch der Bauverein auf öffentliche Förderprogramme sowie langfristige Kredite angewiesen. Dennoch gelang es, den Wohnungsbestand schrittweise auszubauen.
So wurden die am 26. Juni 1929 angenommenen Statuten des Bauvereins erstmalig am 15. Juli 1929 ins Genossenschaftsregister (GnR106/250) eingetragen.
Über die Entwicklung der Genossenschaft in den 1930er Jahren liegen bislang nur wenige veröffentlichte Untersuchungen vor.
Zeit des Nationalsozialismus
Nach 1933 unterlagen sämtliche Genossenschaften der staatlichen Kontrolle. Auch Wohnungsgenossenschaften mussten ihre Organisation den politischen Vorgaben des nationalsozialistischen Staates anpassen. Über personelle Veränderungen innerhalb des Bauvereins sowie dessen konkrete Tätigkeit während des Zweiten Weltkriegs bestehen bislang Forschungslücken.
Am 24. Juni 1941 wurden die Genossenschaften in Herne endgültig gleichgeschaltet und zusammengeführt.[3]
Der Wohnungsbestand blieb von den Luftangriffen auf das Ruhrgebiet nicht vollständig verschont. Nach Kriegsende mussten beschädigte Gebäude instand gesetzt und neuer Wohnraum geschaffen werden.
Wiederaufbau und Expansion
In den Jahren nach 1945 beteiligte sich der Bauverein am Wiederaufbau des Wohnungsbestandes. Besonders in den 1950er und 1960er Jahren entstanden zahlreiche neue Wohnhäuser im Bereich der Mont-Cenis-Straße, der Gertherstraße, der Ringstraße sowie weiterer Straßen in Sodingen.
Diese Bautätigkeit trug wesentlich dazu bei, den weiterhin bestehenden Wohnungsmangel der Nachkriegszeit zu lindern. Die Gebäude entstanden überwiegend als mehrgeschossige Mehrfamilienhäuser mit für die damalige Zeit modernen Grundrissen.
30. November 1949
- Erster Spatenstich für 55 Wohnungen des Gemeinnützigen-Bauvereins für das ehemalige Amt Sodingen, heute Bauverein Sodingen eG, an der Kantstrasse und Auf dem Rohde.[4]
1951 - 1953
- Bau einer Eigenheim-Siedlung auf der (neuen) Liebigstrasse, In der Esche und Gysenbergstrasse. Die Häuser werden ab 1956 an die Bewohner verkauft.
18. Dezember 1959
- An der Einmündung zur Bergstrasse entstehen gegenwärtig die ersten 10 Eigenheime für Belegschaftsmitglieder der Zechengesellschaft „Constantin der Große", die diese Wohnungen in Zusammenarbeit mit dem Gemeinnützigen Bauverein Sodingen errichtet. [5]
Modernisierung seit den 1970er Jahren
Seit den 1970er Jahren verlagerte sich der Schwerpunkt von der Erweiterung des Bestandes auf dessen Modernisierung. Zahlreiche Gebäude wurden energetisch saniert, mit Wärmedämmung versehen und hinsichtlich ihrer Haustechnik erneuert. Gleichzeitig entstanden ergänzende Neubauten auf einzelnen Grundstücken innerhalb des bestehenden Quartiers.
Heute umfasst der Wohnungsbestand Gebäude aus nahezu einem Jahrhundert Wohnungsbaugeschichte. Die ältesten Häuser stammen aus den Jahren unmittelbar nach der Gründung der Genossenschaft; hinzu kommen einzelne ältere Gebäude, die später in den Bestand übernommen wurden.
Oktober 1971
- Die Wohnungen Auf dem Rohde 26-30 sind fertig gestellt und können bezogen werden.
Dezember 2015
- Die Wohnhäuser Mont-Cenis-Strasse 138/140 und 144/146 werden abgerissen.
Mai 2017
- Das Grundstück Mont-Cenis-Strasse 144-146 wird an die Arbeiterwohlfahrt (AWO) verkauft, die dort eine Kindertageseinrichtung und barrierefreie Wohnungen errichten will.
2. Juli 2018
- Der Fachbereich Kinder-Jugend-Familie (Jugendamt) eröffnet auf der Ringstrasse 51 die erste "Kleine Kita Herne". In der 100qm großen Erdgeschosswohnung, die vom Bauverein Sodingen angemietet wurde, werden 9 Kinder im Alter von 4 Monaten bis 3 Jahren, von 2 staatlich geprüften Erzieherinnen betreut.[6]
11. März 2019
- Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) beginnt mit dem Bau eines Kindergarten und 12 Seniorenwohnungen auf der Mont-Cenis-Strasse 144-146.
-
AWO-Neubau Mont-Cenis-Strasse 144/146
-
AWO-Neubau Mont-Cenis-Strasse 144/146
-
AWO-Neubau Mont-Cenis-Strasse 144/146
Wohnungsbestand
Der Schwerpunkt des Wohnungsbestandes liegt im Stadtbezirk Sodingen. Wohnungen befinden sich unter anderem in folgenden Straßen:
- Auf dem Rohde
Mont-Cenis-Straße
Kantstraße
Gerther Straße
Ringstraße
Castroper Straße
Vinckestraße
Eschstraße
Hermannstraße
Berkelstraße
Genossenschaftliches Selbstverständnis
Als eingetragene Genossenschaft gehört der Bauverein seinen Mitgliedern. Anders als privatwirtschaftliche Wohnungsunternehmen verfolgt er nicht in erster Linie eine Gewinnerzielung, sondern die langfristige Versorgung seiner Mitglieder mit Wohnraum. Grundlage bilden das Genossenschaftsgesetz sowie die Satzung der Genossenschaft.
Der Bauverein ist Mitglied des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen (VdW Rheinland Westfalen).
Bedeutung für die Stadtentwicklung
Gemeinsam mit anderen Herner Wohnungsgenossenschaften prägte der Bauverein Sodingen die Entwicklung des nördlichen Stadtgebietes während des 20. Jahrhunderts. Seine Wohnanlagen dokumentieren unterschiedliche Bauphasen des genossenschaftlichen Wohnungsbaus – von den Anfängen der Weimarer Republik über den Wiederaufbau der Nachkriegszeit bis zu den Modernisierungen des 21. Jahrhunderts.
Die Wohngebäude bilden bis heute einen wichtigen Bestandteil der Siedlungsstruktur des Stadtteils Sodingen.
Aufsichtsrat
- 2026: Aufsichtsratsvorsitzender: Ernst Schilla
- Aufsichtsrat: Alexander Neumann, Mathias Grunert, Ernst Schilla, Martin Görl und Peter Rogge
- 2023 - heute Mathias Grunert
- 2022 - 2023 Andreas Wolter
- 2020 - heute Alexander Neumann
- 2016 - 2020 Jörg Schupetta
- 2014 - 2023 Ulrich Klonki
- 20xx - 2022 Hubert Nöthe
- 19xx - 2022 Christel Voßbrink
- 19xx - heute Ernst Schilla
- 19xx - 2018 Franz Vogt
Vorstand
- 2022 - heute Hubert Nöthe
- 2020 - heute Jörg Schupetta
- 2016 - 2022 Birgit Böning
- 2006 - 2022 Ulrich Möller
- 2011 - 2016 Thomas König
- 1988 - 2013 Bernhard Schnidder
- 2006 - 2011 Sven Ochmann
- 1976 - 2006 Heinz-Günter Ochmann
- 1972 - 1976 Lorenz Teichert
- 19XX - 1974 Franz Herrmann
- 19XX - 1988 Hubert Wasmuth
- 19xx-1963-19xx Westermann
- 1959 - 1963 Adolf Simmich
- 19xx-1955-19xx Leopold Jerep, Kaufmann
- 1954-1955-19xx Artur Müller, Postinspektor
- 19xx - 1954 Alfons Schmidt, Malermeister
Geschäftsführung
- 2022 - heute Ana Maria Infante
- 2012 - 2022 Birgit Boening
- 1993 - 2014 Eleonore Pachurka
- 1978 - 1993 Fritz Tissarek
Veranstaltungen
8. Juni 2019
Jubiläumsveranstaltung "100 Jahre Bauverein Sodingen", in Form einer Schiffstour mit allen interessierten Mitgliedern auf dem Rhein-Herne-Kanal.
Zur 100-Jahr-Feier hatte man die Mitglieder zu einer Schiffsfahrt auf dem Kanal eingeladen. Rund 160 Mitglieder folgten der Einladung. Mit dem Bus reiste man nach Henrichenburg. Dort bestieg die Gruppe die „Santa Monika III“ und verbrachte an Bord einen gemütlichen Tag. Aufsichtsrat, Vorstand und Mitarbeiter kümmerten sich um den Ablauf und der Musiker Rolf Monreal sorgte schon beim Besteigen des Schiffes für gute Laune. Das Büfett und die anschließende Kuchentafel ließen die Herzen der Bauvereinsmitglieder höher schlagen. Nach einer Fahrt in Richtung Münster kehrte man schließlich am späten Nachmittag zufrieden mit neuen Eindrücken nach Sodingen zurück.
-
Die „Santa Monika III“ am Anleger Henrichenburg.
-
Die Bauvereinsmitglieder auf dem Weg zum Schiff.
-
Aufsichtsrat, Vorstand und Mitarbeiter des Bauvereins Sodingen eG.
Weblinks
Literatur
- Bauverein Sodingen eG: Satzung.
- Bauverein Sodingen eG: Über uns.
- Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen: Veröffentlichungen zur Geschichte des genossenschaftlichen Wohnungswesens.
- Stadt Herne: Adressbücher und Verwaltungsberichte.
Verwandte Artikel
- Auf dem Rohde (← Links)
- Grüner Weg (← Links)
- 1949 (← Links)
- 1959 (← Links)
- 1919 (← Links)
- Hof Abendroth (Vöde) (← Links)
- 1951 (← Links)
- 26. Juni (← Links)
- 2018 (← Links)
- 2019 (← Links)
- 2022 (← Links)
Quellen
- ↑ Vgl. als Beispiel: erbbau-genossenschaft-kassel.de
- ↑ Castroper Anzeiger vom 17. November 1919. Online auf zeitpunkt.nrw.
- ↑ Tremonia Westdeutsche Volkszeitung am 24. Juni 1941 (Online auf zeitpunkt.nrw)
- ↑ Herne - unsere Stadt, November 1964
- ↑ Westfälische Rundschau, 18.12.1959
- ↑ Newsletter Stadt Herne, 06.07.2018
