Edmund Weber (1897-1970) Oberbürgermeister: Unterschied zwischen den Versionen

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<big>'''Edmund Weber''' (geboren [[21. September]] [[1897]] in Gebesee, Thüringen; gestorben [[11. Juni]] [[1970]] in Wanne-Eickel, Er war ein deutscher Kommunalpolitiker der SPD und insbesondere als langjähriger Oberbürgermeister von Wanne-Eickel bekannt.</big>
'''Edmund Weber''', SPD (November 1948 bis November 1969)
{{Person
| Name = Edmund Weber
| Abkürzung =
| Bild = Edmund Weber.jpg
| Bildbeschreibung = Edmund Weber, <small>Foto: [[Bildarchiv der Stadt Herne]]</small>
| Geboren am = 21. September 1897
| Geboren in = Gebesee, Thüringen
| Gestorben am = 11. Juni 1970
| Gestorben in = Wanne-Eickel
| Friedhof= Waldfriedhof
| Beruf = Angestellter
| Titel = Oberbürgermeister
| Letzte Adresse=
| erfasst =
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| lon=
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== Frühes Leben und beruflicher Werdegang ==
<small>Carl</small> Edmund Weber wurde am 21. September 1897 in der Stadt [https://de.wikipedia.org/wiki/Gebesee Gebesee] in Thüringen als Sohn des Handarbeiters Reinhold Weber und dessen Ehefrau Luise Dönike geboren und am 24. Oktober ebd. ev. getauft und 1911 konfirmiert.<ref>Reg. Nr. 45/1897</ref>
Weber wuchs in einfachen Verhältnissen auf und wurde nach dem Besuch der Volksschule Soldat im Ersten Weltkrieg, in dem er auch verwundet wurde. Diese Kriegsverletzungen prägten seinen weiteren Lebensweg nachhaltig.


Nach dem Krieg zog er 1919 ins Ruhrgebiet nach Wanne und arbeitete ab 1920 als Bergmann auf der [[Zeche Pluto|Zeche „Pluto“]]. Dort kam er in Kontakt mit der Gewerkschaftsbewegung und der sozialistischen Arbeiterbewegung, der er sich anschloss.
Er hält den Rekord: Weber ist mit 21 Amtsjahren der längste amtierende Wanne-Eickeler Oberbürgermeister. Seine Kriegsbeschädigung aus dem Ersten Weltkrieg zwang ihn, in seinem Beruf umzusatteln. Aus dem Bergmann auf der Zeche Pluto wurde ein Versicherungs- und später ein Stadtangestellter. Bereits nach dem Ersten Weltkrieg Mitglied des Rates, setzte Weber nach dem Zweiten Weltkrieg seine kommunalpolitische Tätigkeit fort. Von Edmund Weber gingen nach dem Krieg bedeutende Impulse für den Wiederaufbau der Stadt aus. Sein besonderes Interesse galt jedoch der Sozialhilfe. Weber war populär und kontaktfreudig; Erfahrung und Umsicht machten ihn bei den Bürgern beliebt.


Aufgrund seiner Kriegsverletzungen musste er 1932 die Arbeit im Bergbau aufgeben. Er trat bei der Volksfürsorge ein und wurde Vorsitzender der Wanne-Eickeler Ortsgruppe. Daher war es nach einer kurzen Arbeitslosigkeit und ebenso kurzen Versicherungstätigkeit bei der Volksfürsorge möglich, als Stadtangestellter sein auskommen zu finden.
==Quellen==
'''Stadtarchiv Herne:


== Politischer Einstieg ==
Bestand Oberbürgermeister
Weber trat 1924 der SPD bei und engagierte sich zunehmend kommunalpolitisch und in der Arbeiterbewegung.


Er war außerdem im Reichsbund der Kriegsteilnehmer und Kriegsgeschädigten aktiv und gehörte dort zeitweise dem Bundesvorstand an, was seine enge Verbindung zu sozialpolitischen Themen zeigt.
2 Rathäuser - 22 Oberbürgermeister, Publikation der Stadt Herne, November 2002'''

== Kommunalpolitische Karriere ==
Bereits nach dem Ersten Weltkrieg Mitglied des Rates, setzte Weber nach dem Zweiten Weltkrieg seine kommunalpolitische Tätigkeit fort.
Jetzt begann Webers politische Hauptphase:
*Am 4. Dezember 1945 wurde er als Mitglied der Stadtvertretung Wanne-Eickel und am 5. März 1946 zum stellv. Oberbürgermeister gewählt.<ref>[https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/20595415 Ruhr-Zeitung. Ausgabe D vom 9. März 1946. online auf Zeitpunkt.nrw]</ref>
*am [[2. November]] [[1948]] wurde er erstmals zum [[Oberbürgermeister, Bürgermeister und Dezernenten. Wanne-Eickel bis 1974|Oberbürgermeister]] der Stadt Wanne-Eickel gewählt und blieb bis zum [[27. November]] [[1969]] in diesem Amt.

Damit war er über zwei Jahrzehnte hinweg das politische Oberhaupt der Stadt und einer der dienstältesten Oberbürgermeister seiner Zeit.

In seine Amtszeit fielen wichtige Entwicklungen:
:Wiederaufbau der Stadt nach dem Krieg<br>sozialpolitischer Ausbau kommunaler Strukturen<br>Wachstum Wanne-Eickels zur Großstadt (ab 1955 über 100.000 Einwohner)
=== Politische Schwerpunkte ===
Edmund Weber galt als Vertreter einer pragmatischen Kommunalpolitik mit starkem sozialem Fokus. Besonders wichtig waren ihm:
*soziale Fürsorge und Versorgung von Kriegsopfern<br>Wohnungsbau und Infrastruktur im Wiederaufbau<br>Stabilisierung der kommunalen Verwaltung in der Nachkriegszeit
[[Datei:Herten Waldfriedhof Gedenkstein Edmund Weber.jpg|200px|thumb|rechts|Grabstein Webers auf dem Waldfriedhof. <small>Bild: Allraunenstern</small><ref>[https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Herten%20Waldfriedhof%20Gedenkstein%20Edmund%20Weber.jpg]</ref>]]
== Ehrungen und spätere Jahre ==
Für seine Arbeit erhielt Weber mehrere Auszeichnungen, darunter:
*[[Ehrengaben der Stadt Wanne-Eickel|Goldener Ehrenring]] der Stadt Wanne-Eickel (1952)
* [[Bundesverdienstkreuz#1962|Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland I. Klasse]], 1962
* [[Ehrenbürger]]schaft der Stadt Wanne-Eickel, 1969
* Ehrengrabstätte auf dem Waldfriedhof
* [[Edmund-Weber-Straße]] in Wanne-Eickel, 1974

Er starb 1970 kurz nach seiner politischen Laufbahn und wurde auf dem Waldfriedhof in einem Ehrengrab beigesetzt.

== Bedeutung ==
Edmund Weber gilt als typischer Vertreter der sozialdemokratischen Kommunalpolitik im Ruhrgebiet der Nachkriegszeit. Seine lange Amtszeit und sein Beitrag zum Wiederaufbau machten ihn zu einer prägenden Figur der Stadtgeschichte von Wanne-Eickel.

==Verwandte Artikel==
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==Quellen==
<references />




[[Kategorie:Bürgermeister|***]]
[[Kategorie:Bürgermeister|Weber]]
[[Kategorie:Person (Wanne-Eickel)]]
[[Kategorie:Person|Weber]]

Aktuelle Version vom 11. Juni 2026, 11:07 Uhr

Edmund Weber (geboren 21. September 1897 in Gebesee, Thüringen; gestorben 11. Juni 1970 in Wanne-Eickel, Er war ein deutscher Kommunalpolitiker der SPD und insbesondere als langjähriger Oberbürgermeister von Wanne-Eickel bekannt.

Edmund Weber
Edmund Weber
Edmund Weber, Foto: Bildarchiv der Stadt Herne
AngestellterOberbürgermeister
Geboren21. September 1897
in Gebesee, Thüringen
✝️
Gestorben11. Juni 1970
in Wanne-Eickel
🪦
FriedhofWaldfriedhof

Frühes Leben und beruflicher Werdegang

Carl Edmund Weber wurde am 21. September 1897 in der Stadt Gebesee in Thüringen als Sohn des Handarbeiters Reinhold Weber und dessen Ehefrau Luise Dönike geboren und am 24. Oktober ebd. ev. getauft und 1911 konfirmiert.[1] Weber wuchs in einfachen Verhältnissen auf und wurde nach dem Besuch der Volksschule Soldat im Ersten Weltkrieg, in dem er auch verwundet wurde. Diese Kriegsverletzungen prägten seinen weiteren Lebensweg nachhaltig.

Nach dem Krieg zog er 1919 ins Ruhrgebiet nach Wanne und arbeitete ab 1920 als Bergmann auf der Zeche „Pluto“. Dort kam er in Kontakt mit der Gewerkschaftsbewegung und der sozialistischen Arbeiterbewegung, der er sich anschloss.

Aufgrund seiner Kriegsverletzungen musste er 1932 die Arbeit im Bergbau aufgeben. Er trat bei der Volksfürsorge ein und wurde Vorsitzender der Wanne-Eickeler Ortsgruppe. Daher war es nach einer kurzen Arbeitslosigkeit und ebenso kurzen Versicherungstätigkeit bei der Volksfürsorge möglich, als Stadtangestellter sein auskommen zu finden.

Politischer Einstieg

Weber trat 1924 der SPD bei und engagierte sich zunehmend kommunalpolitisch und in der Arbeiterbewegung.

Er war außerdem im Reichsbund der Kriegsteilnehmer und Kriegsgeschädigten aktiv und gehörte dort zeitweise dem Bundesvorstand an, was seine enge Verbindung zu sozialpolitischen Themen zeigt.

Kommunalpolitische Karriere

Bereits nach dem Ersten Weltkrieg Mitglied des Rates, setzte Weber nach dem Zweiten Weltkrieg seine kommunalpolitische Tätigkeit fort. Jetzt begann Webers politische Hauptphase:

  • Am 4. Dezember 1945 wurde er als Mitglied der Stadtvertretung Wanne-Eickel und am 5. März 1946 zum stellv. Oberbürgermeister gewählt.[2]
  • am 2. November 1948 wurde er erstmals zum Oberbürgermeister der Stadt Wanne-Eickel gewählt und blieb bis zum 27. November 1969 in diesem Amt.

Damit war er über zwei Jahrzehnte hinweg das politische Oberhaupt der Stadt und einer der dienstältesten Oberbürgermeister seiner Zeit.

In seine Amtszeit fielen wichtige Entwicklungen:

Wiederaufbau der Stadt nach dem Krieg
sozialpolitischer Ausbau kommunaler Strukturen
Wachstum Wanne-Eickels zur Großstadt (ab 1955 über 100.000 Einwohner)

Politische Schwerpunkte

Edmund Weber galt als Vertreter einer pragmatischen Kommunalpolitik mit starkem sozialem Fokus. Besonders wichtig waren ihm:

  • soziale Fürsorge und Versorgung von Kriegsopfern
    Wohnungsbau und Infrastruktur im Wiederaufbau
    Stabilisierung der kommunalen Verwaltung in der Nachkriegszeit
Grabstein Webers auf dem Waldfriedhof. Bild: Allraunenstern[3]

Ehrungen und spätere Jahre

Für seine Arbeit erhielt Weber mehrere Auszeichnungen, darunter:

Er starb 1970 kurz nach seiner politischen Laufbahn und wurde auf dem Waldfriedhof in einem Ehrengrab beigesetzt.

Bedeutung

Edmund Weber gilt als typischer Vertreter der sozialdemokratischen Kommunalpolitik im Ruhrgebiet der Nachkriegszeit. Seine lange Amtszeit und sein Beitrag zum Wiederaufbau machten ihn zu einer prägenden Figur der Stadtgeschichte von Wanne-Eickel.

Verwandte Artikel

Quellen