Karl Raddatz

Karl Raddatz (geboren am 13. März 1927 in Herne; gestorben am 2. März 2010 in Herne) war vom 15. Juli 1975 bis zum 14. Juli 1987 Oberstadtdirektor der Stadt Herne.

Von 1933 bis 1944 besuchte Karl Raddatz in Herne die Volksschule und das Gymnasium. Von Herbst 1944 bis Herbst 1945 leistete er seinen Militärdienst im Zweiten Weltkrieg. Er geriet in Kriegsgefangenschaft. Nach Rückkehr schloss Raddatz 1946 die Schulbildung mit dem Abitur ab. Es folgte von 1947 bis 1951 ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten in Mainz und Münster. Am 27. September 1951 legte er die Erste Juristische Staatsprüfung vor dem Oberlandesgericht Hamm ab. Es folgte von Dezember 1951 bis Oktober 1953 eine Tätigkeit in einer Steuerberatungspraxis in Münster. Gleichzeitig arbeitete er an seiner Doktorarbeit. Am 27. Februar 1954 wurde Raddatz der Doktorgrad der Rechtswissenschaft durch die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster mit der Bewertung 'magna cum laude' verliehen. Vom November 1953 bis Juli 1958 bereitete er sich für den höheren Justiz- und Verwaltungsdienst im Bezirk des Oberlandesgerichts Hamm vor. Am 10. Juli 1958 bestand er dann die Zweite Juristische Staatsprüfung.

Es folgte ab Oktober 1958 eine Beschäftigung als Angestellter, Stadtassessor, Rechtsrat und schließlich als Oberrechtsrat im Rechtsamt der Stadt Herne. Am 4. Juni 1966 wurde Raddatz zum Stadtdirektor der Stadt Herne ernannt.

Nach Zusammenschluss von Herne und Wanne-Eickel zur neuen Stadt Herne am 1. Januar 1975 wurde er zum Beauftragten für die Wahrnehmung der Aufgaben des allgemeinen Vertreters des Hauptverwaltungsbeamten bestellt. Am 24. Juni 1975 wurde Raddatz einstimmig zum Oberstadtdirektor gewählt. Das Amt nahm er am 15. Juli 1975 auf. Dieses hatte er bis zum 14. Juli 1987 inne.

Während seiner Amtszeit kämpfte er mit großem Einsatz für den Erhalt der mittelzentralen Funktion von Herne. Die Schaffung des Industriegeländes 'Friedrich der Große' auf dem ehemaligen Zechengelände in Horsthausen, die Errichtung des Kulturzentrums sowie die Wiederbelebung der Städtepartnerschaften mit Herne und Frankreich trugen seine Handschrift.[1]

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Quellen

  1. Stadtarchiv Herne, Aktenbestand Oberstadtdirektoren von Herne, Signatur: Best. 104 – 1 – A3.