Heinrich Wilhelm Solfrian

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Heinrich Wilhelm Solfrian (geboren am 16. April 1935 in Werther/Westfalen, gestorben 18. Januar 1914 in Eickel), war ein Bergmann und Erfinder.

Heinrich Solfrian kam mit dem ersten Zuwanderern aus Ostwestfalen ins Ruhrgebiet. Zuerst auf der Zeche Hannibal tätig - und in Bochum wohnend - teufte er die Zeche Von der Heydt mit ab und beendete seine Bergmannstätigkeit nach mehr als fünfzig Jahren auf der Zeche Julia. Es wird berichtet, dass er 1914 einen Schlaganfall erlag und mit militärischen (s.u.) und bergmännischen Ehren beisetzte.[1]

Der "Edinson von Herne"[2] Heinrich Wilhelm Solfrian aus Holsterhausen entwickelte u.a. eine neue Fangeinrichtung für Förderkörbe[3]. Das Patent wurde am 17. August 1908 beim Kaiserlichen Patentamt eingereicht und am 10. Februar 1911 veröffentlicht.

Weitere Patente für diese Erfindung wurden:

  • am 17. August 1908 beim Französischen Patentamt eingereicht und am 27. Januar 1910 unter FR406314 veröffentlicht.
  • am 17. August 1909 beim K&K Patentamt zu Wien eingereicht und am 15. August 1910 unter AT46477 veröffentlicht.
  • am 19. August 1909 durch einen gewissen Max Schimmel für Solfrian beim US Amerikanischen Patentamt eingereicht und am 26. April 1910 unter US956214 veröffentlicht.

Schon vorher tüftelte er herum dessen Ergebnis u.a. folgende Patente waren:

  • 1893 Heinrich Solfrian in Hamme b. Bochum: Kl. 19, Nr. 19 025. Dreikantiger Schienennagel für Gruben- und Eisenbahnbetrieb mit rinnenartiger Vertiefung, mit und ohne Widerhaken auf der Innenseite zum Eingreifen des Holzes. [4]

Biographische Anmerkungen

Heinrich Wilhelm Solfrian war Veteran des Infanterie Regiment Graf Bülow von Dennewitz (6. Westfälisches) Nr.55 Eine Postkarte[5] zeigt ihn als Veteran der 55er, einem Soldaten des Deutsch-Französischen Krieges von 1871. Diese 1914 gesendete Feldpostkarte zeigt ihn mit dem Preußischen M1862 Zündnadelgewehr des Models von 1862 mit Bajonett. Auf seiner Pickelhaube sieht man das Preußische Linien Wappen. Er ist hoch dekoriert; Auf seiner Ordensspange erkennt man als erste drei Medaillen:

  • Erinnerungskreuz 1866 “Königgrätz”. Dieses bronzene Kreuz aus Österreichischen Kanonen gegossen, wurde am 20. September 1866 von König Wilhelm I von Preußen gestiftete. Die “Königgrätz” Version erhielten nur Teilnehmer an der Schlacht von Königgrätz (Sadowa) vom 3. Juli 1866.
  • Kriegsdenkmünze für die Feldzüge 1870 - 71. Diese Auszeichnung 1870/71 wurde gestiftet für preußische Teilnehmer am Französisch-Preußischen Krieg. Obwohl eigentlich eine preußische Auszeichnung war es die Erinnerungsmedaille für alle Staaten des neu gegründeten Deutschen Reiches.
  • Die so genannte Zentenarmedaille (Centenarmedaille) wurde am 22. März 1897 von Kaiser Wilhelm II. aus Anlass des 100. Geburtstages seines Großvaters Kaiser Wilhelms I. gestiftet. Ihre eigentliche Bezeichnung war „Medaille zur Erinnerung an des Hochseligen Kaisers und Königs Wilhelm I., des Großen, Majestät“.

Genealogische Anmerkungen

Seie Eltern waren:

  • Maurer Georg Solfrian und Anne Marie Menke in Werther.

Heinrich Wilhelm Solfrian wurde geboren am 16. April 1935 in Werther/Westfalen und starb am 18. Januar 1914 in Eickel-Holsterhausen.
er war zwei Mal verheiratet:

  1. 29. Juli 1862[6] in Werther mit Caroline Friederike Arnold (geboren am 20. Dezember 1840 Beverungen, gestorben 1869 in Bad Segeberg/Holstein[7])
    1. Heinrich Gustav Solfrian, getauft am 9. August 1863 in Bochum.
    2. Carl August Solfrian, geb. 2. Juli 1865 in Bochum.
    3. Wilhelm Solfrian, geboren am 15. September 1867 in Bochum.
  2. 12. November 1872 in Werther mit Catharina Wilhelmina Charlotte Wilke (geboren am 8. Mai 1843 in Werther)


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Einzelnachweise

  1. Zeitungsartikel der Herner Rundschau aus dem Jahre 1955. Mitgeteilt am 27. August 2019 vom Ur-Ur-Urenkel David Lewis
  2. Überschrift des Zeitungsartikel der Herner Rundschau aus dem Jahre 1955.
  3. Vgl.: Ueber Neuerungen an Fangvorrichtungen. in: Polytechnisches Journal. Autor: Anonymus, 1881, Band 241 S. 265–268 (online)
  4. http://delibra.bg.polsl.pl/Content/12553/Vol13_No24.pdf
  5. Online
  6. Kirchenbuch der ev. Gemeine Bochum / Stadtgemeinde Band 42 S. 50
  7. Kirchenbuch der ev. Gemeine Bochum / Landgemeinde Band 19 S. 121