Max Rochol (Firma)

Aus Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel
Max Rochol
Erbaut: 1896
Stadtbezirk: Herne-Mitte
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Letzte Änderung: 27.01.2026
Geändert von: Andreas Janik

Die Firma Max Rochol gehörte zu den prägenden frühen Handelsunternehmen der Stadt Herne und ist eng mit dem wirtschaftlichen und städtebaulichen Aufstieg Hernes von einem ländlichen Dorf zur Industriestadt verbunden.

Anfänge und Familiengeschichte

Sein Vater, der Kaufmann Waldemar Rochol, kam im Jahr 1861 nach Herne, als der Ort noch rund 2.000 Einwohner zählte. Zu dieser Zeit begann gerade das Abteufen der Zeche Shamrock. Zeitgenössische Briefe aus dem Familienkreis spiegeln die Unsicherheit der frühen Industrialisierung wider, etwa in der Warnung, den „Engländern“ – gemeint waren die ausländischen Fachkräfte – nichts zu borgen, da sie „heute hier und morgen da“ seien.

Waldemar Rochol heiratete Ernestine Baltz aus Bochum, eine Verwandte der späteren Modegeschäftsfamilie Baltz. Eine Schwester Rochols führte zunächst den Haushalt und äußerte Bedenken, sich „auf dem Lande“ einzuleben.

Sein Sohn Max Wilhelm Rochol wurde am 15. Dezember 1867 in Herne geboren. Nach der Volksschule in Herne, der höhere Bürgerschule in Bochum und das Institut Knickenberg bei Telgte bis zu Obersekunda verließ er die Schule. Seinen Militärdienst leistete er beim Garde-Füs.-Rgt. in Berlinab. Anschließend ging er in eine kaufmännische Lehre in Wülfrath, wurde Vertreter im Montangeschäften und kehrte in seine Heimatstadt zurück. 1896 Gründung seiner Großhandlung für Eisen- und Kurzwaren in Herne.

Am 5. September 1900 wurde sein Geschäft unter der Nummer 14 ins Handelregister eingetragen.

Am 18. September 1906 heiratete er in Coesfeld Maria Schmitz, (* 28. März 1877 in Coesfeld; † 21. Februar 1946 in Herne). Aus dieser Ehe entstammten 3 Kinder. Sohn Waldemar, Tochter Hildegard und der jüngere Karl-Heinz Rochol.

Er starb am 21. Mai 1954 in Herne.

Geschäft und Immobilien an der Von-der-Heydt-Straße

Sein Geschäft blühte auf und umfangreiche Lager- und Verkaufsflächen für eine Vielzahl von Handelsgüter - bis hin zu Feuerwerkskörper - wurden an der Von-der-Heydt-Straße 14 geschaffen. 1932 wurde im Vergleichsverfahren ein Konkurs abgewendet und das Geschäft blühte wieder auf. 1934 trat Max Rochol in die NSDAP ein.[1]

Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Waldemar Rochol den Betrieb

Am 17. september 1973 wurde die Firma gelöscht. Das Gelände wurde an die Karstadt AG verkauft und mit dem noch heute bestehenden Parkhaus überbaut,

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Quellen und Anmerkungen

  1. Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland - NW 1102 / SBE Hauptausschuss Stadtkreis Herne NW 1102, Nr. 934 - Entnazifizierung Max Rochol , geb. 15.12.1867 (Kaufmann)