Friedrich Engeling (Pastor)
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Friedrich Engeling (geboren am 5. Juni 1848 in Bielefeld, gestorben am 3. September 1909 in Eickel) war ein evangelischer Geistlicher und langjähriger Pastor der evangelischen Kirchengemeinde Eickel.

Johann Friedrich Engeling wurde als Sohn des Schlossermeisters Friedrich Engeling und dessen ehefrau Justine geb. Becker in Bielefeld geboren.
Er besuchte das Gymnasium in Bielefeld und studierte nach seinem Abitur zu Ostern 1867 in Halle ( 2 Sem. ) , Bonn ( 1 Sem. ) ev. Theologie. Sein Examenszeit war in Münster zwischen 1870 und 1872. Nach einer kurzen Hauslehrerzeit wurde er zu Ostern 1871 vertretungsweise Rektor in Asseln.
Im Oktober 1873 wurde Engeling als Geistlicher der 2. Pfarrstelle in Eickel gewählt und eingeführt. Zusammen mit seinem älteren Amtsbruder Daniels entwickelte er das Gemeindeleben in der aufstrebennden Gemeinde Eickel aus der Kleinbürgerlich/Bäuerlich geprägten Gemeinschaft zur Industrie- und Arbeitergemeinde. Auch der Neubeu der der Johanneskirche geschah zu seinen Dienstzeiten.
Er war unter anderen in den Vorständen der Rettungsanstalt Overdyck in Bochum-Hamme, in der Schuldeputation der Gemeinde Eickel, der evangelischen Arbeiter-Vereins Eickel. Das Kinderheim Eickel entstammt seiner persönlichen Fürsorge.
Am 30. Juli 1908 wurde er von der Kreissynode Gelsenkirchen einstimmig zum Superintendenten gewählt.
Eine nicht näher bezeichnete Krankheit kurierte er im April/Mai 1909 an der Riviera aus und kehrte im Juni 1909 in seinen Dienst zurück. Er starb Anfang September an plötzlichem Herztod und wurde tief betrauert. Seine Beisetzung fand am 7. September 1909 auf dem alten Friedhof seiner Gemeinde in Eickel statt. Er teilt das Grab mit seinem Kollegen Johannes Daniels, der 17 Monate vor ihm verstorben war. Der nächste Superintendent Deutelmoser war ebenfalls nach wenigen Wochen am 21. Juni 1908 im Amt verstorben. Sein Nachfolger wurde der Pastor in Pöppinghausen Kalthoff.
Ehrungen
- 1904 Rote adler Orden IV. Klasse
- 1908 Rote Kreuz Medaille II. Klasse für seine Ehefrau.
Familie
Fridrich Engeling heiratet am 1. August 1875 in Eickel
- Caroline geb. Vieting (geb. am 1. November 1847 in Hamme; gestorben am 17. August 1934 in Essen, beerd. in Eickel)
- Kinder:
- Friedrich Georg Heinrich Engeling. * 11. Juni 1876 in Eickel, gef. am 13. Juli 1915 in Châtel-sur-Moselle, Vogesen. Bergassessor, Hauptmann d. L.
- Paul Engeling. * 18. September 1879 in Eickel; † nach 1948. Dr. jur. Landgerichtsdirektor in Essen. Vorsitzender des Kunstvereins Folkwang.[1]
- Elisabeth Engeling. * 18. September 1877 in Eickel; † 5. Oktober 1973 in Zürich; verh. 1913 mit Prof. Otto Emil Franz Ulrich Busse (1867 - 1922)
- Hulda Engeling. * 31. August 1880 in Eickel. verh. mit Bergmeister a.D. Ludwig Hoffmann (1868-1943)
- Georg Engeling. * 26. September 1886 in Eickel, gef. am 6. November 1915 in Russland.
Werke
- Ein kőstliches Ding - Ansprache von Pfarrer Engeling in Eickel, gehalten am 29. August 1909 auf dem Jahresfest der Stadtmission der Evangelischen Gesellschaft, Eickel. [2]
Verwandte Artikel
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Quelle
- ↑ Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland - NW 1005-G42 / SBE Hauptausschuss Stadtkreis Essen NW 1005-G42, Nr. 4223 - Entnazifizierung Paul Engeling , geb. 18.09.1877 (Gerichtsdirektor)
- ↑ https://www.google.de/books/edition/Ein_k%C5%91stliches_Ding/1Yv0MQAACAAJ?hl=de
