Edmund Weber (1897-1970) Oberbürgermeister
Edmund Weber (geboren 21. September 1897 in Gebesee, Thüringen; gestorben 11. Juni 1970 in Wanne-Eickel, Er war ein deutscher Kommunalpolitiker der SPD und insbesondere als langjähriger Oberbürgermeister von Wanne-Eickel bekannt.
Frühes Leben und beruflicher Werdegang
Carl Edmund Weber wurde am 21. September 1897 in der Stadt Gebesee in Thüringen als Sohn des Handarbeiters Reinhold Weber und dessen Ehefrau Luise Dönike geboren und am 24. Oktober ebd. ev. getauft und 1911 konfirmiert.[1] Weber wuchs in einfachen Verhältnissen auf und wurde nach dem Besuch der Volksschule Soldat im Ersten Weltkrieg, in dem er auch verwundet wurde. Diese Kriegsverletzungen prägten seinen weiteren Lebensweg nachhaltig.
Nach dem Krieg zog er 1919 ins Ruhrgebiet nach Wanne und arbeitete ab 1920 als Bergmann auf der Zeche „Pluto“. Dort kam er in Kontakt mit der Gewerkschaftsbewegung und der sozialistischen Arbeiterbewegung, der er sich anschloss.
Aufgrund seiner Kriegsverletzungen musste er 1932 die Arbeit im Bergbau aufgeben. Er trat bei der Volksfürsorge ein und wurde Vorsitzender der Wanne-Eickeler Ortsgruppe. Daher war es nach einer kurzen Arbeitslosigkeit und ebenso kurzen Versicherungstätigkeit bei der Volksfürsorge möglich, als Stadtangestellter sein auskommen zu finden.
Politischer Einstieg
Weber trat 1924 der SPD bei und engagierte sich zunehmend kommunalpolitisch und in der Arbeiterbewegung.
Er war außerdem im Reichsbund der Kriegsteilnehmer und Kriegsgeschädigten aktiv und gehörte dort zeitweise dem Bundesvorstand an, was seine enge Verbindung zu sozialpolitischen Themen zeigt.
Kommunalpolitische Karriere
Bereits nach dem Ersten Weltkrieg Mitglied des Rates, setzte Weber nach dem Zweiten Weltkrieg seine kommunalpolitische Tätigkeit fort. Jetzt begann Webers politische Hauptphase:
- Am 4. Dezember 1945 wurde er als Mitglied der Stadtvertretung Wanne-Eickel und am 5. März 1946 zum stellv. Oberbürgermeister gewählt.[2]
- am 2. November 1948 wurde er erstmals zum Oberbürgermeister der Stadt Wanne-Eickel gewählt und blieb bis zum 27. November 1969 in diesem Amt.
Damit war er über zwei Jahrzehnte hinweg das politische Oberhaupt der Stadt und einer der dienstältesten Oberbürgermeister seiner Zeit.
In seine Amtszeit fielen wichtige Entwicklungen:
- Wiederaufbau der Stadt nach dem Krieg
sozialpolitischer Ausbau kommunaler Strukturen
Wachstum Wanne-Eickels zur Großstadt (ab 1955 über 100.000 Einwohner)
Politische Schwerpunkte
Edmund Weber galt als Vertreter einer pragmatischen Kommunalpolitik mit starkem sozialem Fokus. Besonders wichtig waren ihm:
- soziale Fürsorge und Versorgung von Kriegsopfern
Wohnungsbau und Infrastruktur im Wiederaufbau
Stabilisierung der kommunalen Verwaltung in der Nachkriegszeit

Ehrungen und spätere Jahre
Für seine Arbeit erhielt Weber mehrere Auszeichnungen, darunter:
- Goldener Ehrenring der Stadt Wanne-Eickel (1952)
- Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland I. Klasse, 1962
- Ehrenbürgerschaft der Stadt Wanne-Eickel, 1969
- Ehrengrabstätte auf dem Waldfriedhof
- Edmund-Weber-Straße in Wanne-Eickel, 1974
Er starb 1970 kurz nach seiner politischen Laufbahn und wurde auf dem Waldfriedhof in einem Ehrengrab beigesetzt.
Bedeutung
Edmund Weber gilt als typischer Vertreter der sozialdemokratischen Kommunalpolitik im Ruhrgebiet der Nachkriegszeit. Seine lange Amtszeit und sein Beitrag zum Wiederaufbau machten ihn zu einer prägenden Figur der Stadtgeschichte von Wanne-Eickel.
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Quellen
- ↑ Reg. Nr. 45/1897
- ↑ Ruhr-Zeitung. Ausgabe D vom 9. März 1946. online auf Zeitpunkt.nrw
- ↑ [1]

