Lufthansa Boeing 787-9 (D-ABPQ) Herne

Aus Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel e. V.
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Moderne Langstreckenmaschine: Lufthansa Boeing 787-9 mit Kennung D-ABPQ

Die Boeing 787-9 Dreamliner mit der deutschen Registrierung D-ABPQ ist ein hochmodernes Langstreckenflugzeug der Lufthansa, das seit Anfang 2026 Teil der Flotte ist. Es handelt sich um einen der jüngsten Dreamliner im Betreiberbestand, der erst im Januar 2026 ausgeliefert wurde und seither im Linienverkehr eingesetzt wird.

Patenflugzeug für die Stadt Herne

Ein besonderer Aspekt von D-ABPQ ist ihre Rolle als Patenflugzeug der Stadt Herne: Laut lokalen Medien trägt die Boeing den Stadtnamen „Herne“ und symbolisiert die Verbindung zwischen der Region und der Lufthansa-Flotte. Die Übergabe und Namensführung erfolgten Anfang 2026, nachdem das Vorgängerflugzeug mit diesem Namen ausgemustert wurde.

Das Konzept der Patenflugzeuge bei Lufthansa soll lokale Städte repräsentieren und deren Namen als „Botschafter“ auf der ganzen Welt transportieren – mit dem Effekt, lokale Identität in die globale Luftfahrt zu tragen.

Eine Taufzeremonie habe es nicht gegeben, diese gebe es nur, wenn ein Städtename erstmalig vergeben wurde.

Flugzeugtyp und technische Daten

  • Hersteller: Boeing
  • Modell: 787-9 Dreamliner
  • Registrierung: D-ABPQ
  • MSN / Line Number: 66827 / LN 1198 – ein fabrikneues Flugzeug, das ab Werk an Lufthansa ging.
  • Betreiber / Airline: Lufthansa
  • Typcode: B789 (Boeing 787-9)
  • Einsatz: Internationale Langstreckenflüge ab dem Lufthansa-Drehkreuz Frankfurt am Main.

Der Boeing 787-9 ist Teil der Dreamliner-Familie – einer Generation von effizienten Langstreckenflugzeugen, die leiser, sparsamer und mit moderner Kabinentechnologie ausgerüstet ist als ältere Jets. Diese Maschinen nutzen fortschrittliche Verbundwerkstoffe für Rumpf und Tragflächen, was zu einem geringeren Gewicht und besserer Treibstoffeffizienz führt.

Einsatz im Linienverkehr

Seit der Übernahme bei Boeing in Everett (US-Bundesstaat Washington) Mitte Januar 2026 ist die D-ABPQ regelmäßig auf interkontinentalen Langstrecken unterwegs. Flüge zwischen Frankfurt und Zielen wie Mumbai (BOM) oder Rio de Janeiro (GIG) gehören zu den dokumentierten Einsätzen des Jets.

Dank ihres Betriebsschemas verbindet sie große internationale Metropolen mit dem Lufthansa-Hub in Frankfurt, oft mit der typischen Flugnummernserie LH7xx.

Die Boeing 787-9 mit der Kennung D-ABPQ ist also ein repräsentatives Beispiel für die modernisierte Langstreckenflotte der Lufthansa: technisch fortschrittlich, wirtschaftlich effizient und international eingesetzt. Als Teil der Dreamliner-Familie bietet sie Passagieren Komfort auf langen Distanzen, steht für nachhaltigere Flugtechnik und fungiert zugleich als fliegender Botschafter ihrer Patenstadt Herne.

Unfall der Lufthansa-Maschine D-ABPQ „Herne“

Am 4. Juni 2026 ereignete sich am Flughafen Frankfurt am Main ein schwerwiegender Bodenunfall mit der Maschine. Das Flugzeug sollte als Lufthansa-Flug LH450 von Frankfurt nach Los Angeles eingesetzt werden. Während der Vorbereitungen am Gate klappte das Bugfahrwerk unerwartet ein, wodurch die Flugzeugnase auf das Vorfeld absackte.

Durch den Vorfall wurden mehrere Mitarbeitende verletzt. Das Flugzeug erlitt erhebliche Schäden im Bereich des vorderen Rumpfes und des Bugfahrwerks. Der geplante Flug nach Los Angeles musste abgesagt werden.

An Bord der Boeing 787-9 Dreamliner befanden sich zum Zeitpunkt des Vorfalls ausschließlich Besatzungsmitglieder und Bodenpersonal. Die Flugzeugnase senkte sich vor dem geplanten Passagierflug nach Los Angeles auf den Boden ab. Der Flug wurde anschließend gestrichen.

Nach Angaben von Ermittlern werden die Wartungshistorie und die Systemaufzeichnungen des Flugzeugs eingehend untersucht. Darüber hinaus könnten Flugdaten früherer Einsätze ausgewertet werden, um nachzuvollziehen, wie das Fahrwerk bei vorherigen Landungen funktioniert hat.

„Die Ermittler werden das Bugfahrwerk und die zugehörigen Systeme detailliert untersuchen“, sagte Luftfahrtexperte John Goglia.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich 2021 am Flughafen London Heathrow. Laut einem Bericht der britischen Air Accidents Investigation Branch wurde dort eine Boeing 787-8 an einer Parkposition gewartet, als das Bugfahrwerk während eines Tests eingefahren wurde. Dadurch sank die Flugzeugnase auf den Boden. Die Untersuchung ergab, dass ein Sicherungsstift, der das Einfahren verhindern sollte, falsch positioniert worden war. Infolgedessen konnte das Fahrwerk trotz vorhandener Sicherungssysteme einklappen.

Die Boeing 787 Dreamliner ist ein zweistrahliges Langstreckenflugzeug, das seit 2011 im kommerziellen Einsatz steht. Die am Vorfall beteiligte Version 787-9 kann je nach Kabinenkonfiguration bis zu 296 Passagiere befördern.

In den vergangenen Jahren war das 787-Programm wiederholt von Produktionsmängeln und Problemen bei der Qualitätskontrolle betroffen. Dies führte mehrfach zu vorübergehenden Unterbrechungen der Auslieferungen.

Die Schwierigkeiten begannen 2020, als kleine Spaltmaße zwischen Rumpfsegmenten aus Kohlefaserverbundwerkstoffen festgestellt wurden. Im Zuge weiterer Untersuchungen wurden zudem Probleme an einem Druckschott im vorderen Bereich des Flugzeugs entdeckt.

Im Mai 2021 setzte Boeing die Auslieferung neuer 787-Maschinen aus, während die US-Luftfahrtbehörde die Dokumentation der Fertigungsarbeiten überprüfte.

Im Juni 2023 kündigte Boeing weitere Verzögerungen bei den Auslieferungen an. Grund waren Inspektionen von Befestigungselementen am horizontalen Stabilisator im Heckbereich des Flugzeugs. Das Unternehmen erklärte damals, dass sich das Problem auf kurzfristige Auslieferungen auswirken könne, jedoch kein Sicherheitsrisiko für bereits im Einsatz befindliche Flugzeuge darstelle.

Zu beachten ist, dass die genannten Qualitäts- und Fertigungsprobleme vor allem frühe Produktionslose der Boeing 787 betrafen. Neuere Flugzeuge und aktuelle Produktionsstandards weisen diese spezifischen Mängel nach Angaben von Boeing und den Aufsichtsbehörden nicht mehr auf.

Der Unfall erregte besondere Aufmerksamkeit in den Medien, da die Boeing 787 als modernes Langstreckenflugzeug gilt und derartige Fahrwerksversagen bei diesem Muster selten sind.

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Quellen