Erich Meyer (1900-1968) Politiker MdB: Unterschied zwischen den Versionen
Die Seite wurde neu angelegt: „__NOTOC__ Erich Meyer (*15. März 1900 in Stettin; † 9. Mai 1968 in Wanne-Eickel) war ein deutscher Politiker der SPD und von 1949 bis 1965 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er vertrat den Bundestagswahlkreis Wattenscheid – Wanne-Eickel bzw. später Wanne-Eickel – Wattenscheid und gehörte dem Parlament in vier aufeinanderfolgenden Wahlperioden an. {{Person | Name = Erich Meyer | Abkürzung = | Bild = Bundesarchiv B 1…“ |
|||
| Zeile 36: | Zeile 36: | ||
Erich Meyer gehörte dem Deutschen Bundestag seit dessen erster Wahlperiode 1949 bis 1965 an. |
Erich Meyer gehörte dem Deutschen Bundestag seit dessen erster Wahlperiode 1949 bis 1965 an. |
||
Er wurde im Wahlkreis Wattenscheid – Wanne-Eickel bzw. später Wanne-Eickel – Wattenscheid jeweils direkt gewählt und konnte den Wahlkreis über mehrere Legislaturperioden für die SPD sichern.<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahlkreis_Wanne-Eickel_%E2%80%93_Wattenscheid</ref> |
Er wurde im Wahlkreis 111 Wattenscheid – Wanne-Eickel bzw. später Wanne-Eickel – Wattenscheid jeweils direkt gewählt und konnte den Wahlkreis über mehrere Legislaturperioden für die SPD sichern.<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahlkreis_Wanne-Eickel_%E2%80%93_Wattenscheid</ref> |
||
Wahlkreisergebnisse (Direktmandat) |
Wahlkreisergebnisse (Direktmandat) |
||
Version vom 8. Juni 2026, 00:04 Uhr
Erich Meyer (*15. März 1900 in Stettin; † 9. Mai 1968 in Wanne-Eickel) war ein deutscher Politiker der SPD und von 1949 bis 1965 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er vertrat den Bundestagswahlkreis Wattenscheid – Wanne-Eickel bzw. später Wanne-Eickel – Wattenscheid und gehörte dem Parlament in vier aufeinanderfolgenden Wahlperioden an.
Leben
Erich Meyer erlernte nach dem Besuch der Volksschule den Beruf des Maschinenschlossers. Später war er als Redakteur tätig.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurde er 1933 politisch verfolgt und unter Polizeiaufsicht gestellt.
Nach 1945 übernahm er Aufgaben in der kommunalen Verwaltung in Hagen und arbeitete dort als Hilfsdezernent. Später war er publizistisch tätig und gab unter anderem die Zeitschrift Der Lebensabend heraus.
Zeitgenössisch wurde er aufgrund seines Engagements in der Sozialpolitik auch als „Renten-Meyer“ bezeichnet.[2]
Partei
Meyer war zunächst Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), trat jedoch 1928 zur SPD über, der er bis zu seinem Tod angehörte.[3]
Kommunalpolitik
Bereits in der späten Weimarer Republik war Meyer als Stadtverordneter in Hagen politisch aktiv. Damit gehörte er zu den frühen kommunalpolitischen Akteuren der Region, bevor er auf Bundesebene wechselte.
Bundestagsabgeordneter (1949–1965)
Erich Meyer gehörte dem Deutschen Bundestag seit dessen erster Wahlperiode 1949 bis 1965 an.
Er wurde im Wahlkreis 111 Wattenscheid – Wanne-Eickel bzw. später Wanne-Eickel – Wattenscheid jeweils direkt gewählt und konnte den Wahlkreis über mehrere Legislaturperioden für die SPD sichern.[4]
Wahlkreisergebnisse (Direktmandat)
- 1949: 41,0 %
1953: 43,3 %
1957: 47,1 %
1961: 50,7 %[5]
Damit war Meyer einer der prägenden SPD-Politiker des industriell geprägten Wahlkreises im Ruhrgebiet.
Bedeutung für Wanne-Eickel
Der Wahlkreis Wanne-Eickel – Wattenscheid war in der frühen Bundesrepublik ein klassisches Arbeiter- und Bergbaugebiet mit starker sozialdemokratischer Prägung.
Meyer vertrat diese Region in einer Phase tiefgreifenden wirtschaftlichen und sozialen Wandels, insbesondere:
- Strukturwandel im Bergbau
- Wohnungsbau im Nachkriegsruhrgebiet
- soziale Sicherungssysteme für Arbeiter und Rentner
- kommunale Infrastrukturentwicklung
Als direkter Bundestagsabgeordneter war er für viele Jahre eine der wichtigsten politischen Stimmen Wanne-Eickels auf Bundesebene.
Ende des Mandats und Tod
Erich Meyer schied 1965 aus dem Deutschen Bundestag aus.
Er starb am 9. Mai 1968 in Wanne-Eickel, wo er auch seinen Lebensmittelpunkt hatte.<[6]
Ehrungen
Großes Bundesverdienstkreuz (1965)[7]
Archive
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland, NW 1099 / SBE Hauptausschuss Stadtkreis Hagen NW 1099, Nr. 5498 - Entnazifizierung Erich Meyer , geb. 15.03.1900 (Beamter)
Literatur
- Rudolf Vierhaus / Ludolf Herbst (Hrsg.): Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages 1949–2002. München 2002.
- Bundestagsdatenhandbuch der frühen Wahlperioden
- Dokumentation Wahlkreise Bundeswahlleiter
Verwandte Artikel
Quellen
- ↑ https://www.bild.bundesarchiv.de/dba/de/search/?query=B+145+Bild-F020365-0020
- ↑ https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Meyer_(Politiker,_1900)
- ↑ https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Meyer_(Politiker,_1900)
- ↑ https://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahlkreis_Wanne-Eickel_%E2%80%93_Wattenscheid
- ↑ https://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahlkreis_Wanne-Eickel_%E2%80%93_Wattenscheid
- ↑ https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Meyer_(Politiker,_1900)
- ↑ https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Meyer_(Politiker,_1900)
- ↑ https://de.academic.com/dic.nsf/dewiki/401335/Erich_Meyer_(SPD)
- ↑ https://www.wikidata.org/wiki/Q1352849

