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Version vom 29. Januar 2026, 17:14 Uhr
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Maria König (* 5. Mai 1885 in Holsterhausen; † 11. September 1976 in Herne) war eine katholische Lehrerin, Schulpolitikerin und engagierte Frauenverbandsfunktionärin. Sie wirkte über mehrere Jahrzehnte im Volksschulwesen von Wanne und Wanne-Eickel und prägte maßgeblich das katholische Bildungs- und Vereinsleben vor Ort.
Ausbildung und beruflicher Werdegang
Maria König erhielt ihre schulische und pädagogische Ausbildung zunächst von Ostern 1900 bis Ostern 1903 am Institut der Armen Schulschwestern de Notre Dame in Arnsberg. Anschließend besuchte sie die katholische Lehrerinnenbildungsanstalt „Marienau“ bei Vallendar am Rhein. Am 31. Mai 1905 legte sie in Koblenz erfolgreich die Lehrerinnenprüfung ab.
Ihre erste Tätigkeit im Schuldienst führte sie vom 15. Juni bis 23. September 1905 auftragsweise nach Altenbochum, anschließend vom 24. September 1905 bis 7. April 1906 nach Herne. Ab dem 24. April 1906 übertrug ihr die Regierung die Verwaltung einer Schulstelle im damaligen Gemeindeschulverband Wanne. Am 10. September 1907 erhielt sie dort ihre feste Anstellung.
Seit dem 5. Mai 1917 war Maria König an der Laurentiusschule tätig. Insgesamt blickte sie auf eine über 25-jährige ununterbrochene Tätigkeit im Schuldienst der Stadt Wanne-Eickel beziehungsweise des früheren Amtes Wanne zurück.[1] Bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 1950 war sie im gesamtstädtischen Volksschulwesen beschäftigt.
Gesellschaftliches und kirchliches Engagement
Neben ihrer pädagogischen Arbeit engagierte sich Maria König intensiv im kommunalen und kirchlichen Leben. Sie war in verschiedenen Ausschüssen der Stadtverwaltung tätig, darunter in der Stadtschuldeputation und im Gesundheitsausschuss.
Im Jahr 1919 war sie Mitbegründerin des Katholischen Frauenvereins für Frauen und Mädchen, Ortsgruppe Wanne, dessen erste Vorsitzende sie über viele Jahre hinweg war. Als Mitglied und Vorsitzende des Katholischen Lehrerinnenvereins wirkte sie zudem maßgeblich an der Gründung des Katholischen Frauenbundes Wanne-Nord mit, dessen Vorsitz sie ebenfalls mehrere Jahre innehatte.
Maria König verstand die Umsetzung des katholischen Glaubens und die Verwirklichung des katholischen Erziehungsauftrages als ihre Lebensaufgabe. Zwischen 1921 und 1933 hielt sie zahlreiche schulpolitische Vorträge vor dem Katholischen Lehrerinnenverband, Vorträge zu Kultur- und Frauenfragen vor dem Katholischen Frauenbund sowie zu kulturellen und sozialen Themen vor der örtlichen Zentrumspartei, der sie bis 1933 angehörte.
Haltung in der Zeit des Nationalsozialismus
Besondere Aufmerksamkeit erregte im Jahr 1932 ihr Vortrag „Unsere Stellung zum Kulturprogramm der NSDAP“, den sie vor der Jugendgruppe der Zentrumspartei hielt. In der nationalsozialistischen Zeitung Ruhr-Echo wurde sie daraufhin öffentlich angegriffen. Trotz dieser Anfeindungen blieb Maria König ihren religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen treu.
Auszeichnungen und Tod
Für ihr kirchliches und gesellschaftliches Wirken wurde Maria König im Jahr 1945 mit dem päpstlichen Orden „Pro ecclesia et pontifice“ ausgezeichnet, einer der höchsten Ehrungen der katholischen Kirche für Laien.
Literatur
- Sandmeier/Wand-Seyer 1997, S. 71
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