Karl Striebeck

Aus Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel

Carl Striebeck (* 16. März 1865 in Sprockhövel, † 20. Juli 1929 in Herne, ± 23. Juli 1929) war ein Herner Zechenbeamter, Politiker (Zentrum) und Stadtverordneter.

Karl Striebeck
Herner Anzeiger (22.7.1929) Striebeck I.png
Herner Anzeiger (22.7.1929) Striebeck I.png
Geboren am: 16. März 1865
Geboren in: Sprockhövel
Gestorben am: 20. Juli 1929
Gestorben in: Herne
Friedhof: Südfriedhof
Titel: Obermarkscheider
Letzte Adresse: Shamrockring
Letzte Änderung: 17.04.2026
Geändert von: Andreas Janik


Carl Striebeck wurde als Sohn des Sprockhoveler Bürgers und Kaufmanns Carl Striebel und Friederica Riepelsiep geboren und am 6. April ebd. getauft[1].

Über seine Ausbildung ist nichts näheres bekannt. 1890 wohnt er als Bergschüler in Bochum-Laer. Seit 1895 stand er als Markscheider im Dienst der Hibernia AG. 1897 wohnte er auf der Bochumer Straße 19. Seit 1902 wirkte er als Leiter der Markscheider und wohnte daraufhin im Hause Shamrockring 2/4.

Als aktiver Protestand widmete er sich neben seinem Beruf und seinen öffentlichen Ämtern dem Gemeindewohl der evgl. Kirchengemeinde Herne. Er war Mitglied des Presbyteriums, des Vorstandes des ev. Krankenhauses und weiterer Einrichtungen.

Der Loge "Eiche auf roter Erde"[2] in Herne war er seit ihrer Gründung 1923 "Meister vom Stuhl".

Er gehörte den Stadtverordnetenversammlungen 1908, 1910, 1912 und 1914, sowie dem Magistrat an.

Er war Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender des "Vereins der Pioniere und Verkehrstruppen" und langjähriges Vorstandsmitglied des "Kreiskriegerverbandes Herne".

Er starb in seiner Dienstwohnung am Shamrockring 5 an einem Krebsleiden[3]. Er hinterließ seine seit dem 27. September 1890 in Wattenscheid[4] angetraute Ehefrau Laura geb. Voß (geb. 19. September 1965 in Höntrop, gestorben am 27, Dezember 1947 in Recke) und zwei Töchter Hedwig (verh. StDir Dr. Curl R. Homberger) und Else (verh. Kaufmann Hans W. Lehmhaus).

Die Beisetzung erfolgte am 23. Juli 1929 auf dem Südfriedhof Herne.

[5]

Obermarkscheider Striebecks Begräbnis.
Gestern nachmittag gegen 16 Uhr trug man bei schönstem Wetter Karl Striebecks sterbliche Hülle zu Grabe. Vom Sterbehause, Shamrock=Ring 5. bewegte sich unter ernsten Klängen und Trommelwirbel ein feierlicher Leichenzug zum Kommunalfriedhof. Im Zuge sah man Abordnungen des Kreiskriegerver­bandes und der militärischen Vereine von Herne, fer­ner den Verein der Pioniere und Verkehrstruppen deren Mitglied der Verstorbene gewesen, und den Ver­ein technischer Grubenbeamten, letztere in stattlicher Anzahl. Die Leiche wurde von Knappen in alter Bergmannstracht mit der brennenden Grubenlampe begleitet. Dem Totenwagen folgte eine riesige Zahl Leidtragender. Zwei Wagen voller Kranze und eine große Anzahl Autos mit den trauernden Angehörigen fuhren lang am hinterdrein.

Auszeichnungen

Literatur

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Quellen

  1. Vgl. Taufbuch der ev. Gemeinde Sprockhövel Nr. 51/1865
  2. Vgl.: Homepage der Loge
  3. Vgl.: Herner Anzeiger vom 22. Juli 1929. Online auf Zeitpunkt.NRW
  4. Standesamt Wattenscheid-Land Nr. 52/1890
  5. Mit KI erstelltes Beispielbild
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