Andrea Jürgens
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Andrea Jürgens [1] (geboren 15. Mai 1967 in Wanne-Eickel; gestorben 20. Juli 2017 in Recklinghausen [2]) war eine deutsche Schlagersängerin. Als in Herne geborene Künstlerin erlangte sie bereits im Kindesalter bundesweite Bekanntheit und zählt zu den bekanntesten Persönlichkeiten der Stadt im Bereich der populären Musik.
Andrea Elisabeth Maria Jürgens war das zweite Kind von Heinrich („Heinz“, 1934–2010) und Margret Jürgens (1928–2016). [3] Ihr 1955 geborener Bruder starb 2013.
Ihre Kindheit und frühe Prägung fanden in einer vom Bergbau und von der Industrie geprägten Region statt, die in den 1960er- und 1970er-Jahren das gesellschaftliche Umfeld der Stadt Herne bestimmte.
Musikalischer Durchbruch
1977 gelang Andrea Jürgens im Alter von zehn Jahren der Durchbruch mit dem Schlager „Und dabei liebe ich euch beide“. Das Lied entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Schlager der 1970er-Jahre und erreichte hohe Platzierungen in den deutschen Charts.
Der Erfolg führte zu zahlreichen Fernsehauftritten, Schallplattenveröffentlichungen sowie Konzert- und Promotionauftritten im gesamten Bundesgebiet.
Weitere Karriere
Nach dem Ende ihrer Zeit als Kinderstar setzte Andrea Jürgens ihre musikalische Laufbahn fort. In den folgenden Jahrzehnten veröffentlichte sie weitere Tonträger und blieb dem klassischen deutschen Schlager treu. Sie trat regelmäßig in Rundfunk- und Fernsehsendungen auf und war über viele Jahre hinweg Teil der deutschen Unterhaltungsmusikszene.
1988 heiratete sie ihren langjährigen Partner Ralf Stiller, mit dem sie bereits seit 1981 eine Beziehung geführt hatte. Die Ehe wurde 1994 geschieden.[4] Zuletzt lebte Jürgens in Recklinghausen. Ihr Vater Heinz fungierte bis zu seinem Tod 2010 als Manager, von 2010 bis 2014 unterstützte sie ihr damaliger Lebensgefährte Erhard Große.[5][6] Von 2014 bis Anfang August 2016 übernahm Maurice van Beek die Verantwortung für ihr Management und kümmerte sich um ihr Comeback als Sängerin. Danach war Erhard Große wieder ihr Manager.[6]
Krankheit und Tod
In den 2010er-Jahren erkrankte Andrea Jürgens schwer. Die Erkrankung führte zu längeren Unterbrechungen ihrer künstlerischen Tätigkeit. Andrea Jürgens starb am 20. Juli 2017 im Alter von 50 Jahren infolge eines akuten Nierenversagens. [7] [8]
Diskografie (Auswahl)
- Studioalben
- Und dabei liebe ich euch beide (1977)
- Weihnachten mit Andrea Jürgens (1978)
- Mama Lorraine (1979)
- Andrea Jürgens (1981)
- Japanische Boy (1982)
- Ich zeige dir mein Paradies (1984)
- Andrea (1992)
- Millionen von Sternen (1996)
- Weil du mir so fehlst (1999)
- Kompilationen (Auswahl) ==
- Meine schönsten Lieder (mehrere Ausgaben)
- Best of Andrea Jürgens
- Ihre größten Erfolge
- Bekannte Singles (Auswahl)
- Und dabei liebe ich euch beide (1977)
- Tina ist weg (1978)
- Ich bin kein Teufel (1979)
- Japanische Boy (1982)
- Playa Blanca (1999)
Wolfgang Berke
Ich vermag nicht zu beurteilen, ob Andrea Jürgens zu den Besten ihres Faches gehört. Aber zu den Fleißigsten zählt sie sicherlich. 25 Jahre ist die Schlagersängerin mittlerweile im Geschäft, jedes Jahr veröffentlichte sie mindestens eine Single, meistens waren es zwei oder drei, fast 60 dürften es inzwischen sein. Gleich mit ihrer ersten, dem Scheidungs-Rührstück „Und dabei liebe ich euch beide“, katapultierte sich die damals erst zehnjährige Schülerin aus Holsterhausen an die Spitze der Charts. Die vier nachfolgenden Singles kamen ebenfalls auf die ersten Plätze.
Seitdem hat sich bei Andrea Jürgens reichlich Edelmetall angesammelt, gekrönt von Doppel-Platin für weit über eine Million verkaufte Exemplare ihrer LP „Weihnachten mit Andrea Jürgens“. Damit toppte sie alle jemals in Deutschland erschienenen Weihnachtsalben von James Last bis Heintje, von Roy Black bis Elvis Presley. Noch heute steht sie mit ihrer erfolgreichen Weihnachtsplatte im Guinness Buch der Rekorde.
Der Eintrag geht zurück auf das Jahr 1980 und das kleine Fräulein war auf dem Zenit ihrer Karriere. Zwar kamen ihre Lieder danach immer wieder mal in die Top Ten, aber derartige Mega-Seller lassen sich nicht beliebig oft wiederholen. Anfang der 1980er Jahre war ich zufällig Zeuge, als im Postamt eine mir unbekannte Frau die Zuschriften an „Andrea Jürgens, postlagernd“ abholen wollte. Es war, wie sich herausstellte, die Mutter der Sängerin, die den Berg an Briefen tatsächlich in einem Wäschekorb abtransportierte. Respekt.
Die Sängerin Andrea Jürgens wohnt immer noch in einem Postfach in ihrer Heimatstadt, die Privatperson mittlerweile aber in Recklinghausen. Wie immer dürfte sie sich zu Weihnachten wieder freuen, schließlich verkauft sich ihre Weihnachtsplatte nach wie vor hervorragend. Und im nächsten Jahr bestimmt auch.
Der Text wurde für das Wiki redaktionell bearbeitet. Er stammt aus dem Jahr 2002
Lesen Sie auch
- 1967 (← Links)
- 15. Mai (← Links)
- 20. Juli (← Links)
- 2017 (← Links)
- Das Buch zur Stadt Wanne-Eickel (Portal) (← Links)
- Liste von Herner Personen (Wikipedia) (← Links)
Quellen
- ↑ https://www.discogs.com/artist/410335-Andrea-Jürgens
- ↑ http://www.vip.de/cms/andrea-juergens-mit-nur-50-jahren-gestorben-4120525.html Andrea Jürgens mit nur 50 Jahren gestorben. In: vip.de. 20. Juli 2017.
- ↑ http://www.online-star-news.com/pages/manual219/andrea-juergens.php Andrea Jürgens. In: online-star-news.com
- ↑ http://www.bunte.de/stars/andrea-juergens-sie-hat-schwere-jahre-hinter-sich-28894.html Andrea Jürgens – Sie hat schwere Jahre hinter sich. In: Bunte, 27. Mai 2012
- ↑ http://sascha-krause.de.tl/Boulevard_Presse-NEU.htm Presseausschnitte
- ↑ 6,0 6,1 http://www.smago.de/d/artikel/76233/ Maurice van Beek und Andrea Jürgens beenden einvernehmlich die Zusammenarbeit im Bereich Management! In: smago.de, 5. August 2016. Abgerufen am 21. Juli 2017.
- ↑ http://www.stern.de/lifestyle/andrea-juergens--ex-kinderstar-stirbt-nach-nierenversagen-7546216.html Ex-Kinderstar Andrea Jürgens stirbt mit 50 Jahren. In: stern.de, 20. Juli 2017, abgerufen am 20. Juli 2017
- ↑ https://de.wikipedia.org/wiki/Andrea_Jürgens abgerufen am 23. Juli 2017
- ↑ Aus: Das Buch zur Stadt Wanne-Eickel - Mythen, Kult, Rekorde: Eine Zeitreise durchs Herz des Ruhrgebiets, Seite 122
Andrea Jürgens

