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	<title>OPTAL-Werk Franz Kleine KG - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-07-18T07:55:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel e. V.</subtitle>
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		<title>Andreas Janik: Die Seite wurde neu angelegt: „__NOTOC__ Die OPTAL-Werk Franz Kleine KG war ein Herner Industrieunternehmen, das von 1926 bis 1985 bestand und Brillenfutterale sowie Schmucketuis herstellte. Der Firmensitz befand sich an der Beckstraße 24a bzw. im Optal-Hochhaus am Bahnhofsplatz 10 in Herne. Bekannt wurde das Unternehmen durch die Produktion der Marken OPTAL für Brillenetuis und TOPAL für Schmucketuis. Überregionale Aufmerksamkeit erlangte das Werk während de…“</title>
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		<updated>2026-07-16T15:13:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „__NOTOC__ Die OPTAL-Werk Franz Kleine KG war ein Herner Industrieunternehmen, das von 1926 bis 1985 bestand und Brillenfutterale sowie Schmucketuis herstellte. Der Firmensitz befand sich an der &lt;a href=&quot;/Beckstra%C3%9Fe&quot; title=&quot;Beckstraße&quot;&gt;Beckstraße&lt;/a&gt; 24a bzw. im Optal-Hochhaus am &lt;a href=&quot;/Bahnhofsplatz&quot; title=&quot;Bahnhofsplatz&quot;&gt;Bahnhofsplatz 10&lt;/a&gt; in Herne. Bekannt wurde das Unternehmen durch die Produktion der Marken OPTAL für Brillenetuis und TOPAL für Schmucketuis. Überregionale Aufmerksamkeit erlangte das Werk während de…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
Die OPTAL-Werk Franz Kleine KG war ein Herner Industrieunternehmen, das von 1926 bis 1985 bestand und Brillenfutterale sowie Schmucketuis herstellte. Der Firmensitz befand sich an der [[Beckstraße]] 24a bzw. im Optal-Hochhaus am [[Bahnhofsplatz|Bahnhofsplatz 10]] in Herne. Bekannt wurde das Unternehmen durch die Produktion der Marken OPTAL für Brillenetuis und TOPAL für Schmucketuis. Überregionale Aufmerksamkeit erlangte das Werk während des Arbeitskampfes von 1973, als Arbeiterinnen erfolgreich für die Zahlung einer Teuerungszulage streikten.&lt;br /&gt;
{{Firma&lt;br /&gt;
|Name=OPTAL-Werk Franz Kleine KG †&lt;br /&gt;
|Logo=Optal Werbung AB 1975.png&lt;br /&gt;
|Logobreite=400&lt;br /&gt;
|Unternehmensform=&lt;br /&gt;
|Handelsregister=&lt;br /&gt;
|Amtsgericht=&lt;br /&gt;
|Stammkapital=&lt;br /&gt;
|Grundkapital=&lt;br /&gt;
|Aktienstammdaten=&lt;br /&gt;
|Umsatz=&lt;br /&gt;
|Geschäftsführer=&lt;br /&gt;
|Vorstand=&lt;br /&gt;
|Leitung=&lt;br /&gt;
|Inhaber=&lt;br /&gt;
|Eigner=&lt;br /&gt;
|Branche=&lt;br /&gt;
|Mitarbeiter=&lt;br /&gt;
|Gründungsjahr=1926&lt;br /&gt;
|Schließung=1985&lt;br /&gt;
|Adresse=Bahnhofsplatz 15&lt;br /&gt;
|Telefon=&lt;br /&gt;
|Telefax=&lt;br /&gt;
|Mobil=&lt;br /&gt;
|Homepage=&lt;br /&gt;
|Email=&lt;br /&gt;
|lat=51.5450149131754&lt;br /&gt;
|lon=7.216969474219552&lt;br /&gt;
|lata=&lt;br /&gt;
|lona=&lt;br /&gt;
|Bild=&lt;br /&gt;
|Karte=&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung=&lt;br /&gt;
|erfasst=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Kommanditgesellschaft wurde am 1. April 1926 gegründet und am 14. April 1926 in das Handelsregister eingetragen. Persönlich haftender Gesellschafter war der Herner Kaufmann Franz Kleine (-1972) , Kommanditistin war seit 1934 seine Ehefrau Maria Kleine, geborene Degeling, mit einer Einlage von 60.000 Reichsmark. Als Einzelprokurist wurde Wilhelm Reppekus bestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1965 wurde die Gesellschaft neu strukturiert. Franz Kleine schied als persönlich haftender Gesellschafter aus und trat mit einer Kommanditeinlage von 126.000 DM als Kommanditist wieder in die Gesellschaft ein. Gleichzeitig übernahm die Franz Kleine Gesellschaft mit beschränkter Haftung die Stellung der persönlich haftenden Gesellschafterin, womit das Unternehmen faktisch als GmbH &amp;amp; Co. KG fortgeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1967 schied Franz Kleine endgültig als Kommanditist aus. Seine Ehefrau Maria Kleine wurde Gesamtrechtsnachfolgerin; ihre Kommanditeinlage wurde auf 180.000 DM erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1984 wurde die Gesellschaft aufgelöst und Maria Kleine zur Liquidatorin bestellt. Nach Abschluss der Liquidation wurde das Unternehmen am 19. Februar 1985 aus dem Handelsregister gelöscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktion und Marktstellung==&lt;br /&gt;
Das Unternehmen entwickelte sich aus einer Metallwarenfabrik zu einem auf Metall-Brillenetuis spezialisierten Hersteller. Nach zeitgenössischen Angaben galt das Werk innerhalb der feinmechanischen und optischen Industrie als größter Hersteller von Metall-Klappetuis. Nach eigenen Angaben wurden mehr als 90 Prozent der in Deutschland vertriebenen Metalletuis im Optal-Werk gefertigt und von dort aus vermarktet. Die Produktion beruhte auf einer weitgehend spezialisierten Fließbandfertigung, wodurch die Erzeugnisse sowohl hinsichtlich Qualität als auch Preis wettbewerbsfähig waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brillenetuis wurden unter der Marke OPTAL, die Schmucketuis unter der Marke TOPAL vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zerstörung und Wiederaufbau ==&lt;br /&gt;
Das dreigeschossige Fabrikgebäude am Bahnhof wurde gegen Ende des Zweiten Weltkriegs durch Bombenangriffe vollständig zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte schrittweise. Bis Ostern 1949 war das Gebäude zunächst zweigeschossig wiederhergestellt; der Wiederaufbau des dritten Obergeschosses konnte erst nach behördlicher Genehmigung abgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betriebsaufnahme verlief aufgrund der räumlichen Einschränkungen nur langsam. Am 1. April 1946 beschäftigte das Unternehmen zwölf Mitarbeitende. Bis zum 1. April 1949 stieg die Zahl auf 78 und bis zum 1. April 1950 auf 123 Beschäftigte. Zeitgenössischen Angaben zufolge bestand rund 30 Prozent der Belegschaft aus Flüchtlingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über 90 % aller Metalletuis, die auf den Markt kommen, werden hier hergestellt und auch von hier vertrieben. Die technisch hoch entwickelte Fließband-Fertigung ist im Laufe der Zeit so spezialisiert worden, dass die Etuis der Firma Franz Kleine qualitäts- und preismäßig den Markt in festen Etuis in Deutschland und z. T. im Ausland beherrschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Optal-Etui der Bundeswehr waren ein robustes Brillenetui aus Metall, das ab den 1960er Jahren für die olivgrüne Dienstbrille der Soldaten genutzt wurde. Optal stellte diese widerstandsfähigen Hardcases über Jahrzehnte hinweg für die Bundeswehr her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Export ===&lt;br /&gt;
Bereits wenige Monate nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gingen erste Anfragen aus dem Ausland ein. Der Export begann jedoch erst im Januar 1948 mit Lieferungen in die Schweiz. In den folgenden Jahren weitete das Unternehmen seine Auslandsgeschäfte kontinuierlich aus. Nach der Währungsreform verbesserten hochwertigere Rohstoffe die Produktqualität zusätzlich. Bereits 1949 wurden OPTAL-Brillenetuis wieder weltweit – mit Ausnahme der Ostblockstaaten – exportiert. Zu den wichtigsten Absatzmärkten gehörten neben europäischen Ländern insbesondere Südamerika, Kanada, Britisch-Westindien, Südafrika, Pakistan, Indien, Indonesien und die Türkei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung als Arbeitgeber ==&lt;br /&gt;
Das OPTAL-Werk gehörte über Jahrzehnte zu den mittelständischen Industriebetrieben der Stadt Herne. Es beschäftigte zahlreiche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus der Region und bot regelmäßig Ferienarbeitsplätze für Schülerinnen und Schüler an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Produktion war insbesondere im Bereich der Endmontage durch einen hohen Anteil manueller Arbeit geprägt.&lt;br /&gt;
== Soziale Einrichtungen ==&lt;br /&gt;
Bereits 1938 richtete das Unternehmen eine betriebliche Unterstützungskasse ein, die Beschäftigten in Krankheits-, Sterbe- und sonstigen Notfällen finanzielle Beihilfen gewährte. Nach der Währungsreform wurde das Vermögen der Kasse stark entwertet, sodass weitere Unterstützungsleistungen unmittelbar durch das Unternehmen finanziert wurden. 1953 wurde dazu eine &amp;quot;Franz-Kleine-Stiftung Unterstützungskasse der Optal-Werke&amp;quot; gegründet. (VR 7). (Aufgelöst am 19. Dezember 1975)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitskampf von 1973 ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1973 wurde das Unternehmen im Zusammenhang mit den bundesweiten Preissteigerungen und Arbeitskämpfen bekannt. Beschäftigte des Werkes – überwiegend Frauen – organisierten einen eigenständigen Streik zur Durchsetzung einer Teuerungszulage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Arbeitskampf wurde von linken politischen Gruppen unterstützt und gilt als Beispiel für die zunehmende Selbstorganisation weiblicher Industriearbeiterinnen während der sogenannten „wilden Streiks“ der frühen 1970er Jahre. Ein Kern von etwa 30 Arbeiterinnen setzte schließlich erfolgreich die Zahlung einer Teuerungszulage durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Streik wird in Untersuchungen zur Geschichte der Frauen- und Arbeiterbewegung der Bundesrepublik als Beispiel betrieblicher Selbstorganisation angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
Das OPTAL-Werk Franz Kleine KG gehörte zu den zahlreichen mittelständischen Unternehmen, die neben Bergbau, Maschinenbau und Stahlindustrie die Wirtschaftsstruktur Hernes prägten. Während die Großindustrie das wirtschaftliche Bild der Stadt bestimmte, stand das Unternehmen für die Herstellung spezialisierter Konsumgüter mit einem vergleichsweise hohen Anteil handwerklicher Fertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Einstellung des Betriebes im Jahr 1984 endete die fast 60-jährige Unternehmensgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
;Jahr	Ereignis&lt;br /&gt;
*1926	Gründung der OPTAL-Werk Franz Kleine KG&lt;br /&gt;
*1926	Eintragung in das Handelsregister&lt;br /&gt;
*1965	Umwandlung zur GmbH &amp;amp; Co. KG&lt;br /&gt;
*1967	Maria Kleine wird alleinige Kommanditistin&lt;br /&gt;
*1973	Streik der Arbeiterinnen für eine Teuerungszulage&lt;br /&gt;
*1984	Auflösung der Gesellschaft&lt;br /&gt;
*1985	Löschung aus dem Handelsregister&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
*Handelsregister des Amtsgerichts Herne, OPTAL-Werk Franz Kleine KG, HRA (Eintragungen 1926–1985).&lt;br /&gt;
*Zeitgenössische Presseberichte zum Arbeitskampf bei den OPTAL-Werken (1973).&lt;br /&gt;
*Literatur zur Geschichte der Frauen- und Arbeiterbewegung in der Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{janik}}&lt;br /&gt;
==Verwandte Artikel==&lt;br /&gt;
{{Spezial:Linkliste/{{PAGENAME}}|Limit:500|namespace=0}}&lt;br /&gt;
== Anmerkungen/Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Herne)|OPa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen|Opa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas Janik</name></author>
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