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	<title>Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Portal DGB-Geschichtswerkstatt</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Arndt: &lt;/p&gt;
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&amp;lt;!-- Willkommen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;Dieses &#039;&#039;&#039;Themenportal&#039;&#039;&#039; ist eine inhaltliche Startseite der &#039;&#039;&#039;DGB Geschichtswerkstatt Herne&#039;&#039;&#039; - sie befindet sich zur Zeit noch im Aufbau.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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|Text=[[Bild:Kameraden.jpeg{{!}}right{{!}}x50px]]&lt;br /&gt;
*[[Gründung des ersten Gewerkschaftskartells in Herne]]&lt;br /&gt;
*[[Herner ver.di-Vorläufer]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Portalbox&lt;br /&gt;
|Titel=Der Kapp-Lüttwitz-Putsch&lt;br /&gt;
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*[[Kapp-Lüttwitz-Putsch und Märzrevolution 1920]]&lt;br /&gt;
*[[Gustav Breuning]]&lt;br /&gt;
*[[Gustav Sotter und Franz Winkel]]&lt;br /&gt;
*[[Rochus Steinert]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Arndt</name></author>
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		<title>Portal DGB-Geschichtswerkstatt</title>
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		<updated>2016-04-17T19:04:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arndt: &lt;/p&gt;
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&amp;lt;!-- Willkommen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{{Portalbox&lt;br /&gt;
|Titel=Geschichte und geschichtliches&lt;br /&gt;
|Text=[[Gründung des ersten Gewerkschaftskartells in Herne]] • [[Herner ver.di-Vorläufer]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Portalbox&lt;br /&gt;
|Titel=Der Kapp-Lüttwitz-Putsch&lt;br /&gt;
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		<author><name>Arndt</name></author>
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		<id>https://wiki.hv-her-wan.de/w/index.php?title=Herner_ver.di-Vorl%C3%A4ufer&amp;diff=24042</id>
		<title>Herner ver.di-Vorläufer</title>
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		<updated>2016-04-17T19:03:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arndt: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;lt;div style=&amp;quot;{{Spaltenbreite|30em}};background-color:#F2F2F2;border-style: outset; margin-bottom:1em; padding:1.2em 2.8em 1.2em 2.8em;font-size:15px;text-align:…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div style=&amp;quot;{{Spaltenbreite|30em}};background-color:#F2F2F2;border-style: outset; margin-bottom:1em; padding:1.2em 2.8em 1.2em 2.8em;font-size:15px;text-align:justify&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Arbeitszeiten von 16 bis 20 Stunden==&lt;br /&gt;
Am 26. August 1905 wurde in Wanne eine Verwaltungsstelle des &amp;gt; Zentralverbandes der Handels-, Transport- u. Verkehrsarbeiter&amp;lt; gegründet. 4 Pioniere der Herner Gewerkschaftsbewegung ließen sich von der Erkenntnis leiten, dass auf sich allein gestellt, der einzelne nichts vermag. Erst der solidarische Zusammenschluss in freien Gewerkschaften und das gemeinsame Eintreten für soziale Gerechtigkeit eröffnet dem wirtschaftlich Schwachen den Weg, unwürdige Abhängigkeiten zu überwinden und lebenswürdige Arbeitsbedingungen zu schaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auseinandersetzung um kürzere Arbeitszeiten, um Löhne von denen man leben kann, der Kampf um das uneingeschränkte Koalitionsrecht freier Gewerkschaften und die Tarifautonomie, gegen Willkür und um Mitbestimmung, gegen Heuern und Feuern, für wirksamen Kündigungsschutz , für Arbeitnehmerrechte und die Würde der abhängig Beschäftigten hat auch in Herne eine lange Tradition. Die Geschichte der Herner Gewerkschaftsbewegung ist begleitet von großartigen Erfolgen, aber auch von herben Rückschlägen und Niederlagen. Die Anfänge waren opferreich und schwierig, der bisherige Weg nicht immer einfach. Heute werden die Errungenschaften der Gewerkschaften von Arbeitgebern und einer Allparteienkoalition wieder angegriffen und in Frage gestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehr und Handel wuchsen mit der Industriealisierung==&lt;br /&gt;
In Folge der Industrialisierung und der Ausweitung des Bergbaus in Herne und Wanne-Eickel waren im vergangenen Jahrhundert die Verkehrswege auf Schiene, Kanal und Straße im Ruhrgebiet nahezu explosionsartig erweitert worden. Seit den 1870er Jahren wuchs die Bedeutung Wannes durch den schnellen Ausbau der Eisenbahn als Verkehrsknotenpunkt für den Personen- und Güterverkehr. Bereits im Juli [[1872]] wurde der neue Güter- und Personenbahnhof als &amp;gt;Wanne-Eickel Hauptbahnhof&amp;lt; eröffnet. &amp;lt;ref&amp;gt;75 Jahre Straßenbahn Herne-Castrop-Rauxel / S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Zustrom an Arbeitskräften bewirkte ein rasantes Wachstum der bisher eher dörflich strukturierten Ortschaften unserer Region. Die Einwohnerzahl von Herne stieg von 1871 bis 1910 von 5.765 auf 57.147 Personen. Im Wanne-Eickeler Raum wuchs die Einwohnerzahl im gleichen Zeitraum von 6.889 auf 86.521 Personen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Clarke 1991]]&amp;lt;/ref&amp;gt; So wuchs nach der Jahrhundertwende auch der Bedarf nach einem Ausbau des innerstädtischen und städteübergreifenden Personennahverkehrs. In der Folge wurde am [[1. August]] [[1905]] auch die &amp;gt;Straßenbahn Herne-Sodingen&amp;lt;, eine Vorläufergesellschaft der heutigen HCR, gegründet. &amp;lt;ref&amp;gt;75 Jahre Straßenbahn Herne-Castrop-Rauxel /Chronik / S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November [[1894]] hatte die erste elektrische Straßenbahn zwischen Bochum und Herne den bis dahin florierenden Pferdebus abgelöst. Obwohl die 15-Minuten-Fahrt stattliche 50 Pfennige kostet (ein Bergmann verdiente seinerzeit 3 Mark am Tag) erfreut sich die &amp;quot;Elektrische&amp;quot; wachsender Beliebtheit. 14 Monate nach der ersten Fahrt erfolgt dann am [[13. Januar]] [[1896]] die Gründung der &amp;gt;Bochum-Gelsenkirchener-Straßenbahnen AG&amp;lt; (BoGeStra). &amp;lt;ref&amp;gt;BOGESTRA- Die ersten Jahre 1894 - 1945 / S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ständig wachsenden Städten des Reviers stieg ebenso der Bedarf an Gütern für den täglichen Bedarf wie Lebensmittel, Textilien, Möbel und Konsumgüter, die in einer zunehmenden Zahl von Geschäften und Warenhäusern von einer wachsenden Anzahl von Handelsbeschäftigten vertrieben wurden. &amp;lt;ref&amp;gt;[[Harenberg 1987]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Handel und Transportgewerbe waren um die Jahrhundertwende hundsmiserabel und nahezu gänzlich von der Willkür ihrer Arbeitgeber abhängig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handelshilfsarbeiter==&lt;br /&gt;
Der Beruf des Handelshilfsarbeiters ging ursprünglich auf den Hausknecht oder Dienstboten zurück, die der Gesindeordnung unterstanden und deren körperliche Züchtigung durch den&lt;br /&gt;
Arbeitgeber noch bis weit in die 1890er Jahre nicht unter Strafe stellte. Allmählich entwickelte sich der Hausdiener zum Geschäftsdiener oder Markthelfer, der häufiger im kaufmännischen Betrieb als im Haushalt des Chefs tätig war. Alle drei Berufe wurde schließlich unter dem Begriff &amp;gt;Handelshilfsarbeiter&amp;lt; zusammengefasst. Nach und nach wurden sie als &amp;gt;Gewerbegehilfen&amp;lt; angesehen und unterstanden somit der Gewerbeordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tägliche Arbeitszeit betrug 12 bis 16 Stunden, konnte aber während der Saison zeitweise Zeitweise auch 20 Stunden überschreiten. Selbst die späteren, unzureichenden kaiserlichen Anordnungen über die &amp;gt;kaufmännische Sonntagsruhe&amp;lt; wurden von den Geschäftsinhabern häufig missachtet und unterlaufen. So mussten Handelshilfsarbeiter an Sonntagen Arbeiten in der Wohnung der Chefs verrichten, hinter verschlossenen Jalousien im Laden weiterarbeiten oder Pakete bei Kunden abliefern. Heuern und Feuern war im Handelsgewerbe der damaligen Zeit an der Tagesordnung, was unter dieser Beschäftigtengruppe zu überdurchschnittlicher Arbeitslosigkeit führte. Die hohe Arbeitslosigkeit drückte den Lohn, man konnte froh sein über eine Anstellung für 18 Mark pro Monat plus Kost und Logis. Wer nicht bei seinem Arbeitgeber wohnte und nicht von ihm beköstigt wurde, bekam 9 bis 21 Mark in der Woche, in seltenen Fällen 24 Mark. Die Laufburschen, die eine fast genauso lange Arbeitszeit hatten, erhielten wöchentlich 1,50 bis 9 Mark. Bei diesen niedrigen Löhnen und der langen Arbeitszeit war es unmöglich, ein geregeltes Familienleben zu führen. Der Beruf des Handelshilfsarbeiters galt vielen als letzte Chance, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Deshalb ließen sie sich vom Arbeitgeber eine Menge gefallen. &amp;lt;ref&amp;gt;Gewerkschaft ÖTV/ANFÄNGE /Zentalorganisation der Gemeinde-u.Transportarbeiter / Stuttgart 1986/S. 27 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Straßenbahner==&lt;br /&gt;
In den Arbeitsverträgen der Straßenbahner war in der Regel die Pflicht formuliert, &amp;gt; treu und gehorsam &amp;lt; zu sein. Diese Klausel glich der bei Dienstboten üblichen Regelung. Sie lebte fort in der Bezeichnung &amp;gt;Straßenbahnbedienstete&amp;lt;. Es galt für die Straßenbahner der Grundsatz, mit einem oder verschiedenen Wagen am Tag so viele Touren zu fahren wie nur irgend möglich. Dazu kamen Arbeiten vor Beginn und nach Ende der Fahrzeit, wie Wagenschieben, An- und Abspannen, Fahrgeld berechnen und anderes mehr. Häufig war eine  durchschnittliche, tägliche Arbeitszeit von 12 Stunden arbeitsvertraglich vereinbart. Die tatsächliche Arbeitszeit lag vielfach darüber. Über die Entlohnung der Wagenführer gibt eine Statistik Auskunft, die für eine 1905 veröffentlichte Schrift über die deutschen Straßenbahner und ihre Arbeitsverhältnisse zusammengestellt wurde. Danach erhielten Wagenführer brutto zwischen 2,40 Mark pro Tag in Halle/Saale und 140 Mark pro Monat in Frankfurt/a.Main. Davon abzuziehen waren die obligatorischen staatlichen Versicherungsbeiträge, Bekleidungskosten, Strafgelder und ähnliches. Die Schaffner verdienten meist weniger als die Wagenführer, doch bekamen sie Trinkgeld, dass aber nicht selten zwischen Schaffner und Wagenführer aufgeteilt wurde. Besonders ausgeklügelt war bei Straßenbahnunternehmen das System der Geldstrafen. Sie wurden fällig für die verschiedensten Verfehlungen, festgelegt in Dienststrafgesetzbüchern, die mit bürokratischer Hingabe zusammengestellt waren. Selbst erfahrene Straßenbahner kamen leicht auf fünfzig Dienstvergehen pro Jahr. Die daraus resultierenden Lohnabzüge führten zu empfindlichen Kürzungen des knapp bemessenen Straßenbahnerlohnes. In der Regel hatte der Schaffner den Wagenführer zu kontrollieren und jeden Vorfall zu melden. Tat er das nicht, wurde auch er bestraft. &amp;lt;ref&amp;gt;Gewerkschaft ÖTV/ANFÄNGE/ebenda/ S. 37 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kutscher==&lt;br /&gt;
Die um die Jahrhundertwende im Fuhrwerksgewerbe Beschäftigten können in drei Gruppen Gegliedert werden: Erstens die Kutscher von Personenfuhrwerken, vor allem von öffentlichen Omnibussen, Postwagen und Droschken, zweitens die Kutscher von schweren Lastfuhrwerken wie Möbel-, Müll- und Speditionskutschen und drittens die Stall-Leute. Die Arbeitszeit der Omnibuskutscher war extrem lang. Nach einem Gutachten des kaiserlichen Gesundheitsamtes aus dem Jahre 1908 arbeiteten 83 % von ihnen im Sommer wie im Winter länger als 16 Stunden und 92,8 % länger als 14 Stunden am Tag. Das Gehalt der Omnibuskutscher betrug in den ersten beiden Jahren 90 Mark monatlich und stieg in bestimmten Jahresabständen bis auf 125 Mark an. Hinzu kam bei älteren Kutschern ein Weihnachtsgeld von 55 bis 75 Mark - und bei jahrelanger, einwandfreier Führung zu Weihnachten noch eine Prämie von 50 bis 100 Mark. Schaffner erhielten mit 85 bis 100 Mark im Monat einen geringeren Grundlohn. Die Differenz sollte durch Trinkgelder ausgeglichen werden. In Fuhrwerksbetrieben kam es - besonders in Folge der langen Arbeitszeiten - zu mehr Unfällen als in allen anderen gewerblichen Bereichen, Bergbau, Steinbruch und Baugewerbe eingeschlossen. Schlicht unmenschlich waren die Arbeitsbedingungen der Stall-Leute. Ihr Dienst begann häufig um 5 Uhr morgens mit dem Abreiben der Pferde und endete mit ihrer Verpflegung für die Nacht gegen 24 Uhr. Während der Arbeitszeit wurden Stall-Leuten nur knapp drei Stunden Pause gewährt, in der sie selten Ruhe zum Schlafen fanden. Außer an den zwei freien Tagen im Monat waren sie – wenn sie nicht zu einem schnellen Mittagessen nach Hause gingen - 19 Stunden im Depot. In aller Regel waren die Pferde besser versorgt wie die Stall-Leute. &amp;lt;ref&amp;gt;Gewerkschaft ÖTV/ANFÄNGE/ebenda/ S. 30 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erste lokale Organisationen==&lt;br /&gt;
Die schlechten Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Handel und im Transportgewerbe hatten dazu geführt, dass sich bereits in den 1880er Jahren überall in Deutschland lokale Gewerkschaftsorganisationen dieser Berufsgruppen herausbildeten. Diese schlossen sich im Ergebnis eines außerordentlichen Berufskongresses zu Weihnachten 1896 in Altenburg zum &amp;gt;Zentralverband der Handels-,Transport- und Verkehrsarbeiter Deutschlands&amp;lt; zusammen, der mit Sitz in Berlin am 1. Januar 1897 seine Tätigkeit aufnahm. Diese Zentralorganisation hatte aber noch provisorischen Charakter, da noch eine beträchtliche Anzahl lokaler Gewerkschaftsorganisationen (die sogen. &amp;gt;Lokalisten&amp;lt;) zunächst nicht bereit waren, ihre Autonomie aufzugeben und sich in einem gemeinsamen Dachverband zusammenzuschließen. Nach manchen Auseinandersetzungen und langen Verhandlungen konnte diese Spaltung aber mit dem 1. Juli 1900 überwunden werden. &amp;lt;ref&amp;gt;ÖTV-Die Geschichte einer Gewerkschaft / Stuttgart 1964 / S. 73&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz bescheidener Mittel hatte man – zum erstenmal – eine Statistik über die Arbeitszeit der Mitglieder hergestellt, ebenso eine Lohnstatistik, aus der sich ergab, dass der Durchschnittslohn 17,12 Mark pro Woche oder 21,2 Pfennig pro Stunde betrug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schwierige Anfänge==&lt;br /&gt;
Der beschrittene Weg zur Schaffung einer einheitlichen, schlagkräftigen Gewerkschaft sowie die Erlangung der Koalitionsfreiheit und des Streikrechts gestaltete sich bei den Beschäftigten des Handels-, Transport- und Verkehrsgewerbes schwieriger als in anderen Gewerkschaften. Ein nicht geringer Teil der Mitglieder der damaligen Organisationen der Hausdiener, Fuhrleute, Handelsdiener usw. unterstand noch der feudalistischen Gesindeordnung. Die Gesindeordnungen der einzelnen Länder bedrohten den „Ungehorsam gegen rechtmäßige Befehle der Dienstherrschaft“, den nicht rechtzeitigen Antritt des Dienstes und dessen widerrechtliches Verlassen mit Geld- und Haftstrafen. Man kann sich unschwer vorstellen, dass Arbeitnehmer, die derartigen Rechtsvorschriften unterstanden, die außerdem das Klassenbewustsein und die Solidarität der Industriearbeiterschaft im Großbetrieb nie kennengelernt hatten, für die gewerkschaftliche Organisation nur schwer zu gewinnen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Arbeitskämpfen waren sie mehr als ihre Kollegen in Bergwerken und Fabriken auf die Gesetzgebung und die öffentliche Meinung angewiesen. Das Verständnis der Öffentlichkeit brauchten sie besonders bei ihren Kämpfen um die Sonntagsruhe und um die Ladenschlusszeiten, den Gesetzgeber bei ihren Bestrebungen, sich der Fesseln der Gesindeordnung zu entledigen und ihnen ein uneingeschränktes Koalitionsrecht (d.h. das Recht, Gewerkschaften zu bilden und sich solchen anschließen zu dürfen) zu ermöglichen. Das Koaltionsrecht der Handels- und Transportarbeiter wurde dann auch erst im Ergebnis der Novemberrevolution von 1918 durchgesetzt. So klein die Mitgliedschaft und so dürftig ihre Finanzen waren, konnten doch bereits erste, organisierte Lohnbewegungen bestritten werden. Eine große Zahl von Streiks ging aber noch verloren, obwohl die Forderungen höchst bescheiden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Glänzender Aufstieg==&lt;br /&gt;
Allen Widrigkeiten zum Trotz konnte im Mai 1905 die 4. Generalversammlung des Gewerkschaftsverbandes endlich von einem „glänzenden Aufstieg“ sprechen. Die Mitgliederzahl war auf 44.400 gestiegen. Die Verwaltungsstellen hatten sich von 106 auf 194 vermehrt. Nur ein gutes Jahr später, Ende 1906 war die Mitgliedschaft auf 81.000 und die Zahl der Verwaltungsstellen auf 257 angestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichwohl war die Mitgliedschaft räumlich sehr ungleichmäßig verteilt. Mehr als 44 % der Mitglieder kamen allein aus Berlin. In den übrigen Großstädten sah es mit der Organisation noch kümmerlich aus. In den westfälischen Städten Bochum, Dortmund, Essen, Gelsenkirchen usw. waren von etwa 40.000 erfassbaren Berufsangehörigen nur 750 in der Organisation als Mitglieder eingeschrieben. Dies lag nicht zuletzt am hohen Anteil, zugezogener Arbeiter polnischer Abstammung und auch am Einfluss hiesiger, christlicher Gewerkschaftsverbände. So zählte der freigewerkschaftliche Zentralverband zu dieser Zeit in Essen 205, in Düsseldorf 124, in Dortmund 22 und in Bochum ganze 6 Mitglieder. &amp;lt;ref&amp;gt;ÖTV-Die Geschichte einer Gewerkschaft / Stuttgart 1964/S. 110/111&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer ersten, vom Sozialistengesetz 1878 behinderten Gründung eines allgemeinen, &amp;gt;sozialdemokratischen Gewerkschaftsvereins&amp;lt; erfuhr die Herner Arbeiterbewegung ab [[1890]] neuen Auftrieb. Infolge der zunehmenden Industrialisierung und des massenhaften Zustroms von Arbeitskräften verschärften sich in Herne und Wanne-Eickel die sozialen und politischen Konflikte zwischen Arbeitern und Arbeitgebern. Insbesondere die großen Bergarbeiterstreiks von [[1889]], [[1899]] und [[1905]] waren wesentlicher Anstoß und hatten nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung der Herner Gewerkschaftsbewegung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bergarbeiterbewegung wirkte stimulierend==&lt;br /&gt;
Nach dem Generalstreik der Bergarbeiter von 1898 hatten sich in Herne Ortsverbände des sozialdemokratischen Bergarbeiterverbandes und des katholischen, &amp;gt;Christlichen Gewerkvereins&amp;lt; etabliert. [[1896]] hatte sich ein erster sozialdemokratischer &amp;gt;Volksbildungsverein für Herne und Umgebung&amp;lt; gegründet. Am [[8. April]] [[1900]], nach Aufhebung des Verbindungsverbots für politische Vereinigungen in Preußen wurde in Herne die SPD gegründet. Am [[3. August]] [[1901]] gründete sich ein Herner Ortsverein des &amp;gt;Verband der deutschen Buchdrucker&amp;lt;, (ebenfalls einer Vorläuferorganisation von ver.di). [[1903]] wurde in Herne eine Verwaltungsstelle des Deutschen Metallarbeiterverbandes (DMV) gegründet und die Sozialdemokraten stärkste Partei in der Stadt. &amp;lt;ref&amp;gt;[[Clarke 1991]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere der große Bergarbeiterstreik (Dezember 1904 bis 9.Februar 1905) für den Achtstundentag, höhere Löhne, besseren Arbeitsschutz und Anerkennung der Gewerkschaften, der alle Schachtanlagen in Herne und Wanne-Eickel einbezog und schließlich zu einem politischen Streik auswuchs, brachte das gewachsene Selbstvertrauen der jungen Arbeiterbewegung zum Ausdruck und wirkte auch auf andere Berufsgruppen stimulierend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==26.August 1905: Gründung der Verwaltungsstelle Wanne==&lt;br /&gt;
So kommt es schließlich, vor über 100 Jahren, am [[26. August]] [[1905]], in Wanne zur Gründung einer Verwaltungsstelle des &amp;gt;Zentralverbandes der Handels-, Transport – und Verkehrsarbeiter&amp;lt; mit zunächst 4 Mitgliedern. &amp;lt;ref&amp;gt;Zentralverband der Handels-,Transport- und Verkehrsarbeiter Deutschlands/Rechenschaftsbericht 1907/S.92&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur langsam geht die Organisationsentwicklung voran. Das Jahrbuch des Zentralverbandes für 1909 weist einen Bestand von gerade mal 8 Mitgliedern aus. Die durchschnittliche Arbeitszeit der Mitglieder betrug 14,8 Stunden/Tag bei einem durchschnittlichen Wochenlohn von 23,62 Mark und einem Stundenlohn von 26,6 Pfennigen. &amp;lt;ref&amp;gt;Deutscher Transportarbeiterverband / Jahrbuch 1909/ S. 53&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte des &amp;gt;aufrechten Ganges&amp;lt;==&lt;br /&gt;
Handels- und Transportarbeiter und die Arbeiter aus Gasanstalten (den Vorläufern der heutigen Stadtwerke)sowie die &amp;gt;Gemeindearbeiter&amp;lt; bildeten den Kern des 1929/30 gegründeten &amp;gt;Gesamtverband der Arbeitnehmer der öffentlichen Betriebe und des Personen- und Warenverkehrs&amp;lt;. Sie nahmen damit weitgehend die Strukturen vorweg, in deren Rahmen sich nach 1945 - nun als Einheitsgewerkschaft aus Arbeitern, Angestellten und Beamten – die Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 2001 fanden u.a. die Mitglieder von ÖTV und der Gewerkschaft &amp;gt;Handel, Banken und Versicherungen&amp;lt; (HBV) sowie der Deutschen Angestelltengewerkschaft (DAG) in ver.di wieder zusammen. Gemeinsam können sich die heutigen Gewerkschafter aus dem Groß- und Einzelhandel sowie dem Transport- und Verkehrsgewerbe unserer Stadt auf jene mutigen Pioniere berufen, die vor über 100 Jahren, unter schwierigsten Bedingungen den aufrechten Gang wagten. Die ver.di-Mitglieder im Handel z.B. bei Karstadt, Sinn-Leffers, Hornbach, bei der HCR, der WHE und im privaten Speditionsgewerbe &amp;gt;stehen auf den Schultern&amp;lt; ihrer mutigen Vorkämpfer. Mit berechtigtem Stolz auf das Erreichte können sie sich in die Tradition unserer Gewerkschaft stellen. &amp;lt;ref&amp;gt;&amp;gt;Zentralverband der Handels-, Transport- u. Verkehrsarbeiter&amp;lt; beginnt am 26. August 1905 mit 4 Mitglieder - Geschichte des aufrechten Ganges von Norbert Arndt&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwandte Artikel==&lt;br /&gt;
{{Spezial:Linkliste/{{PAGENAME}}|Limit:500|namespace=0}}&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DGB-Geschichtswerkstatt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arndt</name></author>
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		<id>https://wiki.hv-her-wan.de/w/index.php?title=Portal_DGB-Geschichtswerkstatt&amp;diff=24033</id>
		<title>Portal DGB-Geschichtswerkstatt</title>
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		<updated>2016-04-17T17:48:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arndt: &lt;/p&gt;
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&amp;lt;!-- Willkommen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;Dieses &#039;&#039;&#039;Themenportal&#039;&#039;&#039; ist eine inhaltliche Startseite der &#039;&#039;&#039;DGB Geschichtswerkstatt Herne&#039;&#039;&#039; - sie befindet sich zur Zeit noch im Aufbau.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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|Text=[[Gründung des ersten Gewerkschaftskartells in Herne]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Arndt</name></author>
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		<updated>2016-04-17T17:47:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arndt: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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|Titel=Geschichte und geschichtliches&lt;br /&gt;
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|Titel=Der Kapp-Lüttwitz-Putsch&lt;br /&gt;
|Text=[[Kapp-Lüttwitz-Putsch und Märzrevolution 1920]] • [[Rochus Steinert]] • [[Gustav Sotter und Franz Winkel]] • [[Gustav Breuning]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arndt</name></author>
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		<id>https://wiki.hv-her-wan.de/w/index.php?title=Gustav_Breuning&amp;diff=24031</id>
		<title>Gustav Breuning</title>
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		<updated>2016-04-17T17:46:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arndt: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;lt;div class=&amp;quot;inhalt&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#F2F2F2;border-style: solid; margin-bottom:1em; padding:1.2em 6.8em 1.2em 6.8em;font-size:17px;max-width:650px;text…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;inhalt&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#F2F2F2;border-style: solid; margin-bottom:1em; padding:1.2em 6.8em 1.2em 6.8em;font-size:17px;max-width:650px;text-align:justify&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Gustav Breuning_DGB-Archiv.jpeg|200px|thumb|Grab von Gustav Breuning&amp;lt;ref&amp;gt;Das Bild stammt aus dem Archiv des DGB.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gustav Breuning&#039;&#039;&#039; (* 22. Juni 1900, gestorben am 29. März 1920 in Hullern) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Breuning starb am 29.März 1920 in Hullern in der Nähe von Haltern. Es war der erste Tag einer erneuten Massenstreikwelle, diesmal gegen ein Ultimatum der Reichswehrtruppen unter General von Watter aus Münster. Offenbar war Breuning daran beteiligt einen Panzerzug der Reichswehr anzugreifen und mit Erfolg kampfunfähig zu machen. Die Arbeiter sollten ihre Waffen &lt;br /&gt;
an die putschtreuen Truppen übergeben. Da sie sich weigerten, wurden sie von der Reichswehr angegriffen und niedergemacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Herner Anzeiger berichtet am 7. April 1920:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Ein weiteres Opfer&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den Kämpfen bei Hullern am vergangenen Donnerstag ist auch ein gewisser G.Breuning, der in der [[Bergstraße]] wohnte, auf Seiten der Rotgardisten gefallen. Er wurde gestern Nachmittag hierselbst in aller Stille begraben. &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwandte Artikel==&lt;br /&gt;
{{Spezial:Linkliste/{{PAGENAME}}|Limit:500|namespace=0}}&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DGB-Geschichtswerkstatt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Herne)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arndt</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.hv-her-wan.de/w/index.php?title=Kapp-L%C3%BCttwitz-Putsch_und_M%C3%A4rzrevolution_1920&amp;diff=24030</id>
		<title>Kapp-Lüttwitz-Putsch und Märzrevolution 1920</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.hv-her-wan.de/w/index.php?title=Kapp-L%C3%BCttwitz-Putsch_und_M%C3%A4rzrevolution_1920&amp;diff=24030"/>
		<updated>2016-04-17T17:46:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arndt: /* (Fast) vergessenes Ehrenmal wurde vor 90 Jahren in Herne eingeweiht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div style=&amp;quot;{{Spaltenbreite|35em}};background-color:#F2F2F2;border-style: outset; margin-bottom:1em; padding:1.2em 2.8em 1.2em 2.8em;font-size:15px;max-width:1200px;text-align:justify&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Einweihung-Gedenkmal-Sammlung G Kennert.jpeg|200px|mini|1. Mai 1921: Feierliche Einweihung der Gedenkstätte auf dem Wiescherfriedhof. Foto: Sammlung Günter Kennert / Herne]] [[Datei:Gewidmet den März-Gefallenen.jpeg|200px|mini|]] [[Datei:Gedenkstein-DGB-Archiv.jpeg|200px|mini|Historisches Bild des Gedenksteins]] [[Datei:Gedenkstein_aktuell_DGB-Archiv.jpeg|200px|mini|Aktuelles Bild des Gedenksteins (2015)]] [[Datei:Auf zum Generalstreik_DGB-Archiv.jpeg|200px|mini|Aufruf zum Generalstreik (1920)]] [[Datei:An Alle_DGB-Archiv.jpeg|200px|mini|Proklamation der &amp;gt;Roten Ruhrarmee&amp;lt; vom 20. März 1920]][[Datei:Gewehrappell der Arbeiterwehr_DGB-Archiv.jpeg|200px|mini|Gewehrappell der Arbeiterwehr 1920]][[Datei:Halt_DGB-Archiv.jpeg|200px|mini|Das Militär stellt sich den Streikenden entgegen]] [[Datei:Erschossene Arbeiter im Isolierkrankenhaus Stoppenberg März 1920_DGB-Archiv.jpeg|200px|mini|Erschossene Arbeiter im Isolierkrankenhaus Stoppenberg (März 1920)]] [[Datei:Arbeiter werden abgeführt zur Erschießung_DGB-Archiv.jpeg|200px|mini|Arbeiter werden abgeführt zur Erschießung]] [[Datei:Von Reichswehr verstümmelte Arbeiter_DGB-Archiv.jpeg|200px|mini|Von Reichswehr verstümmelte Arbeiter]] [[Datei:Reichswehrsoldaten und niedergemetzelte Arbeiter der Roten Ruhrarmee am 2April1920_DGB-Archiv.jpeg|200px|mini|Reichswehrsoldaten und niedergemetzelte Arbeiter der Roten Ruhrarmee (am 2. April 1920)]]&lt;br /&gt;
==(Fast) vergessenes Ehrenmal wurde vor 90 Jahren in Herne eingeweiht==&lt;br /&gt;
Die Herner Gewerkschaften und die sozialen Bewegungen unserer Stadt erinnern alljährlich an den Generalstreik gegen den Kapp-Putsch, der im Frühjahr [[1920]] zur März&amp;amp;shy;revolution anschwoll und im Ruhrgebiet an die 1000 Opfer forderte. Unter den Opfern des bis heute ungesühnten Massenmords einer rechts&amp;amp;shy;gerichteten  Reichswehr, Sicherheits&amp;amp;shy;polizei und entmenschten Freikorps&amp;amp;shy;einheiten befanden sich auch zahlreiche Herner Arbeiter und Gewerk&amp;amp;shy;schafter. Darunter vier namentlich bekannte, junge Arbeiter aus unserer Stadt, die auf dem Herner Südfriedhof beigesetzt wurden. Es handelt sich um …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Gustav Sotter und Franz Winkel|Gustav Sotter]] (19 Jahre) • [[Gustav Breuning]] (19 Jahre) • [[Rochus Steinert]] (35 Jahre) • [[Gustav Sotter und Franz Winkel|Franz Winkel]] (Alter unbekannt)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Grabstelle der vier Ermordeten Gewerkschafter auf dem Wiescherfriedhof, wurde vor genau 90 Jahren, am [[1. Mai]] [[1921]] von den Herner Gewerk&amp;amp;shy;schaften unter großer Anteilnahme der Bevölkerung eine Mahn- und Gedenk&amp;amp;shy;stätte für die Opfer der März&amp;amp;shy;revolution, feierlich eingeweiht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1933 wurde die Gedenk&amp;amp;shy;stätte auf dem damaligen Ehrenfriedhof von den Faschisten ge&amp;amp;shy;schliffen und die Erinnerungs&amp;amp;shy;tafel entfernt. Erst 1997 wurde das Ehrenmal wieder hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seit 2008: Gedenkstätte der Herner Arbeiterbewegung==&lt;br /&gt;
Aus Anlass des 130. Jahrestages der Gewerkschafts&amp;amp;shy;gründung ([[1878]]) in unserer Stadt, des 90. Jahrestages der November&amp;amp;shy;revolution ([[1918]]) und des 75. Jahrestages der Zerschlagung der freien Gewerk&amp;amp;shy;schaften durch die Nazis ([[1933]]) wurde das [[Kapp-Putsch-Denkmal|Ehrenmal]] im Jahre [[2008]] durch eine vom DGB-Kreis gestiftete Bronzetafel mit den Namen von Widerstands&amp;amp;shy;kämpfern aus der Herner und Wanne-Eickeler Arbeiter&amp;amp;shy;bewegung, die von den Faschisten ermordet wurden, ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Märzgefallenenfeiern bis 1933==&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an die bei den Märzkämpfen 1920 ums Leben ge&amp;amp;shy;kommenen Arbeiter wurde seit 1921 in Herne, wie in zahl&amp;amp;shy;reichen Städten des Ruhr&amp;amp;shy;gebiets, all&amp;amp;shy;jährlich eine „März&amp;amp;shy;gefallenen&amp;amp;shy;feier“ veranstaltet. Diese Tradition reichte bis ins Jahr 1933, der Macht&amp;amp;shy;übertragung auf die Faschisten. An diese Tradition knüpfte der DGB-Herne vor Jahren wieder an um die Ereignisse der frühen 1920er Jahre dem Vergessen zu entreißen. Was 1933 nicht gelang, konnte 1920 noch verhindert werden: die offene, faschistische Diktatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Markstein in der demokratischen Tradition unseres Landes==&lt;br /&gt;
Der Generalstreik, der mit ungeheurer Wucht gegen den Militär&amp;amp;shy;putsch einsetzte, war der einzige politische General&amp;amp;shy;streik in der Geschichte der deutschen Arbeiter&amp;amp;shy;bewegung, der diesen Namen verdient. Er ist ein Mark&amp;amp;shy;stein in der demo&amp;amp;shy;kratischen Tradition unseres Landes, über den auch heute noch das Ge- und Nachdenken lohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Generalstreik verteidigt die Weimarer Republik==&lt;br /&gt;
Am [[13. März]] 1920 putschten unter Führung des preußischen Ober&amp;amp;shy;regierungsrats Kapp und des Generals Lüttwitz die Reichswehr und maro&amp;amp;shy;dierende Freikorps&amp;amp;shy;einheiten in Berlin gegen die Ergeb&amp;amp;shy;nisse der November&amp;amp;shy;revolution (1918/19) und die junge Weimarer Republik. Die Reichs&amp;amp;shy;regierung unter Friedrich Ebert (SPD) flüchtete zunächst nach Dresden und dann nach Stuttgart. Gewerk&amp;amp;shy;schaften, SPD, USPD und KPD riefen zur Vertei&amp;amp;shy;digung der Republik und der ersten parla&amp;amp;shy;mentarischen Demo&amp;amp;shy;kratie in der deutschen Geschichte zum General&amp;amp;shy;streik auf. Ab [[15. März]] 1920 befanden sich über 12 Millionen Arbeiter, Angestellte und Beamte im Streik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Arbeiterräte in Herne und Wanne-Eickel==&lt;br /&gt;
Auch in Herne und Wanne-Eickel drehte sich kein Förder&amp;amp;shy;rad der Zechen mehr, alle Betriebe und Verwaltungen standen hier, wie im übrigen Ruhrgebiet still. In beiden Städten bildeten sich &amp;quot;provisorische Arbeiterräte&amp;quot; und Aktionsausschüsse die die Kommunalverwaltung übernahmen und die Polizei ihrem Kommando unterstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Republik war gerettet, aber der Terror ging weiter==&lt;br /&gt;
Bewaffnete Arbeiterwehren wurden aufgestellt. In vielen Teilen Deutschlands, besonders aber hier im Industrierevier, wo sich eine 100tausend Mann starke &amp;gt;Rote Ruhrarmee&amp;lt; gebildet hatte lieferten sich die Arbeiter mit der äußerst brutal vorgehenden Soldateska zum Teil erbitterte, bewaffnete Kämpfe. Zunächst war der Generalstreik erfolgreich, die Reichswehr- und Freikorpseinheiten wurden zurückgeschlagen oder zur Kapitulation gezwungen. Der Putsch wurde vereitelt und die Republik gerettet. Es ging der Streikbewegung aber nicht nur um die Abwehr des Putsches sondern auch um die in der Novemberrevolution 1918/19 verfehlte, konsequente Sozialisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Gegen diese Bestrebungen wurden nunmehr von der gerade geretteten Regierung, Reichswehr und Freikorpseinheiten (darunter Teile der Putschtruppen) in Marsch gesetzt. Das Militär nahm in den folgenden Tagen und Wochen blutige Rache an den kämpfenden Arbeitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[3. April]] 1920 besetzte die Reichswehr unter Führung des General von Watter zunächst Wanne, Röhlinghausen, Eickel und schließlich die Stadt Herne. Der wütende, opferreiche Terror verrohter Militaristen überzog die Arbeiterviertel der Stadt und des gesamten Reviers. Jene großen Hoffnungen, die in der Novemberrevolution 1918/19 die Massen beflügelten und in der Märzrevolution 1920 noch einmal aufschieben, wurden in Blut und Terror erstickt … Die Taten blieben ungesühnt und die Täter gingen sämtlich straffrei aus. &amp;lt;ref&amp;gt;Ein Artikel von Norbert Kozicki&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwandte Artikel==&lt;br /&gt;
{{Spezial:Linkliste/{{PAGENAME}}|Limit:500|namespace=0}}&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DGB-Geschichtswerkstatt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zechen in Herne]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arndt</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.hv-her-wan.de/w/index.php?title=Gedenkst%C3%A4tte_f%C3%BCr_die_M%C3%A4rzgefallenen_-_Kapp-Putsch-Denkmal&amp;diff=24029</id>
		<title>Gedenkstätte für die Märzgefallenen - Kapp-Putsch-Denkmal</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.hv-her-wan.de/w/index.php?title=Gedenkst%C3%A4tte_f%C3%BCr_die_M%C3%A4rzgefallenen_-_Kapp-Putsch-Denkmal&amp;diff=24029"/>
		<updated>2016-04-17T17:46:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arndt: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;inhalt&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#FAF9E3;border-style: ridge; margin-bottom:1em; padding:1.2em 6.8em 1.2em 6.8em;font-size:17px;max-width:800px;text-align:justify&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:kapp-Putsch-Denkmal.jpg|350px|thumb|]]&lt;br /&gt;
Auf dem [[Südfriedhof]] an der [[Wiescherstraße]], Feld 17, erinnert ein Denkmal an die Opfer des [[Kapp-Lüttwitz-Putsch und Märzrevolution 1920|Kapp-Putsches]] - benannt nach dem Erzreaktionär Wolfgang Kapp (1858-1922) -. Nach diesem Kapp-Putsch in Berlin am 13. März 1920, dem ersten Versuch von Rechts, die junge deutsche Republik zu zerstören  und die Revolution von 1918 rückgängig zu machen, riefen die Arbeiterführer zu einem Generalstreik auf. Es kam zu revolutionsartigen Unruhen, bei denen im März/April 1920 vier Herner Arbeiter erschossen wurden. Zunächst bestattete man diese Opfer an verschiedenen Stellen, doch am 23. April wurden sie umgebettet, bevor am 1. Mai 1921 die neue Gedenkstätte eingeweiht werden konnte. Heute steht dort der Granitfindling  mit einer Gedenktafel aus Bronze, auf der folgender Text - es ist der gleiche wie der von 1921 - zu lesen ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;quot;GEWIDMET DEN MÄRZ-GEFALLENEN IM JAHRE 1920 &lt;br /&gt;
;VON DER FREIORGANISIERTEN ARBEITERSCHAFT HERNE&lt;br /&gt;
;DIR HAT DAS SCHICKSAL EINEN GEIST GEGEBEN &lt;br /&gt;
;DER UNGEBÄNDIGT IMMER VORWÄRTS DRÄNGT&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Tafel wurde in der NS-Zeit entfernt. Vor dem Natursteinmonument befinden sich vier kleine schlichte Naturgrabsteine, in welche die Namen und bekannten Lebensdaten der Opfer eingemeißelt sind:&lt;br /&gt;
[[Datei:Kapp-Putsch-Denkmal -.jpg|350px|thumb|]]&lt;br /&gt;
;[[Gustav Breuning]] (* 22.6.1900, † 29.3.1920)&lt;br /&gt;
;[[Gustav Sotter und Franz Winkel|Gustav Sotter]] (* 23.6.1900, † 19.3.1920)&lt;br /&gt;
;[[Rochus Steinert]] (* 6.8.1885, † 9.4.1920)&lt;br /&gt;
;[[Gustav Sotter und Franz Winkel|Franz Winkel]] (* unbekannt, † 19.3.1920)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eintragung des Denkmals in die Liste der Herner Baudenkmäler erfolgte am 2.2.1993. Eine zusätzliche Hinweistafel am Rand der Gedenkstätte informiert:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Erinnerungstafel für die Herner Opfer der Unruhen im März 1920 anlässlich des Kapp-Putsches wurde 1921 aufgestellt, in der Zeit des Nationalsozialismus entfernt und 1997 mit dem ursprünglichen Text erneuert.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwandte Artikel==&lt;br /&gt;
{{Spezial:Linkliste/{{PAGENAME}}|Limit:500|namespace=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stadtarchiv Herne: &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dokumentationsbibliothek: Sammlung Denkmäler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archivbibliothek: &amp;quot;...bey den spätesten Nachkommen in beständig gutem Andenken zu erhalten...&amp;quot;-Denkmäler in Herne und Wanne-Eickel, Manfred Hildebrandt, Der Emscherbrücher Band 14 (2008/09), Seiten 57 bis 77, herausgegeben von der Gesellschaft für Heimatkunde Wanne-Eickel e. V., Herne 2008 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fotosammlung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmäler in Herne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herne-Süd]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arndt</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.hv-her-wan.de/w/index.php?title=Kapp-L%C3%BCttwitz-Putsch_und_M%C3%A4rzrevolution_1920&amp;diff=24027</id>
		<title>Kapp-Lüttwitz-Putsch und Märzrevolution 1920</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.hv-her-wan.de/w/index.php?title=Kapp-L%C3%BCttwitz-Putsch_und_M%C3%A4rzrevolution_1920&amp;diff=24027"/>
		<updated>2016-04-17T17:37:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arndt: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;lt;div style=&amp;quot;{{Spaltenbreite|35em}};background-color:#F2F2F2;border-style: outset; margin-bottom:1em; padding:1.2em 2.8em 1.2em 2.8em;font-size:15px;max-width:1…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div style=&amp;quot;{{Spaltenbreite|35em}};background-color:#F2F2F2;border-style: outset; margin-bottom:1em; padding:1.2em 2.8em 1.2em 2.8em;font-size:15px;max-width:1200px;text-align:justify&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Einweihung-Gedenkmal-Sammlung G Kennert.jpeg|200px|mini|1. Mai 1921: Feierliche Einweihung der Gedenkstätte auf dem Wiescherfriedhof. Foto: Sammlung Günter Kennert / Herne]] [[Datei:Gewidmet den März-Gefallenen.jpeg|200px|mini|]] [[Datei:Gedenkstein-DGB-Archiv.jpeg|200px|mini|Historisches Bild des Gedenksteins]] [[Datei:Gedenkstein_aktuell_DGB-Archiv.jpeg|200px|mini|Aktuelles Bild des Gedenksteins (2015)]] [[Datei:Auf zum Generalstreik_DGB-Archiv.jpeg|200px|mini|Aufruf zum Generalstreik (1920)]] [[Datei:An Alle_DGB-Archiv.jpeg|200px|mini|Proklamation der &amp;gt;Roten Ruhrarmee&amp;lt; vom 20. März 1920]][[Datei:Gewehrappell der Arbeiterwehr_DGB-Archiv.jpeg|200px|mini|Gewehrappell der Arbeiterwehr 1920]][[Datei:Halt_DGB-Archiv.jpeg|200px|mini|Das Militär stellt sich den Streikenden entgegen]] [[Datei:Erschossene Arbeiter im Isolierkrankenhaus Stoppenberg März 1920_DGB-Archiv.jpeg|200px|mini|Erschossene Arbeiter im Isolierkrankenhaus Stoppenberg (März 1920)]] [[Datei:Arbeiter werden abgeführt zur Erschießung_DGB-Archiv.jpeg|200px|mini|Arbeiter werden abgeführt zur Erschießung]] [[Datei:Von Reichswehr verstümmelte Arbeiter_DGB-Archiv.jpeg|200px|mini|Von Reichswehr verstümmelte Arbeiter]] [[Datei:Reichswehrsoldaten und niedergemetzelte Arbeiter der Roten Ruhrarmee am 2April1920_DGB-Archiv.jpeg|200px|mini|Reichswehrsoldaten und niedergemetzelte Arbeiter der Roten Ruhrarmee (am 2. April 1920)]]&lt;br /&gt;
==(Fast) vergessenes Ehrenmal wurde vor 90 Jahren in Herne eingeweiht==&lt;br /&gt;
Die Herner Gewerkschaften und die sozialen Bewegungen unserer Stadt erinnern alljährlich an den Generalstreik gegen den Kapp-Putsch, der im Frühjahr [[1920]] zur März&amp;amp;shy;revolution anschwoll und im Ruhrgebiet an die 1000 Opfer forderte. Unter den Opfern des bis heute ungesühnten Massenmords einer rechts&amp;amp;shy;gerichteten  Reichswehr, Sicherheits&amp;amp;shy;polizei und entmenschten Freikorps&amp;amp;shy;einheiten befanden sich auch zahlreiche Herner Arbeiter und Gewerk&amp;amp;shy;schafter. Darunter vier namentlich bekannte, junge Arbeiter aus unserer Stadt, die auf dem Herner Südfriedhof beigesetzt wurden. Es handelt sich um …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Gustav Sotter und Franz Winkel|Gustav Sotter]] (19 Jahre) • Gustav Breuning (19 Jahre) • [[Rochus Steinert]] (35 Jahre) • [[Gustav Sotter und Franz Winkel|Franz Winkel]] (Alter unbekannt)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Grabstelle der vier Ermordeten Gewerkschafter auf dem Wiescherfriedhof, wurde vor genau 90 Jahren, am [[1. Mai]] [[1921]] von den Herner Gewerk&amp;amp;shy;schaften unter großer Anteilnahme der Bevölkerung eine Mahn- und Gedenk&amp;amp;shy;stätte für die Opfer der März&amp;amp;shy;revolution, feierlich eingeweiht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1933 wurde die Gedenk&amp;amp;shy;stätte auf dem damaligen Ehrenfriedhof von den Faschisten ge&amp;amp;shy;schliffen und die Erinnerungs&amp;amp;shy;tafel entfernt. Erst 1997 wurde das Ehrenmal wieder hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seit 2008: Gedenkstätte der Herner Arbeiterbewegung==&lt;br /&gt;
Aus Anlass des 130. Jahrestages der Gewerkschafts&amp;amp;shy;gründung ([[1878]]) in unserer Stadt, des 90. Jahrestages der November&amp;amp;shy;revolution ([[1918]]) und des 75. Jahrestages der Zerschlagung der freien Gewerk&amp;amp;shy;schaften durch die Nazis ([[1933]]) wurde das [[Kapp-Putsch-Denkmal|Ehrenmal]] im Jahre [[2008]] durch eine vom DGB-Kreis gestiftete Bronzetafel mit den Namen von Widerstands&amp;amp;shy;kämpfern aus der Herner und Wanne-Eickeler Arbeiter&amp;amp;shy;bewegung, die von den Faschisten ermordet wurden, ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Märzgefallenenfeiern bis 1933==&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an die bei den Märzkämpfen 1920 ums Leben ge&amp;amp;shy;kommenen Arbeiter wurde seit 1921 in Herne, wie in zahl&amp;amp;shy;reichen Städten des Ruhr&amp;amp;shy;gebiets, all&amp;amp;shy;jährlich eine „März&amp;amp;shy;gefallenen&amp;amp;shy;feier“ veranstaltet. Diese Tradition reichte bis ins Jahr 1933, der Macht&amp;amp;shy;übertragung auf die Faschisten. An diese Tradition knüpfte der DGB-Herne vor Jahren wieder an um die Ereignisse der frühen 1920er Jahre dem Vergessen zu entreißen. Was 1933 nicht gelang, konnte 1920 noch verhindert werden: die offene, faschistische Diktatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Markstein in der demokratischen Tradition unseres Landes==&lt;br /&gt;
Der Generalstreik, der mit ungeheurer Wucht gegen den Militär&amp;amp;shy;putsch einsetzte, war der einzige politische General&amp;amp;shy;streik in der Geschichte der deutschen Arbeiter&amp;amp;shy;bewegung, der diesen Namen verdient. Er ist ein Mark&amp;amp;shy;stein in der demo&amp;amp;shy;kratischen Tradition unseres Landes, über den auch heute noch das Ge- und Nachdenken lohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Generalstreik verteidigt die Weimarer Republik==&lt;br /&gt;
Am [[13. März]] 1920 putschten unter Führung des preußischen Ober&amp;amp;shy;regierungsrats Kapp und des Generals Lüttwitz die Reichswehr und maro&amp;amp;shy;dierende Freikorps&amp;amp;shy;einheiten in Berlin gegen die Ergeb&amp;amp;shy;nisse der November&amp;amp;shy;revolution (1918/19) und die junge Weimarer Republik. Die Reichs&amp;amp;shy;regierung unter Friedrich Ebert (SPD) flüchtete zunächst nach Dresden und dann nach Stuttgart. Gewerk&amp;amp;shy;schaften, SPD, USPD und KPD riefen zur Vertei&amp;amp;shy;digung der Republik und der ersten parla&amp;amp;shy;mentarischen Demo&amp;amp;shy;kratie in der deutschen Geschichte zum General&amp;amp;shy;streik auf. Ab [[15. März]] 1920 befanden sich über 12 Millionen Arbeiter, Angestellte und Beamte im Streik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Arbeiterräte in Herne und Wanne-Eickel==&lt;br /&gt;
Auch in Herne und Wanne-Eickel drehte sich kein Förder&amp;amp;shy;rad der Zechen mehr, alle Betriebe und Verwaltungen standen hier, wie im übrigen Ruhrgebiet still. In beiden Städten bildeten sich &amp;quot;provisorische Arbeiterräte&amp;quot; und Aktionsausschüsse die die Kommunalverwaltung übernahmen und die Polizei ihrem Kommando unterstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Republik war gerettet, aber der Terror ging weiter==&lt;br /&gt;
Bewaffnete Arbeiterwehren wurden aufgestellt. In vielen Teilen Deutschlands, besonders aber hier im Industrierevier, wo sich eine 100tausend Mann starke &amp;gt;Rote Ruhrarmee&amp;lt; gebildet hatte lieferten sich die Arbeiter mit der äußerst brutal vorgehenden Soldateska zum Teil erbitterte, bewaffnete Kämpfe. Zunächst war der Generalstreik erfolgreich, die Reichswehr- und Freikorpseinheiten wurden zurückgeschlagen oder zur Kapitulation gezwungen. Der Putsch wurde vereitelt und die Republik gerettet. Es ging der Streikbewegung aber nicht nur um die Abwehr des Putsches sondern auch um die in der Novemberrevolution 1918/19 verfehlte, konsequente Sozialisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Gegen diese Bestrebungen wurden nunmehr von der gerade geretteten Regierung, Reichswehr und Freikorpseinheiten (darunter Teile der Putschtruppen) in Marsch gesetzt. Das Militär nahm in den folgenden Tagen und Wochen blutige Rache an den kämpfenden Arbeitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[3. April]] 1920 besetzte die Reichswehr unter Führung des General von Watter zunächst Wanne, Röhlinghausen, Eickel und schließlich die Stadt Herne. Der wütende, opferreiche Terror verrohter Militaristen überzog die Arbeiterviertel der Stadt und des gesamten Reviers. Jene großen Hoffnungen, die in der Novemberrevolution 1918/19 die Massen beflügelten und in der Märzrevolution 1920 noch einmal aufschieben, wurden in Blut und Terror erstickt … Die Taten blieben ungesühnt und die Täter gingen sämtlich straffrei aus. &amp;lt;ref&amp;gt;Ein Artikel von Norbert Kozicki&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwandte Artikel==&lt;br /&gt;
{{Spezial:Linkliste/{{PAGENAME}}|Limit:500|namespace=0}}&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DGB-Geschichtswerkstatt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zechen in Herne]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arndt</name></author>
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		<id>https://wiki.hv-her-wan.de/w/index.php?title=Portal_DGB-Geschichtswerkstatt&amp;diff=24026</id>
		<title>Portal DGB-Geschichtswerkstatt</title>
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		<updated>2016-04-17T17:35:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arndt: &lt;/p&gt;
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[[Datei:DGB_Geschichtswerkstatt_Herne.jpg|600px|center]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Willkommen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div id=&amp;quot;themenübersicht-willkommen&amp;quot; class=&amp;quot;hauptseite-oben&amp;quot; style=&amp;quot;margin-bottom: 1em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h2 style=&amp;quot;border:1px solid #8898bf; background-color:#d8e8ff; padding:0.2em 0; margin:0; font-size: 110%; font-weight:bold; text-align:center; text-indent:0.5em;&amp;quot;&amp;gt;Portal DGB Geschichtswerkstatt Herne&amp;lt;/h2&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;inhalt&amp;quot; style=&amp;quot;border:1px solid #8898bf; border-top:0px solid #ffffff; background-color:#ffffff; margin-bottom:1em; padding:0.2em 0.8em 0.2em 0.8em; text-align:center;&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieses &#039;&#039;&#039;Themenportal&#039;&#039;&#039; ist eine inhaltliche Startseite der &#039;&#039;&#039;DGB Geschichtswerkstatt Herne&#039;&#039;&#039; - sie befindet sich zur Zeit noch im Aufbau.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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{{Portalbox&lt;br /&gt;
|Titel=Geschichte und geschichtliches&lt;br /&gt;
|Text=[[Gründung des ersten Gewerkschaftskartells in Herne]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Portalbox&lt;br /&gt;
|Titel=Der Kapp-Lüttwitz-Putsch&lt;br /&gt;
|Text=[[Kapp-Lüttwitz-Putsch und Märzrevolution 1920]] • [[Rochus Steinert]] • [[Gustav Sotter und Franz Winkel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arndt</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.hv-her-wan.de/w/index.php?title=Gustav_Sotter_und_Franz_Winkel&amp;diff=24025</id>
		<title>Gustav Sotter und Franz Winkel</title>
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		<updated>2016-04-17T17:35:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arndt: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;lt;div class=&amp;quot;inhalt&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#F2F2F2;border-style: solid; margin-bottom:1em; padding:1.2em 6.8em 1.2em 6.8em;font-size:17px;max-width:650px;text…“&lt;/p&gt;
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[[Datei:Gustav Sotter_DGB-Archiv.jpeg|200px|thumb|Grab von Gustav Sotter&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGB Archiv&amp;quot;&amp;gt;Das Bild stammt aus dem Archiv des DGB.&amp;lt;/ref&amp;gt;]][[Datei:Franz Winkel_DGB-Archiv.jpeg|200px|thumb|Grab von Franz Winkel&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGB Archiv&amp;quot;&amp;gt;Das Bild stammt aus dem Archiv des DGB.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gustav Sotter&#039;&#039;&#039; (* 23. Juni 1900, gestorben am [[19. März]] [[1920]] in Essen) und &#039;&#039;&#039;Franz Winkel&#039;&#039;&#039; (Geburtsdatum unbekannt, gestorben am [[19. März]] [[1920]] in Essen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Sotter und Franz Winkel starben am 19. März 1920, fünf Tage nach dem Beginn des Kapp-Lüttwitz-Putsches bei den Kämpfen der Roten Ruhrarmee mit der monarchistisch gesinnten, kasernierten Sicher&amp;amp;shy;heits&amp;amp;shy;polizei in Essen-Stoppenberg, in Nähe der Zeche Zollverein. Zentrum der Auseinander&amp;amp;shy;setzungen, an denen zahlreiche Herner und Wanne-Eickeler Arbeiter beteiligt waren, war der legendäre Wasserturm im Ostpark am Steeler Berg in Essen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Herner Anzeiger berichtet am 25. März 1920:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Das Begräbnis der Gefallenen&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am gestrigen Mittwoch wurden die beiden bei den Kämpfen um Stoppenberg gefallenen Arbeiter der hiesigen Arbeiterwehr Gustav Sotter und Franz Winkel zu Grabe geleitet. Der Leichenzug nahm seinen Ausgang vom Rathausplatze aus, wo sich zur festgesetzten Zeit ein überaus zahlreiches Trauer&amp;amp;shy;gefolge eingefunden hatte. Die Trauer&amp;amp;shy;feierlichkeit wurde durch den Choral „Jesus meine Zuversicht“ der von der anwesenden Kapelle intoniert wurde, eingeleitet. Eine Gesangsabteilung trug daraufhin ein den Verhältnissen angepasstes Lied vor, worauf sich der außerordentlich starke Leichenzug in Bewegung setzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voran schritt die Musik, der sich eine Ehrenkompanie der Arbeiterwehr anschloss. Dann folgten ein Turnverein und die Kranzdeputation, die wahre Prachtkränze in großer Zahl trug und in weiterer Folge der Arbeiterrat und die anderen im Programm vorgesehenen Vereine und Leidtragenden. Vom Rathause aus bewegte sich der gewaltige Zug durch die [[Behrensstraße|Behrens-]], [[Bahnhofstraße|Bahnhof-]], [[Wiescherstraße]] zum kommunalen Friedhof, wo die Beisetzung auf dem Ehrenfriedhofe erfolgte. Am Grabe hielt das Mitglied des Arbeiterrats, Herr L ö f f l e r, eine Ansprache. Die Musik spielte einige Weisen und der Arbeitergesangverein sang mehrere Lieder. Dann erfolgte die Niederlegung der zahlreichen Kränze und die Abgabe dreier Salven über dem Grabe. Mit einem Schlussliede der Musik erreichten die Beisetzungsfeierlichkeiten ihr Ende.&lt;br /&gt;
 &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwandte Artikel==&lt;br /&gt;
{{Spezial:Linkliste/{{PAGENAME}}|Limit:500|namespace=0}}&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DGB-Geschichtswerkstatt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Herne)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arndt</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.hv-her-wan.de/w/index.php?title=Rochus_Steinert&amp;diff=23887</id>
		<title>Rochus Steinert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.hv-her-wan.de/w/index.php?title=Rochus_Steinert&amp;diff=23887"/>
		<updated>2016-04-12T16:31:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arndt: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;inhalt&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#F2F2F2;border-style: solid; margin-bottom:1em; padding:1.2em 6.8em 1.2em 6.8em;font-size:17px;max-width:650px;text-align:justify&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Rochus Steinert.jpeg|200px|thumb|Grab von Rochus Steinert&amp;lt;ref&amp;gt;Das Bild stammt aus dem Archiv des DGB.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rochus Steinert&#039;&#039;&#039; (* 6. August 1885, gestorben am [[9. April]] [[1920]] in Herne-Sodingen) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Woche vorher begann der Vormarsch der Reichswehrtruppen ins Ruhrgebiet und der sogenannte „weiße Terror“ in den Arbeitersiedlungen. Prügel- und Folterkeller wurden errichtet, besonders schlimm auch in Sodingen bei Herne. Geschlagen wurde mit Gummiknüppeln, Lederkoppeln, Reitpeitschen und Riemen, die gelegentlich zusätzlich mit Schrauben versehen wurden. Die heimtückische Ermordung von Steinert wurde, wie so oft in jener Zeit mit „auf der Flucht erschossen“ verschleiert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Herner Anzeiger berichtet am 10.April 1920:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Auf der Flucht erschossen&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Gestern Nachmittag gegen 5 Uhr wurde der Bergmann R.Steinert von hier, [[Mont-Cenis-Straße]] 11, von 2 Reichswehrsoldaten festgenommen, weil er im Verdacht stand, bei den letzten Kämpfen, die er als Angehöriger der Roten Armee mitmachte, geplündert zu haben. Der Verdacht wurde dadurch gestärkt, dass Steinert am Vormittag versucht hatte, sich auf dem Polizeiamt einen Personalausweis für das besetzte Gebiet zu besorgen, scheinbar, um einer Festnahme zu entgehen. An der Ecke zwischen dem Krämer’schen und Esbeck’schen Grundstück in der Mont-Cenis-Straße suchte der Festgenommene seinen Begleitern zu entfliehen und sprang in den Esbeck’schen Garten hinein. Nach dreimaligem vergeblichen Anruf machten die Soldaten von der Waffe gebrauch und feuerten aus ihren Armeepistolen mehrere Schüsse auf den Flüchtling. Von mehreren Kugeln getroffen stürzte er bald hin und starb in kurzer Zeit. Die Leiche wurde nach der städt. Leichenhalle gebracht. &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwandte Artikel==&lt;br /&gt;
{{Spezial:Linkliste/{{PAGENAME}}|Limit:500|namespace=0}}&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DGB-Geschichtswerkstatt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Herne)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arndt</name></author>
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		<updated>2016-04-12T16:26:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arndt: &lt;/p&gt;
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&amp;lt;h2 style=&amp;quot;border:1px solid #8898bf; background-color:#d8e8ff; padding:0.2em 0; margin:0; font-size: 110%; font-weight:bold; text-align:center; text-indent:0.5em;&amp;quot;&amp;gt;Portal DGB Geschichtswerkstatt Herne&amp;lt;/h2&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;Dieses &#039;&#039;&#039;Themenportal&#039;&#039;&#039; ist eine inhaltliche Startseite der &#039;&#039;&#039;DGB Geschichtswerkstatt Herne&#039;&#039;&#039; - sie befindet sich zur Zeit noch im Aufbau.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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|Text=[[Gründung des ersten Gewerkschaftskartells in Herne]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
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|Titel=Der Kapp-Putsch&lt;br /&gt;
|Text=[[Rochus Steinert]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arndt</name></author>
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		<title>Rochus Steinert</title>
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		<updated>2016-04-12T16:25:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arndt: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;lt;div class=&amp;quot;inhalt&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#F2F2F2;border-style: solid; margin-bottom:1em; padding:1.2em 6.8em 1.2em 6.8em;font-size:17px;max-width:650px;text…“&lt;/p&gt;
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[[Datei:Rochus Steinert.jpeg|200px|thumb|Grab von Rochus Steinert]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rochus Steinert&#039;&#039;&#039; (* 6. August 1885, gestorben am [[9. April]] [[1920]] in Herne-Sodingen) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Woche vorher begann der Vormarsch der Reichswehrtruppen ins Ruhrgebiet und der sogenannte „weiße Terror“ in den Arbeitersiedlungen. Prügel- und Folterkeller wurden errichtet, besonders schlimm auch in Sodingen bei Herne. Geschlagen wurde mit Gummiknüppeln, Lederkoppeln, Reitpeitschen und Riemen, die gelegentlich zusätzlich mit Schrauben versehen wurden. Die heimtückische Ermordung von Steinert wurde, wie so oft in jener Zeit mit „auf der Flucht erschossen“ verschleiert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Herner Anzeiger berichtet am 10.April 1920:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Auf der Flucht erschossen&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Gestern Nachmittag gegen 5 Uhr wurde der Bergmann R.Steinert von hier, [[Mont-Cenis-Straße]] 11, von 2 Reichswehrsoldaten festgenommen, weil er im Verdacht stand, bei den letzten Kämpfen, die er als Angehöriger der Roten Armee mitmachte, geplündert zu haben. Der Verdacht wurde dadurch gestärkt, dass Steinert am Vormittag versucht hatte, sich auf dem Polizeiamt einen Personalausweis für das besetzte Gebiet zu besorgen, scheinbar, um einer Festnahme zu entgehen. An der Ecke zwischen dem Krämer’schen und Esbeck’schen Grundstück in der Mont-Cenis-Straße suchte der Festgenommene seinen Begleitern zu entfliehen und sprang in den Esbeck’schen Garten hinein. Nach dreimaligem vergeblichen Anruf machten die Soldaten von der Waffe gebrauch und feuerten aus ihren Armeepistolen mehrere Schüsse auf den Flüchtling. Von mehreren Kugeln getroffen stürzte er bald hin und starb in kurzer Zeit. Die Leiche wurde nach der städt. Leichenhalle gebracht. &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwandte Artikel==&lt;br /&gt;
{{Spezial:Linkliste/{{PAGENAME}}|Limit:500|namespace=0}}&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DGB-Geschichtswerkstatt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Herne)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arndt</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.hv-her-wan.de/w/index.php?title=Gedenkst%C3%A4tte_f%C3%BCr_die_M%C3%A4rzgefallenen_-_Kapp-Putsch-Denkmal&amp;diff=23884</id>
		<title>Gedenkstätte für die Märzgefallenen - Kapp-Putsch-Denkmal</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.hv-her-wan.de/w/index.php?title=Gedenkst%C3%A4tte_f%C3%BCr_die_M%C3%A4rzgefallenen_-_Kapp-Putsch-Denkmal&amp;diff=23884"/>
		<updated>2016-04-12T16:24:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arndt: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;inhalt&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#FAF9E3;border-style: ridge; margin-bottom:1em; padding:1.2em 6.8em 1.2em 6.8em;font-size:17px;max-width:800px;text-align:justify&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:kapp-Putsch-Denkmal.jpg|350px|thumb|]]&lt;br /&gt;
Auf dem [[Südfriedhof]] an der [[Wiescherstraße]], Feld 17, erinnert ein Denkmal an die Opfer des Kapp-Putsches - benannt nach dem Erzreaktionär Wolfgang Kapp (1858-1922) -. Nach diesem Kapp-Putsch in Berlin am 13. März 1920, dem ersten Versuch von Rechts, die junge deutsche Republik zu zerstören  und die Revolution von 1918 rückgängig zu machen, riefen die Arbeiterführer zu einem Generalstreik auf. Es kam zu revolutionsartigen Unruhen, bei denen im März/April 1920 vier Herner Arbeiter erschossen wurden. Zunächst bestattete man diese Opfer an verschiedenen Stellen, doch am 23. April wurden sie umgebettet, bevor am 1. Mai 1921 die neue Gedenkstätte eingeweiht werden konnte. Heute steht dort der Granitfindling  mit einer Gedenktafel aus Bronze, auf der folgender Text - es ist der gleiche wie der von 1921 - zu lesen ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;quot;GEWIDMET DEN MÄRZ-GEFALLENEN IM JAHRE 1920 &lt;br /&gt;
;VON DER FREIORGANISIERTEN ARBEITERSCHAFT HERNE&lt;br /&gt;
;DIR HAT DAS SCHICKSAL EINEN GEIST GEGEBEN &lt;br /&gt;
;DER UNGEBÄNDIGT IMMER VORWÄRTS DRÄNGT&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Tafel wurde in der NS-Zeit entfernt. Vor dem Natursteinmonument befinden sich vier kleine schlichte Naturgrabsteine, in welche die Namen und bekannten Lebensdaten der Opfer eingemeißelt sind:&lt;br /&gt;
[[Datei:Kapp-Putsch-Denkmal -.jpg|350px|thumb|]]&lt;br /&gt;
;Gustav Breuning (* 22.6.1900, † 29.3.1920)&lt;br /&gt;
;Gustav Sotter (* 23.6.1900, † 19.3.1920)&lt;br /&gt;
;[[Rochus Steinert]] (* 6.8.1885, † 9.4.1920)&lt;br /&gt;
;Franz Winkel (* unbekannt, † 19.3.1920)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eintragung des Denkmals in die Liste der Herner Baudenkmäler erfolgte am 2.2.1993. Eine zusätzliche Hinweistafel am Rand der Gedenkstätte informiert:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Erinnerungstafel für die Herner Opfer der Unruhen im März 1920 anlässlich des Kapp-Putsches wurde 1921 aufgestellt, in der Zeit des Nationalsozialismus entfernt und 1997 mit dem ursprünglichen Text erneuert.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwandte Artikel==&lt;br /&gt;
{{Spezial:Linkliste/{{PAGENAME}}|Limit:500|namespace=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stadtarchiv Herne: &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dokumentationsbibliothek: Sammlung Denkmäler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archivbibliothek: &amp;quot;...bey den spätesten Nachkommen in beständig gutem Andenken zu erhalten...&amp;quot;-Denkmäler in Herne und Wanne-Eickel, Manfred Hildebrandt, Der Emscherbrücher Band 14 (2008/09), Seiten 57 bis 77, herausgegeben von der Gesellschaft für Heimatkunde Wanne-Eickel e. V., Herne 2008 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fotosammlung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmäler in Herne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herne-Süd]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arndt</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.hv-her-wan.de/w/index.php?title=Portal_DGB-Geschichtswerkstatt&amp;diff=23882</id>
		<title>Portal DGB-Geschichtswerkstatt</title>
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		<updated>2016-04-12T16:21:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arndt: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__NOTOC__ __NOEDITSECTION__&lt;br /&gt;
{| width=&amp;quot;100%&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
[[Datei:DGB_Geschichtswerkstatt_Herne.jpg|600px|center]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Willkommen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div id=&amp;quot;themenübersicht-willkommen&amp;quot; class=&amp;quot;hauptseite-oben&amp;quot; style=&amp;quot;margin-bottom: 1em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h2 style=&amp;quot;border:1px solid #8898bf; background-color:#d8e8ff; padding:0.2em 0; margin:0; font-size: 110%; font-weight:bold; text-align:center; text-indent:0.5em;&amp;quot;&amp;gt;Portal DGB Geschichtswerkstatt Herne&amp;lt;/h2&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;Dieses &#039;&#039;&#039;Themenportal&#039;&#039;&#039; ist eine inhaltliche Startseite der &#039;&#039;&#039;DGB Geschichtswerkstatt Herne&#039;&#039;&#039; - sie befindet sich zur Zeit noch im Aufbau.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| border=0 cellpadding=0 cellspacing=0 width=100%&lt;br /&gt;
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{{Portalbox&lt;br /&gt;
|Titel=Geschichte und geschichtliches&lt;br /&gt;
|Text=[[Gründung des ersten Gewerkschaftskartells in Herne]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arndt</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.hv-her-wan.de/w/index.php?title=Gr%C3%BCndung_des_ersten_Gewerkschaftskartells_in_Herne&amp;diff=23881</id>
		<title>Gründung des ersten Gewerkschaftskartells in Herne</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.hv-her-wan.de/w/index.php?title=Gr%C3%BCndung_des_ersten_Gewerkschaftskartells_in_Herne&amp;diff=23881"/>
		<updated>2016-04-12T16:20:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arndt: /* Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div style=&amp;quot;{{Spaltenbreite|30em}};background-color:#F2F2F2;border-style: outset; margin-bottom:1em; padding:1.2em 2.8em 1.2em 2.8em;font-size:15px;text-align:justify&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Wir schreiben das Jahr 1896==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch 4 Jahre bis zur Jahrhundertwende. Es sind auch im ehemaligen Kirchdorf Herne die Gründerjahre eine Zeit des Aufbruchs. Herne steht  dank  seiner Steinkohle&amp;amp;shy;vorkommen und dem raschen Ausbau des Schienen&amp;amp;shy;verkehrs&amp;amp;shy;netzes unmittelbar vor der Stadtwerdung, die am [[1. April]] [[1897]] vollzogen werden soll. Aber bevor dem Amt Herne die Stadtrechte übertragen werden, bahnt sich für die in ersten, schwachen Berufs&amp;amp;shy;verbänden organisierte Arbeiterschaft großes an. Im November [[1896]] soll erstmals der Zusammen&amp;amp;shy;schluss einzelner, bisher getrennt agierender, Gewerkschafts&amp;amp;shy;zahlstellen zu einem gemein&amp;amp;shy;samen Gewerk&amp;amp;shy;schafts&amp;amp;shy;kartell erfolgen. Der Herner Arbeiter&amp;amp;shy;bewegung  wird das Koalitions&amp;amp;shy;recht nicht von außen übertragen. Trotz allgegenwärtiger Repressions&amp;amp;shy;maßnahmen der staat&amp;amp;shy;lichen Obrigkeit nimmt sie sich – immer wieder bedrängt und von Rück&amp;amp;shy;schlägen begleitet - ihr Recht auf den gewerkschaft&amp;amp;shy;lichen Zusammen&amp;amp;shy;schluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im März [[1857]] auf dem Hof des Bauern Sengenhoff mit den Abteufarbeiten für den ersten Schacht der Zeche Shamrock begonnen wird, ist der Grundstein für den rasanten Aufstieg des ehemaligen Ackerdorfs Herne gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[1871]] bis [[1896]] erlebt der zunächst ländlich geprägte Raum Herne (Alt-Herne, Baukau und Horsthausen) infolge der Industriea&amp;amp;shy;lisierung einen Sprung in der Bevölkerungs&amp;amp;shy;entwicklung von 5.765 auf 27.876 Einwohner. 14.219 Bewohner sind Ange&amp;amp;shy;hörige der katho&amp;amp;shy;lischen und 13.352 der evange&amp;amp;shy;lischen Kirche. Neben dem protes&amp;amp;shy;tantisch-national&amp;amp;shy;liberalen Lager und dem politischen Katholizismus bildet sich in der Gemeinde ein national-polnisches und ein sozialis&amp;amp;shy;tisches Lager heraus. Das Verhältnis der sehr unter&amp;amp;shy;schiedlichen, politisch-weltan&amp;amp;shy;schaulichen Lager ist konflikt&amp;amp;shy;trächtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schmucklose Kolonien, Schlamm und Dreck==&lt;br /&gt;
Das Erscheinungsbild der Bergbaustadt – nur die Bahnhofstraße ist gepflastert – wird von schmucklosen Wohn&amp;amp;shy;siedlungen zur Unterbringung der zahlreichen Arbeits&amp;amp;shy;kräfte aus Polen den Ostprovinzen des Deutschen Reiches und aus Westfalen geprägt. Die unbefestigten Straßen, häufig nur Trampel&amp;amp;shy;pfade zwischen Zechen und Kolonie, versinken im Winter in Schlamm und Dreck. Die Wohn&amp;amp;shy;verhält&amp;amp;shy;nisse halten mit dem Zuzug der Arbeits&amp;amp;shy;kräfte nicht Schritt und sind katastrophal. [[1894]] wohnen 30 Prozent der Bergleute, darunter viele Polen, vielfach als Kostgänger zur Untermiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eisenbahn und Bergbau bringen den Aufstieg==&lt;br /&gt;
Bereits seit [[1836]] verkehren Personen&amp;amp;shy;postkutschen von Bochum über Herne nach Recklinghausen. Aber schon wenige Jahre später, im März [[1847]] ist die Eisenbahn&amp;amp;shy;strecke der Köln-Mindener-Eisenbahn als erste Bahnstrecke Westfalens in Betrieb genommen und künftig halten Züge im neuen Herner Bahnhof. Inzwischen fördern die Schachtanlagen „Von-der-Heydt/Julia“ im Herner Westen ([[1867]]), „Friedrich der Große“ in Horsthausen ([[1870]]), „Constantin“ im Herner Süden ([[1895]]) sowie „Mont-Cenis“ in Sodingen ([[1875]]).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im gleichen Jahr ([[1875]]) siedelt sich die Verwaltung der drittgrößten, politisch einflussreichen Bergwerks&amp;amp;shy;gesellschaft des Ruhrgebiets, die „Hibernia“ an. Zahlreiche Betriebe der metall&amp;amp;shy;verarbeitenden Zuliefer&amp;amp;shy;industrie haben sich seit den 1870er Jahren in der aufstrebenden Bergbau&amp;amp;shy;gemeinde niedergelassen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Gruben- und Industriebahnwerk Halstrick ([[1869]]), die Dampfkessel&amp;amp;shy;fabrik Berninghaus (1875), die Maschinen&amp;amp;shy;fabrik Baum ([[1883]]) und die Eisengießerei Beien ([[1885]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eine neue städtische Oberschicht von Kaisers Gnaden==&lt;br /&gt;
[[Datei:Reichs=Gesetzblatt.jpeg|mini|Faksimile des Reichs-Gesetzblattes vom 22.Oktober 1878 &amp;lt;ref name=&amp;quot;DGB Archiv&amp;quot;&amp;gt;Das Bild stammt aus dem Archiv des DGB.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Der Prozess des Wandels vom bäuerlich-ländlichen Gemeinwesen zum industriellen Ballungsraum hat auch seine Auswirkungen auf die kommunale Machtausübung. In Herne - das bis dahin als Diaspora der Sozial&amp;amp;shy;demokratie gilt - gibt inzwischen die städtische Oberschicht aus Bergwerks&amp;amp;shy;direktoren, leitenden Zechenbeamten, Fabrikanten, Bauunternehmern und Kaufleuten den Ton an. Bisherige Amtsversammlungen und der von örtlichen Großbauern dominierte Gemeinderat werden nach [[1897]] von der nach dem Drei&amp;amp;shy;klassen&amp;amp;shy;wahlrecht gewählten Stadtverordneten&amp;amp;shy;versammlung des städtischen Geldadels abgelöst. Das Stadt&amp;amp;shy;parlament besteht zu zwei Dritteln aus National&amp;amp;shy;liberalen und zu einem Drittel aus Vertretern der Zentrums&amp;amp;shy;partei. Trotz Unterschieden in Einzelfragen ist man sich in monarchistischer Kaisertreue, eiferndem Nationalismus und abgrundtiefem Hass auf die umstürzlerischen Bestrebungen der jungen, aufstrebenden Arbeiter&amp;amp;shy;bewegung aber einig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wachsende soziale Spannungen und Klassen&amp;amp;shy;gegensätze entladen sich – vor allem auf den Schachtanlage - in zunächst eher spontanen Streiks und sorgen für eine allmähliche Politisierung der örtlichen Arbeiterschaft. Frühe Organisationsversuche scheitern an konfessionellem Zwist und den unter&amp;amp;shy;schiedlichen Mentalitäten der proletarisierten ehemaligen Land&amp;amp;shy;arbeiter, aber insbesondere an den Unterdrückungs- und Repressions&amp;amp;shy;maßnahmen des preußischen Obrigkeits&amp;amp;shy;staates und seiner lokalen Repräsentanten. Infolge des Sozialisten&amp;amp;shy;gesetzes „gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Socialdemokratie“ von [[1878]] erfolgt eine Welle von Verhaftungen, Verfolgungen und Verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Führer der jungen, deutschen Arbeiterbewegung, die der Verhaftung entgehen können, flüchten sich im benachbarten Ausland ins Exil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1878: Erste Zahlstelle des Rosenkranzverbandes==&lt;br /&gt;
Am [[21. Oktober]] [[1878]] ergreift – noch vor Erlass des Sozialisten&amp;amp;shy;gesetzes - eine Gruppe von sozial&amp;amp;shy;demokratisch und christlich-sozial gesinnten Bergarbeitern erstmals die Initiative zur Bildung einer Zahlstelle des „Verband rheinisch-westfälischer Bergleute“ (Rosenkranz&amp;amp;shy;verband) für Herne.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Da der Vorstand der Herner Zahlstelle der behördlichen Aufforderung, ein Mitglieder&amp;amp;shy;verzeichnis vorzulegen, nicht nachkommt, wird der Verband polizeilich verfolgt und kurze Zeit später zur Einstellung seiner legalen Tätigkeit genötigt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alle Versuche zur Gründung gewerkschaftlicher Zentral&amp;amp;shy;verbände im Ruhr&amp;amp;shy;bergbau, letztlich auch der Rosenkranz&amp;amp;shy;verband, schlagen seit [[1872]] bis zur Ent&amp;amp;shy;stehung des „Alten Verbands“ (1889/90) infolge der Unnach&amp;amp;shy;giebigkeit  der Aufsichts&amp;amp;shy;behörden fehl.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der große Bergbaustreik des Jahres [[1889]] bringt den Wende&amp;amp;shy;punkt. Über Nieder&amp;amp;shy;lagen und Demüti&amp;amp;shy;gungen hinweg, hat sich das Bewusst&amp;amp;shy;sein der Bergarbeiter verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1889: Der Streik bringt den Wendepunkt==&lt;br /&gt;
Am [[6. Mai]] [[1889]] werden alle Herner Schacht&amp;amp;shy;anlagen vom Streik erfasst. Die Einsicht setzt sich durch, dass man nur gemeinsam, im solidarischen Kampf vereint, gegen die Kohlebarone und die staatliche Obrigkeit eine Chance hat. Diese sehen in dem Streik den Aufruhr und werten ihn als sozialis&amp;amp;shy;tischen Umsturz&amp;amp;shy;versuch. Es kommt zu blutigen Zusammen&amp;amp;shy;stößen mit der Polizei und des eilig herbei&amp;amp;shy;gerufenen Militärs. Am Abend des 6. Mai demonstrieren die Streikenden durch die Straßen der Herner Innen&amp;amp;shy;stadt, es kommt zu Rangeleien. Ein 22jähriger Bergmann sinkt, von der Kugel aus einem Polizei&amp;amp;shy;revolver tödlich getrof&amp;amp;shy;fen, zu Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bergarbeiter schaffen sich ihre Organisationen==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kameraden.jpeg|mini|Faksimile eines Aufrufs aus dem Jahr 1878 &amp;lt;ref name=&amp;quot;DGB Archiv&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Die Ausstandsbewegung (von Mitte April bis Anfang Juni) zwischen Ruhr und Emscher erlangt eine solche Wucht und Stärke, dass seine Majestät Kaiser Wilhelm II nicht umhin kommt, am [[14. Mai]] d.J. eine Dele&amp;amp;shy;gation der streikenden Berg&amp;amp;shy;leute in Berlin zu empfangen. Unter den 3 „Kaiser&amp;amp;shy;delegierten“ befindet sich auch Friedrich Bunte, der 7 Jahre später bei der Gründung des ersten Gewerk&amp;amp;shy;schafts&amp;amp;shy;kartells in Herne zugegen ist und das Haupt&amp;amp;shy;referat hält. Nach Beendigung des Streiks werden die Rädels&amp;amp;shy;führer zwar wie gewohnt verfolgt und entlassen, aber der Grundstein für das Entstehen einheitlich handelnder Gewerk&amp;amp;shy;schaften und den Zusammen&amp;amp;shy;schluss der verschiedenen Berufs&amp;amp;shy;verbände, ist auch in unserer Stadt gelegt. Noch [[1889]] werden Filialen des sozial&amp;amp;shy;demokratischen Bergarbeiter&amp;amp;shy;verbandes (Alter Verband) und des katholischen „Christlichen Gewerkvereins“ in Herne gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Politisierung durch den Klassenkampf==&lt;br /&gt;
Vor den Reichstags&amp;amp;shy;wahlen des Jahres [[1890]] gründen 23 Sozial&amp;amp;shy;demokraten aus dem Amt Herne und 31 aus den Nachbar&amp;amp;shy;gemeinden, den „Demokra&amp;amp;shy;tischen Verein für den Wahl&amp;amp;shy;kreis Bochum“. Dem Vorstand gehören überwiegend Berg&amp;amp;shy;arbeiter an, die durch den Streik und die blutigen Auseinander&amp;amp;shy;setzungen des Vorjahres politisiert wurden. Die anhaltenden Verfolgungs&amp;amp;shy;maßnahmen behindern auch diesen Versuch, den Anliegen der Arbeiter&amp;amp;shy;bewegung nunmehr parteipolitisch Geltung zu verschaffen. Der Verein wird in die Illegalität abgetrieben. Aber nur 5 Jahre später tritt die Herner Sozial&amp;amp;shy;demokratie wieder aus der Illegalität hervor und wird von nun an zu einer dauer&amp;amp;shy;haften, poli&amp;amp;shy;tischen Kraft in unserer Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befördert wird diese Entwicklung nicht zuletzt durch die Existenz der Schank&amp;amp;shy;wirtschaft Bomm auf der [[Bahnhofstraße]], die zum Haupt&amp;amp;shy;bezugs&amp;amp;shy;punkt und zur politischen Heim&amp;amp;shy;statt der Herner Gewerk&amp;amp;shy;schaften und Sozial&amp;amp;shy;demokratie wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das erste Gewerkschaftskartell wird gegründet und wieder verboten==&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Bunte.jpeg|mini|Friedrich Bunte &amp;lt;ref name=&amp;quot;DGB Archiv&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Und so kommt es am [[15. November]] [[1896]] in einer öffentlichen Versammlung sozial&amp;amp;shy;demokratisch gesinnter Gewerkschafter in der Gastwirtschaft von Adam Bomm zur Gründung eines ersten branchenübergreifenden Gewerkschaftskartells. Vor gut 100 Teilnehmern referiert der Dortmunder Bergarbeiter&amp;amp;shy;führer und „Kaiser&amp;amp;shy;delegierte“ Friedrich Bunte über die Notwendigkeit und Bedeutung der Vereinigung aller Gewerkschaftskartelle und Berufsverbände zu einer einheitlichen Gewerkschaftsorganisation. Der Märkische Sprecher, das Amtliche Kreisblatt des Landkreises Bochum vermerkt über die Gründungs&amp;amp;shy;versammlung: Bunte „legte die Bedeutung des Gewerkschafts&amp;amp;shy;kartells, d.h. der Vereinigung aller Gewerkschaften auseinander und meinte, dass nur auf diese Weise allein eine wirksame Macht dem Großkapital entgegengestellt werden könne.“ Recht plump sei ein „Ausfall“ Buntes „gegen die Person des Fürsten Bismarck“ ausgefallen. Zur Beratung eines Statuts wird ein zwölfköpfiges Gremium gewählt ,das aus je zwei Vertretern der Gewerkschaften der Schneider, Maurer, Zimmerleute, Schreiner, Maler und Bergleute besteht. Zweck des neuen Kartells der Herner Gewerkschaften ist gemäß Statut die einheitliche Regelung aller gewerkschaftlichen Angelegenheiten. Natürlich ist nicht nur diese Versammlung von der Polizei überwacht, sondern das gerade gegründete Kartell sieht sich sofort polizeilichen Schikanen und Verfolgungen ausgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1897]] wird gegen den Vorsitzenden des Kartells ein Strafverfahren wegen angeblichen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz eingeleitet und dem Kartell das Versammlungs&amp;amp;shy;lokal entzogen. Proteste gegen diese Schikanen bleiben ungehört und haben keinen Erfolg. Die gewerkschaftliche Neugründung wird abermals in die Illegalität abgetrieben, aber die Herner Gewerkschafter haben einen langen Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1898: Ein zweiter Anlauf und wieder Verbot==&lt;br /&gt;
Schon im November [[1898]] wird das Gewerkschafts&amp;amp;shy;kartell neu gegründet. Am [[5. Februar]] [[1899]] führt das Kartell eine gut besuchte Versammlung durch. Haupt&amp;amp;shy;tagesordnungs&amp;amp;shy;punkt ist „Die Herner Polizeiverwaltung und die Arbeiter&amp;amp;shy;organisationen.“ Referent ist Ludwig Hostrop, ein 25jähriger, lediger Katholik aus Herne. In der anschließenden Debatte tritt auch der 27jährige Zeitungsbote Gustav Dobrozewski, ein vorbestrafter Protestant aus Baukau hervor. Der verheiratete Vater von vier Kindern gehört zu den polizeilich überwachten Personen in der Stadt und gilt laut Polizeibericht im Raum Herne als sozial&amp;amp;shy;demokratischer Rädelsführer, Agitator und „eifriger Redner“. Mehrere Versammlungsteilnehmer berichten darüber, dass die Herner Polizei den Gewerkschaftern auf alle mögliche Art und Weise Schwierigkeiten bereiten. So würden z.B. Logiswirte beeinflusst, die Miet&amp;amp;shy;verhältnisse zu kündigen und Arbeitgeber würden durch die Polizei gedrängt, leitende Gewerkschaftsfunktionäre zu entlassen. Auch dieses Kartell erfreut sich nicht lange einer legalen Tätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1899: Streik auf allen Herner Zechen - 2 tote Arbeiter auf der Bahnhofstraße==&lt;br /&gt;
Dennoch kommt es im Juni [[1899]] zu einer weiteren, diesmal nur auf die Herner Zechen beschränkte Streik&amp;amp;shy;bewegung. Die über&amp;amp;shy;regionalen Zeitungen sprechen in ausführlichen Artikeln von den „Krawallen in Herne“.  Auslöser ist eine von der Bergwerksdirektion der Zeche „Von der Heydt“ veranlasste Lohnkürzung infolge der Erhöhung der Knappschaftsbeiträge. 69 jugendliche Schlepper, Bremser und Pferde&amp;amp;shy;treiber legen als Reaktion auf diese Willkür&amp;amp;shy;maßnahme am [[23. Juni]] spontan die Arbeit nieder. Eine zwei Tage später anberaumte Bergarbeiterversammlung wird von der örtlichen Polizei „wegen Überfüllung des Tagungslokals“ kurzerhand aufgelöst. Das lassen sich die Bergleute nicht gefallen. Die Empörung nimmt ihren Lauf und es kommt zu heftigen Auseinander&amp;amp;shy;setzungen. Zwei Bataillone Infanterie und eine Eskadron der berüchtigten Münsteraner Kürassiere werden zur Wieder&amp;amp;shy;herstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, d.h. zur Unterdrückung der Streikbewegung beigezogen. Davon unbeeindruckt streiken am [[26. Juni]] [[1899]] die Belegschaften aller Herner Zechen. Auf der Bahnhofstraße formiert sich ein mächtig anschwellender Demonstrations&amp;amp;shy;zug. An der Spitze marschieren ortsbekannte Gewerkschafter und Sozial&amp;amp;shy;demokraten, überwiegend polnischer Herkunft.  Sie tragen sozial&amp;amp;shy;demokratische Abzeichen an ihren abgewetzten Jacken, haben rote Schärpen umgelegt und rote Tücher an die Spazierstöcke gebunden. Wieder kommt es zu blutigen Zusammenstößen zwischen den Streikenden und der überaus brachial vorgehenden Polizei. Bei der legendären „Schlacht auf der Bahnhofstraße“ kommen 2 Demonstranten zu Tode, mehrere Arbeiter bleiben schwerverletzt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1900: Der dritte Versuch – Gewerkschaften fassen Fuß==&lt;br /&gt;
In diesem politisch aufgeheizten Klima erfolgt im Jahre [[1900]] schließlich ein dritter Anlauf zur Neugründung eines örtlichen Gewerkschafts&amp;amp;shy;kartells in einer öffentlichen Versammlung bei Adam Bomm. Die Gewerkschafts&amp;amp;shy;bewegung hat in Herne Fuß gefasst und allen Verfolgungs&amp;amp;shy;maßnahmen getrotzt. Aber der Golgathaweg der Herner Arbeiterbewegung ist noch nicht beendet und hält noch viele schwere, opferreiche Prüfungen bereit … &amp;lt;ref&amp;gt;Ein Artikel von [[Norbert Arndt]]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwandte Artikel==&lt;br /&gt;
{{Spezial:Linkliste/{{PAGENAME}}|Limit:500|namespace=0}}&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DGB-Geschichtswerkstatt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zechen in Herne]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arndt</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.hv-her-wan.de/w/index.php?title=Gr%C3%BCndung_des_ersten_Gewerkschaftskartells_in_Herne&amp;diff=23880</id>
		<title>Gründung des ersten Gewerkschaftskartells in Herne</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.hv-her-wan.de/w/index.php?title=Gr%C3%BCndung_des_ersten_Gewerkschaftskartells_in_Herne&amp;diff=23880"/>
		<updated>2016-04-12T16:19:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arndt: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;lt;div style=&amp;quot;{{Spaltenbreite|30em}};background-color:#F2F2F2;border-style: outset; margin-bottom:1em; padding:1.2em 2.8em 1.2em 2.8em;font-size:15px;text-align:…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div style=&amp;quot;{{Spaltenbreite|30em}};background-color:#F2F2F2;border-style: outset; margin-bottom:1em; padding:1.2em 2.8em 1.2em 2.8em;font-size:15px;text-align:justify&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Wir schreiben das Jahr 1896==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch 4 Jahre bis zur Jahrhundertwende. Es sind auch im ehemaligen Kirchdorf Herne die Gründerjahre eine Zeit des Aufbruchs. Herne steht  dank  seiner Steinkohle&amp;amp;shy;vorkommen und dem raschen Ausbau des Schienen&amp;amp;shy;verkehrs&amp;amp;shy;netzes unmittelbar vor der Stadtwerdung, die am [[1. April]] [[1897]] vollzogen werden soll. Aber bevor dem Amt Herne die Stadtrechte übertragen werden, bahnt sich für die in ersten, schwachen Berufs&amp;amp;shy;verbänden organisierte Arbeiterschaft großes an. Im November [[1896]] soll erstmals der Zusammen&amp;amp;shy;schluss einzelner, bisher getrennt agierender, Gewerkschafts&amp;amp;shy;zahlstellen zu einem gemein&amp;amp;shy;samen Gewerk&amp;amp;shy;schafts&amp;amp;shy;kartell erfolgen. Der Herner Arbeiter&amp;amp;shy;bewegung  wird das Koalitions&amp;amp;shy;recht nicht von außen übertragen. Trotz allgegenwärtiger Repressions&amp;amp;shy;maßnahmen der staat&amp;amp;shy;lichen Obrigkeit nimmt sie sich – immer wieder bedrängt und von Rück&amp;amp;shy;schlägen begleitet - ihr Recht auf den gewerkschaft&amp;amp;shy;lichen Zusammen&amp;amp;shy;schluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im März [[1857]] auf dem Hof des Bauern Sengenhoff mit den Abteufarbeiten für den ersten Schacht der Zeche Shamrock begonnen wird, ist der Grundstein für den rasanten Aufstieg des ehemaligen Ackerdorfs Herne gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[1871]] bis [[1896]] erlebt der zunächst ländlich geprägte Raum Herne (Alt-Herne, Baukau und Horsthausen) infolge der Industriea&amp;amp;shy;lisierung einen Sprung in der Bevölkerungs&amp;amp;shy;entwicklung von 5.765 auf 27.876 Einwohner. 14.219 Bewohner sind Ange&amp;amp;shy;hörige der katho&amp;amp;shy;lischen und 13.352 der evange&amp;amp;shy;lischen Kirche. Neben dem protes&amp;amp;shy;tantisch-national&amp;amp;shy;liberalen Lager und dem politischen Katholizismus bildet sich in der Gemeinde ein national-polnisches und ein sozialis&amp;amp;shy;tisches Lager heraus. Das Verhältnis der sehr unter&amp;amp;shy;schiedlichen, politisch-weltan&amp;amp;shy;schaulichen Lager ist konflikt&amp;amp;shy;trächtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schmucklose Kolonien, Schlamm und Dreck==&lt;br /&gt;
Das Erscheinungsbild der Bergbaustadt – nur die Bahnhofstraße ist gepflastert – wird von schmucklosen Wohn&amp;amp;shy;siedlungen zur Unterbringung der zahlreichen Arbeits&amp;amp;shy;kräfte aus Polen den Ostprovinzen des Deutschen Reiches und aus Westfalen geprägt. Die unbefestigten Straßen, häufig nur Trampel&amp;amp;shy;pfade zwischen Zechen und Kolonie, versinken im Winter in Schlamm und Dreck. Die Wohn&amp;amp;shy;verhält&amp;amp;shy;nisse halten mit dem Zuzug der Arbeits&amp;amp;shy;kräfte nicht Schritt und sind katastrophal. [[1894]] wohnen 30 Prozent der Bergleute, darunter viele Polen, vielfach als Kostgänger zur Untermiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eisenbahn und Bergbau bringen den Aufstieg==&lt;br /&gt;
Bereits seit [[1836]] verkehren Personen&amp;amp;shy;postkutschen von Bochum über Herne nach Recklinghausen. Aber schon wenige Jahre später, im März [[1847]] ist die Eisenbahn&amp;amp;shy;strecke der Köln-Mindener-Eisenbahn als erste Bahnstrecke Westfalens in Betrieb genommen und künftig halten Züge im neuen Herner Bahnhof. Inzwischen fördern die Schachtanlagen „Von-der-Heydt/Julia“ im Herner Westen ([[1867]]), „Friedrich der Große“ in Horsthausen ([[1870]]), „Constantin“ im Herner Süden ([[1895]]) sowie „Mont-Cenis“ in Sodingen ([[1875]]).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im gleichen Jahr ([[1875]]) siedelt sich die Verwaltung der drittgrößten, politisch einflussreichen Bergwerks&amp;amp;shy;gesellschaft des Ruhrgebiets, die „Hibernia“ an. Zahlreiche Betriebe der metall&amp;amp;shy;verarbeitenden Zuliefer&amp;amp;shy;industrie haben sich seit den 1870er Jahren in der aufstrebenden Bergbau&amp;amp;shy;gemeinde niedergelassen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Gruben- und Industriebahnwerk Halstrick ([[1869]]), die Dampfkessel&amp;amp;shy;fabrik Berninghaus (1875), die Maschinen&amp;amp;shy;fabrik Baum ([[1883]]) und die Eisengießerei Beien ([[1885]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eine neue städtische Oberschicht von Kaisers Gnaden==&lt;br /&gt;
[[Datei:Reichs=Gesetzblatt.jpeg|mini|Faksimile des Reichs-Gesetzblattes vom 22.Oktober 1878 &amp;lt;ref name=&amp;quot;DGB Archiv&amp;quot;&amp;gt;Das Bild stammt aus dem Archiv des DGB.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Der Prozess des Wandels vom bäuerlich-ländlichen Gemeinwesen zum industriellen Ballungsraum hat auch seine Auswirkungen auf die kommunale Machtausübung. In Herne - das bis dahin als Diaspora der Sozial&amp;amp;shy;demokratie gilt - gibt inzwischen die städtische Oberschicht aus Bergwerks&amp;amp;shy;direktoren, leitenden Zechenbeamten, Fabrikanten, Bauunternehmern und Kaufleuten den Ton an. Bisherige Amtsversammlungen und der von örtlichen Großbauern dominierte Gemeinderat werden nach [[1897]] von der nach dem Drei&amp;amp;shy;klassen&amp;amp;shy;wahlrecht gewählten Stadtverordneten&amp;amp;shy;versammlung des städtischen Geldadels abgelöst. Das Stadt&amp;amp;shy;parlament besteht zu zwei Dritteln aus National&amp;amp;shy;liberalen und zu einem Drittel aus Vertretern der Zentrums&amp;amp;shy;partei. Trotz Unterschieden in Einzelfragen ist man sich in monarchistischer Kaisertreue, eiferndem Nationalismus und abgrundtiefem Hass auf die umstürzlerischen Bestrebungen der jungen, aufstrebenden Arbeiter&amp;amp;shy;bewegung aber einig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wachsende soziale Spannungen und Klassen&amp;amp;shy;gegensätze entladen sich – vor allem auf den Schachtanlage - in zunächst eher spontanen Streiks und sorgen für eine allmähliche Politisierung der örtlichen Arbeiterschaft. Frühe Organisationsversuche scheitern an konfessionellem Zwist und den unter&amp;amp;shy;schiedlichen Mentalitäten der proletarisierten ehemaligen Land&amp;amp;shy;arbeiter, aber insbesondere an den Unterdrückungs- und Repressions&amp;amp;shy;maßnahmen des preußischen Obrigkeits&amp;amp;shy;staates und seiner lokalen Repräsentanten. Infolge des Sozialisten&amp;amp;shy;gesetzes „gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Socialdemokratie“ von [[1878]] erfolgt eine Welle von Verhaftungen, Verfolgungen und Verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Führer der jungen, deutschen Arbeiterbewegung, die der Verhaftung entgehen können, flüchten sich im benachbarten Ausland ins Exil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1878: Erste Zahlstelle des Rosenkranzverbandes==&lt;br /&gt;
Am [[21. Oktober]] [[1878]] ergreift – noch vor Erlass des Sozialisten&amp;amp;shy;gesetzes - eine Gruppe von sozial&amp;amp;shy;demokratisch und christlich-sozial gesinnten Bergarbeitern erstmals die Initiative zur Bildung einer Zahlstelle des „Verband rheinisch-westfälischer Bergleute“ (Rosenkranz&amp;amp;shy;verband) für Herne.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Da der Vorstand der Herner Zahlstelle der behördlichen Aufforderung, ein Mitglieder&amp;amp;shy;verzeichnis vorzulegen, nicht nachkommt, wird der Verband polizeilich verfolgt und kurze Zeit später zur Einstellung seiner legalen Tätigkeit genötigt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alle Versuche zur Gründung gewerkschaftlicher Zentral&amp;amp;shy;verbände im Ruhr&amp;amp;shy;bergbau, letztlich auch der Rosenkranz&amp;amp;shy;verband, schlagen seit [[1872]] bis zur Ent&amp;amp;shy;stehung des „Alten Verbands“ (1889/90) infolge der Unnach&amp;amp;shy;giebigkeit  der Aufsichts&amp;amp;shy;behörden fehl.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der große Bergbaustreik des Jahres [[1889]] bringt den Wende&amp;amp;shy;punkt. Über Nieder&amp;amp;shy;lagen und Demüti&amp;amp;shy;gungen hinweg, hat sich das Bewusst&amp;amp;shy;sein der Bergarbeiter verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1889: Der Streik bringt den Wendepunkt==&lt;br /&gt;
Am [[6. Mai]] [[1889]] werden alle Herner Schacht&amp;amp;shy;anlagen vom Streik erfasst. Die Einsicht setzt sich durch, dass man nur gemeinsam, im solidarischen Kampf vereint, gegen die Kohlebarone und die staatliche Obrigkeit eine Chance hat. Diese sehen in dem Streik den Aufruhr und werten ihn als sozialis&amp;amp;shy;tischen Umsturz&amp;amp;shy;versuch. Es kommt zu blutigen Zusammen&amp;amp;shy;stößen mit der Polizei und des eilig herbei&amp;amp;shy;gerufenen Militärs. Am Abend des 6. Mai demonstrieren die Streikenden durch die Straßen der Herner Innen&amp;amp;shy;stadt, es kommt zu Rangeleien. Ein 22jähriger Bergmann sinkt, von der Kugel aus einem Polizei&amp;amp;shy;revolver tödlich getrof&amp;amp;shy;fen, zu Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bergarbeiter schaffen sich ihre Organisationen==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kameraden.jpeg|mini|Faksimile eines Aufrufs aus dem Jahr 1878 &amp;lt;ref name=&amp;quot;DGB Archiv&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Die Ausstandsbewegung (von Mitte April bis Anfang Juni) zwischen Ruhr und Emscher erlangt eine solche Wucht und Stärke, dass seine Majestät Kaiser Wilhelm II nicht umhin kommt, am [[14. Mai]] d.J. eine Dele&amp;amp;shy;gation der streikenden Berg&amp;amp;shy;leute in Berlin zu empfangen. Unter den 3 „Kaiser&amp;amp;shy;delegierten“ befindet sich auch Friedrich Bunte, der 7 Jahre später bei der Gründung des ersten Gewerk&amp;amp;shy;schafts&amp;amp;shy;kartells in Herne zugegen ist und das Haupt&amp;amp;shy;referat hält. Nach Beendigung des Streiks werden die Rädels&amp;amp;shy;führer zwar wie gewohnt verfolgt und entlassen, aber der Grundstein für das Entstehen einheitlich handelnder Gewerk&amp;amp;shy;schaften und den Zusammen&amp;amp;shy;schluss der verschiedenen Berufs&amp;amp;shy;verbände, ist auch in unserer Stadt gelegt. Noch [[1889]] werden Filialen des sozial&amp;amp;shy;demokratischen Bergarbeiter&amp;amp;shy;verbandes (Alter Verband) und des katholischen „Christlichen Gewerkvereins“ in Herne gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Politisierung durch den Klassenkampf==&lt;br /&gt;
Vor den Reichstags&amp;amp;shy;wahlen des Jahres [[1890]] gründen 23 Sozial&amp;amp;shy;demokraten aus dem Amt Herne und 31 aus den Nachbar&amp;amp;shy;gemeinden, den „Demokra&amp;amp;shy;tischen Verein für den Wahl&amp;amp;shy;kreis Bochum“. Dem Vorstand gehören überwiegend Berg&amp;amp;shy;arbeiter an, die durch den Streik und die blutigen Auseinander&amp;amp;shy;setzungen des Vorjahres politisiert wurden. Die anhaltenden Verfolgungs&amp;amp;shy;maßnahmen behindern auch diesen Versuch, den Anliegen der Arbeiter&amp;amp;shy;bewegung nunmehr parteipolitisch Geltung zu verschaffen. Der Verein wird in die Illegalität abgetrieben. Aber nur 5 Jahre später tritt die Herner Sozial&amp;amp;shy;demokratie wieder aus der Illegalität hervor und wird von nun an zu einer dauer&amp;amp;shy;haften, poli&amp;amp;shy;tischen Kraft in unserer Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befördert wird diese Entwicklung nicht zuletzt durch die Existenz der Schank&amp;amp;shy;wirtschaft Bomm auf der [[Bahnhofstraße]], die zum Haupt&amp;amp;shy;bezugs&amp;amp;shy;punkt und zur politischen Heim&amp;amp;shy;statt der Herner Gewerk&amp;amp;shy;schaften und Sozial&amp;amp;shy;demokratie wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das erste Gewerkschaftskartell wird gegründet und wieder verboten==&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Bunte.jpeg|mini|Friedrich Bunte &amp;lt;ref name=&amp;quot;DGB Archiv&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Und so kommt es am [[15. November]] [[1896]] in einer öffentlichen Versammlung sozial&amp;amp;shy;demokratisch gesinnter Gewerkschafter in der Gastwirtschaft von Adam Bomm zur Gründung eines ersten branchenübergreifenden Gewerkschaftskartells. Vor gut 100 Teilnehmern referiert der Dortmunder Bergarbeiter&amp;amp;shy;führer und „Kaiser&amp;amp;shy;delegierte“ Friedrich Bunte über die Notwendigkeit und Bedeutung der Vereinigung aller Gewerkschaftskartelle und Berufsverbände zu einer einheitlichen Gewerkschaftsorganisation. Der Märkische Sprecher, das Amtliche Kreisblatt des Landkreises Bochum vermerkt über die Gründungs&amp;amp;shy;versammlung: Bunte „legte die Bedeutung des Gewerkschafts&amp;amp;shy;kartells, d.h. der Vereinigung aller Gewerkschaften auseinander und meinte, dass nur auf diese Weise allein eine wirksame Macht dem Großkapital entgegengestellt werden könne.“ Recht plump sei ein „Ausfall“ Buntes „gegen die Person des Fürsten Bismarck“ ausgefallen. Zur Beratung eines Statuts wird ein zwölfköpfiges Gremium gewählt ,das aus je zwei Vertretern der Gewerkschaften der Schneider, Maurer, Zimmerleute, Schreiner, Maler und Bergleute besteht. Zweck des neuen Kartells der Herner Gewerkschaften ist gemäß Statut die einheitliche Regelung aller gewerkschaftlichen Angelegenheiten. Natürlich ist nicht nur diese Versammlung von der Polizei überwacht, sondern das gerade gegründete Kartell sieht sich sofort polizeilichen Schikanen und Verfolgungen ausgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1897]] wird gegen den Vorsitzenden des Kartells ein Strafverfahren wegen angeblichen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz eingeleitet und dem Kartell das Versammlungs&amp;amp;shy;lokal entzogen. Proteste gegen diese Schikanen bleiben ungehört und haben keinen Erfolg. Die gewerkschaftliche Neugründung wird abermals in die Illegalität abgetrieben, aber die Herner Gewerkschafter haben einen langen Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1898: Ein zweiter Anlauf und wieder Verbot==&lt;br /&gt;
Schon im November [[1898]] wird das Gewerkschafts&amp;amp;shy;kartell neu gegründet. Am [[5. Februar]] [[1899]] führt das Kartell eine gut besuchte Versammlung durch. Haupt&amp;amp;shy;tagesordnungs&amp;amp;shy;punkt ist „Die Herner Polizeiverwaltung und die Arbeiter&amp;amp;shy;organisationen.“ Referent ist Ludwig Hostrop, ein 25jähriger, lediger Katholik aus Herne. In der anschließenden Debatte tritt auch der 27jährige Zeitungsbote Gustav Dobrozewski, ein vorbestrafter Protestant aus Baukau hervor. Der verheiratete Vater von vier Kindern gehört zu den polizeilich überwachten Personen in der Stadt und gilt laut Polizeibericht im Raum Herne als sozial&amp;amp;shy;demokratischer Rädelsführer, Agitator und „eifriger Redner“. Mehrere Versammlungsteilnehmer berichten darüber, dass die Herner Polizei den Gewerkschaftern auf alle mögliche Art und Weise Schwierigkeiten bereiten. So würden z.B. Logiswirte beeinflusst, die Miet&amp;amp;shy;verhältnisse zu kündigen und Arbeitgeber würden durch die Polizei gedrängt, leitende Gewerkschaftsfunktionäre zu entlassen. Auch dieses Kartell erfreut sich nicht lange einer legalen Tätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1899: Streik auf allen Herner Zechen - 2 tote Arbeiter auf der Bahnhofstraße==&lt;br /&gt;
Dennoch kommt es im Juni [[1899]] zu einer weiteren, diesmal nur auf die Herner Zechen beschränkte Streik&amp;amp;shy;bewegung. Die über&amp;amp;shy;regionalen Zeitungen sprechen in ausführlichen Artikeln von den „Krawallen in Herne“.  Auslöser ist eine von der Bergwerksdirektion der Zeche „Von der Heydt“ veranlasste Lohnkürzung infolge der Erhöhung der Knappschaftsbeiträge. 69 jugendliche Schlepper, Bremser und Pferde&amp;amp;shy;treiber legen als Reaktion auf diese Willkür&amp;amp;shy;maßnahme am [[23. Juni]] spontan die Arbeit nieder. Eine zwei Tage später anberaumte Bergarbeiterversammlung wird von der örtlichen Polizei „wegen Überfüllung des Tagungslokals“ kurzerhand aufgelöst. Das lassen sich die Bergleute nicht gefallen. Die Empörung nimmt ihren Lauf und es kommt zu heftigen Auseinander&amp;amp;shy;setzungen. Zwei Bataillone Infanterie und eine Eskadron der berüchtigten Münsteraner Kürassiere werden zur Wieder&amp;amp;shy;herstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, d.h. zur Unterdrückung der Streikbewegung beigezogen. Davon unbeeindruckt streiken am [[26. Juni]] [[1899]] die Belegschaften aller Herner Zechen. Auf der Bahnhofstraße formiert sich ein mächtig anschwellender Demonstrations&amp;amp;shy;zug. An der Spitze marschieren ortsbekannte Gewerkschafter und Sozial&amp;amp;shy;demokraten, überwiegend polnischer Herkunft.  Sie tragen sozial&amp;amp;shy;demokratische Abzeichen an ihren abgewetzten Jacken, haben rote Schärpen umgelegt und rote Tücher an die Spazierstöcke gebunden. Wieder kommt es zu blutigen Zusammenstößen zwischen den Streikenden und der überaus brachial vorgehenden Polizei. Bei der legendären „Schlacht auf der Bahnhofstraße“ kommen 2 Demonstranten zu Tode, mehrere Arbeiter bleiben schwerverletzt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1900: Der dritte Versuch – Gewerkschaften fassen Fuß==&lt;br /&gt;
In diesem politisch aufgeheizten Klima erfolgt im Jahre [[1900]] schließlich ein dritter Anlauf zur Neugründung eines örtlichen Gewerkschafts&amp;amp;shy;kartells in einer öffentlichen Versammlung bei Adam Bomm. Die Gewerkschafts&amp;amp;shy;bewegung hat in Herne Fuß gefasst und allen Verfolgungs&amp;amp;shy;maßnahmen getrotzt. Aber der Golgathaweg der Herner Arbeiterbewegung ist noch nicht beendet und hält noch viele schwere, opferreiche Prüfungen bereit … &amp;lt;ref&amp;gt;Ein Artikel von [[Norbert Arndt]]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwandte Artikel==&lt;br /&gt;
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==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DGB Geschichtswerkstatt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zechen in Herne]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arndt</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Arndt: Das Bild stammt aus dem Archiv des DGB.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Das Bild stammt aus dem Archiv des DGB.&lt;br /&gt;
== Lizenz ==&lt;br /&gt;
{{(C) DGB}}&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2016-04-12T16:13:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arndt: Das Bild stammt aus dem Archiv des DGB.&lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Das Bild stammt aus dem Archiv des DGB.&lt;br /&gt;
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		<updated>2016-04-12T16:08:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arndt: Das Bild stammt aus dem Archiv des DGB.&lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Das Bild stammt aus dem Archiv des DGB.&lt;br /&gt;
== Lizenz ==&lt;br /&gt;
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		<title>Gedenkstätte für die Märzgefallenen - Kapp-Putsch-Denkmal</title>
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		<updated>2016-03-25T08:13:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arndt: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:kapp-Putsch-Denkmal.jpg|350px|thumb|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kapp-Putsch-Denkmal -.jpg|350px|thumb|]]&lt;br /&gt;
Auf dem [[Südfriedhof]] an der [[Wiescherstraße]], Feld 17, erinnert ein Denkmal an die Opfer des Kapp-Putsches - benannt nach dem Erzreaktionär Wolfgang Kapp (1858-1922) -. Nach diesem Kapp-Putsch in Berlin am 13. März 1920, dem ersten Versuch von Rechts, die junge deutsche Republik zu zerstören  und die Revolution von 1918 rückgängig zu machen, riefen die Arbeiterführer zu einem Generalstreik auf. Es kam zu revolutionsartigen Unruhen, bei denen im März/April 1920 vier Herner Arbeiter erschossen wurden. Zunächst bestattete man diese Opfer an verschiedenen Stellen, doch am 23. April wurden sie umgebettet, bevor am 1. Mai 1921 die neue Gedenkstätte eingeweiht werden konnte. Heute steht dort der Granitfindling  mit einer Gedenktafel aus Bronze, auf der folgender Text - es ist der gleiche wie der von 1921 - zu lesen ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;GEWIDMET DEN MÄRZ-GEFALLENEN IM JAHRE 1920 &lt;br /&gt;
:VON DER FREIORGANISIERTEN ARBEITERSCHAFT HERNE&lt;br /&gt;
:DIR HAT DAS SCHICKSAL EINEN GEIST GEGEBEN &lt;br /&gt;
:DER UNGEBÄNDIGT IMMER VORWÄRTS DRÄNGT&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Tafel wurde in der NS-Zeit entfernt. Vor dem Natursteinmonument befinden sich vier kleine schlichte Naturgrabsteine, in welche die Namen und bekannten Lebensdaten der Opfer eingemeißelt sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Gustav Breuning (*22.6.1900, †29.3.1920)&lt;br /&gt;
:Gustav Sotter (*23.6.1900, †19.3.1920)&lt;br /&gt;
:[[Rochus Steinert]] (*6.8.1885, †9.4.1920)&lt;br /&gt;
:Franz Winkel (*unbekannt, †19.3.1920)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eintragung des Denkmals in die Liste der Herner Baudenkmäler erfolgte am 2.2.1993. Eine zusätzliche Hinweistafel am Rand der Gedenkstätte informiert:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Erinnerungstafel für die Herner Opfer der Unruhen im März 1920 anlässlich des Kapp-Putsches wurde 1921 aufgestellt, in der Zeitr des Nationalsozialismus entfernt und 1997 mit dem ursprünglichen Text erneuert.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwandte Artikel==&lt;br /&gt;
{{Spezial:Linkliste/{{PAGENAME}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stadtarchiv Herne: &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dokumentationsbibliothek: Sammlung Denkmäler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archivbibliothek: &amp;quot;...bey den spätesten Nachkommen in beständig gutem Andenken zu erhalten...&amp;quot;-Denkmäler in Herne und Wanne-Eickel, Manfred Hildebrandt, Der Emscherbrücher Band 14 (2008/09), Seiten 57 bis 77, herausgegeben von der Gesellschaft für Heimatkunde Wanne-Eickel e. V., Herne 2008 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fotosammlung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmäler in Herne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herne-Süd]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2016-03-25T08:09:35Z</updated>

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