Stadtwerkehaus Herne (Bahnhofstraße)

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Letze Änderung: 18.02.2021
Geändert von: UlliSodingen

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Nach dem Abriss des Hotel Schlenkhoffs wurde an seiner Stelle 1964 ein Neubau gebaut, welcher die Stadtwerke Herne errichten ließen.


WAZ Stadtwerke-Haus soll weichen 31. Januar 2012

Herne. Verschwindet eine Bausünde aus den 60er Jahren endlich aus der Herner Innenstadt? Fakt ist: Es gibt eine Bauvoranfrage für das so genannte Stadtwerke-Haus am Robert-Brauner-Platz. Ein Investor will den Gebäude-Komplex abreißen und an selber Stelle ein Wohn- und Geschäftshaus errichten.

Auf dem Areal, mitten auf dem Boulevard und schräg gegenüber dem ehemaligen Karstadt- beziehungsweise Hertie-Haus, stand einst das Hotel Schlenkhoff. 1963 wurde es abgebrochen und durch einen Komplex aus zweistöckigem Geschäftsbereich und siebengeschossigem Hochhaus ersetzt. Die Stadtwerke Herne nutzten das neue Gebäude als Zentrale. Als sie auszogen, kam der Niedergang. Heute ist der Komplex in die Jahre gekommen und in weiten Teilen leer.

Hinter den Kulissen laufen nun Gespräche, um der Adresse Bahnhofstraße 64/Viktor-Reuter-Straße 2 und 4 neues Leben einzuhauchen. Nach WAZ-Informationen diskutieren ein Finanzinvestor und ein Projektentwickler Abriss und Neubau, einige Mieter sind bereits eingebunden. Im Erdgeschoss zur Fußgängerzone hin sind unter anderem eine Bank und ein Frisör zu Hause, in dem Hochhaus ein Arzt und eine Sprachschule. Die Stadt bestätigt die Bauvoranfrage.

In Architektenkreisen dürfte der Abriss gut ankommen. Vor zweieinhalb Jahren hatten sich vier kreative Köpfe bei einem Architekten-Workshop Gedanken über die Zukunft des Boulevards gemacht. Eine zentrale Forderung des Quartetts: weg mit dem „Stadtwerke-Haus“. Einer der Beteiligten war Jürgen Köhne. Der Architekt kann dem Gebäude-Komplex noch immer wenig abgewinnen – um es vorsichtig zu sagen. „Er passt nicht in die Landschaft“, sagt er zur WAZ. Im Reigen der Gründerzeitbauten auf der Bahnhofstraße sei das „Stadtwerke-Haus“ ein Schandfleck. Nicht zuletzt wegen der gesellschaftlichen Bedeutung des einstigen Hotels sei der heutige Zustand „trauriger Endpunkt“ in der Geschichte des Areals. Bewegung, sprich: Abriss und Neubau an dieser Stelle, „wäre ein Glücksfall“, so der Architekt.

Michael Muscheid [1]

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