Sodingen


Lage

Die Gemeinde Sodingen-Gysenberg

Die Sodinger Grenze verläuft im Norden mit einem abschließenden Bogen an der Straße Trimbusch Hof etlang bis zum Sodinger Bach. Von dort verlüft die grenze in süd/östlicher Weise nördlich der Akademie bis zur Kirchstraße (Bruno-Danek-Weg). Die Grenze verläuft nun durch die Kirchstraße, so dass die westliche Seite dieser zu Sodingen, die Östlich zu Börnig gehört. Kurz vor der Neigung zum Amtshaus knickt die Grenz in Richtung Jürgen von Manger Straße ab und folgt ab ihrer Einmündung in die Mont-Cenis-Straße im Zickzack bis kurz hinter der Südlichen Schulhofgrenze der Max-Witthof-Schule. (Der Sodinger Marktplatz mit Amshaus und ev. wie kath. Kirche sind Börniger Grund) Von dort geht es weiter im Abstand zur Gerther Straße bis fast zum Hof Wittenberg um von dort zur Gerther Straße zu gelangen. Von hier bis zur Stadtgrenze bleibt die linke Straßenseite Sodinger Grund. Von hier an verläuft die südliche und westliche Grenz entlang dem Ostbach. Erst kurz hinter dem Schmidt Hof knickt die Grenze wieder zur Mont-Cenis-Straße ab um ein Stück dem Schwarzen Weg zu folgen und dann westlich über die Basaltstraße, der halbierten Schultenstraße und Heyerstraße den Weg nach Norden über dem Uhlenbruch in das glechnahmige Naturschutzgebiet zu verlaufen. Der Fußübergang am Hölkeskampring entspricht den ungefähren Grenzverlauf, da ein großer Teil des Herner Stadtgartens ehemals zu Sodingen gehörte. Der letzte Verlauf entspricht die Westgrenze durch die Birnenbruchstraße.

Historisch

Um 1150 wird Sodingen im Urbar E der Abtei Werden an der Ruhr, die hier Besitz hatte, "Sothinkge" genannt. Das adlige Haus Sodingen - 1313 besaß es Adam von Sodingen - wechselte nach dem Aussterben der Familie mehrmals zwischen 1550 und 1800 den Besitzer, bis es zuletzt an die Freifrau von Düngelen zur Wische fiel. Die Burggebäude wurden später abgerissen. Ihre genaue Lage ist nicht mehr bekannt. Man vermutet, dass sich die Burg bei dem Hof Schulte-Sodingen in der Nähe der Mont-Cenis-Straße befand.

Die Bauerschaft Sodingen am Ostbach im Jahre 1802.

Im Schatzbuch der Grafschaft Mark wird im Niederamt Bochum "Soyingen" mit fünf Grundbesitzen und im Gericht Castrop "Soedingen" mit sechzehn Grundbesitzern genannt. In der Türkensteuerliste von 1542 sind es zehn, im Türkensteuerregister von 1598 bereits vierzehn.

Es gab eigentlich zwei bzw. drei Sodingen:

J. D. von Steinen beschrieb 1757 die Bauerschaft wie folgt: "Sodingen, am Wege von Herne nach Castrop gelegen. Diese Bauerschaft gehöret theils zum Gericht Castrop, theils zum Gericht Strünckede. Die Scheidung wird durch einen kleinen Bach gemacht, da denn die Seite an der Bach, nach Herne hin gelegen, ins Gericht Strünckede und Kirchspiel Herne, diejenige Seite aber an der Bach nach Castrop hin, ins Gericht und Kirchspiel Castrop gehören."

1826 nahm die Fläche 589 Morgen und 144 Ruten ein, aufgeteilt in 148 Parzellen.

Im Flurbuch der Gemeinde Castrop von 1829 werden in der Flur XXIII, genannt Sodingen, die Flurstücke "Sodingen, Sodinger Esche, Im Sodinger Esch" genannt.

1818 zählte man in 13 Häusern 57 Einwohner (54 Katholisch, 3 lutherisch); 1849 war die Einwohnerzahl auf 125 gestiegen. 1902 10.130 und 1928 waren 23.543 Einwohner verzeichnet.

Am 1. April 1902 wurde aus den Gemeinden Börnig, Holthausen und Giesenberg-Sodingen das neue Amt Sodingen gebildet[5] und nach erhebliche regionalpolitische Auseinandersetzungen mit Castrop-Rauxel am 1. April 1928 nach Herne eingemeindet.

Seit dem 1. Januar 1975 ist Sodingen einer der vier Bezirke der neuen Stadt Herne.

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Lesen Sie auch

Quellen