Schloss Strünkede als Schutzpolizeikaserne

Von 1920 bis in den Juli 1934 hinein war das Schloss Strünkede Sitz der Bereitschaftsschutzpolizei. Die Dortmunder Zeitung schrieb 1928 darüber:

"Die alte Wasserburg Schloss Strünkede

Ein Mittelpunkt der Geschichte der Städte Castrop und Herne und ihrer Umgegend ist die alte Wasserburg Schloss Strünkede, in der jetzt ein neues buntes Leben wieder erwacht, indem die Schutzpolizei der Bereitschaften Herne, Wanne=Eickel, Holthausen als Unterkunftsstätte zugewiesen erhielt. Die geräumige Burg, im Mittelpunkt des Dienstgebiets der Bereitschaften liegend, eignet sich hierzu ausgezeichnet. Diese Art der Unterbringung staatlicher Polizei ist in ganz Deutschland einzig dastehend. Anlagen der Art wie Schloß Strünkede fallen, soweit sie nicht Privatbesitz sind unter Denkmalsschutz. Die Schupobeamten bewohnen das alte Schloß, in dessen Erdgeschoß eine Küche, Kantine und ein geräumiger Spreisesaal eingerichtet wurden. In den oberen Stockwerken befinden sich die Wohn= und Schlafräume. Das neuerbaute Verwaltungsgebäude (auf dem Bilde nicht sichtbar) nahm die Schreibstuben, Bade= und Sanitätsräume, sowie die Wohnungen für die ledigen Polizeioffiziere auf. Ein prachtvoller Garten mit Wiesenflächen, der sich in bester Pflege befindet, gibt den Beamten Gelegenheit zu sportlicher Betätigung und macht die Unterkunft zu einer geradezu idealen.

[...] Das Schloß gehörte später der Familie von Forell, die im Garten, unter einer herrlichen Baumgruppe das alte Wappen des Jobsten von Strünkede aufstellen ließ, wo es sich heute noch befindet und von dem streitbarsten aller Ritter von Strünkede in seiner tummen Sprache berichtet. Die Familie von Forell verkaufte den Besitz später an die Harpener Bergbau=A.G., die das Schloß 1920 an den preußischen Staat verpachtete."[1]

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Quellen