Gemeindehaus (Kreuzkirche)

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Gemeindehaus der evangelischen Gemeinde Herne am Europaplatz

Baugeschichte

Die Ursprünge des Gemeindehauses liegen in der Scheune des abgetragenen ältesten Pfarrhauses der Gemeinde. Dieses Gebäude, welches heute das Kernstück des Baues darstellt, wurde nach 1869 nach Plänen des Bochumer Baumeisters Sonntag für angesetzte 2700 Taler errichtet.[1]. Es ersetzte eine baufällig gewordene Scheune nebst Backhaus aus den Jahren 1766, welche am 1. Oktober 1869 meistbietend auf Abbruch versteigert wurden. Die alte Scheune erwarb damals der Landwirt Wilhelm Lackmann aus Baukau. Ob sie weiter genutz wurde ist nicht mehr nachvollziehbar.

Dieser - im Volksmund „Pferdestall“ genannte - Bau, hatte im Erdgeschoss Stallungen für den Pastor und im oberen Stock einen Raum für Konfirmanden- und Katechumenen Unterricht.[2]. 1908-1909 wurde er dann komplett zu Schulungszwecke hergerichtet und erhielt so drei größere Räume. Seit dieser Zeit nutzten neben den oben genannten Zwecken, der Blaukreuzverein[3], der Evgl. Frauenverein und der aus dem Jünglingsverein hervorgegangenen CVJM das Gebäude.

1955/1956 wurde das Gebäude vollständig umgebaut und der damaligen Zeit entsprechend angepasst.[4] und allgemein als CVJM Haus bekannt. Am 1. März 2019 begann der Neu- bzw. Umbau des Gebäudes zum neuen Gemeindehaus. Nach einem Realisierungswettbewerb werden nach den prämierten Plänen des Architekt Eckhard Scholz aus Senden das neue Ensemble rd. 2,3 Mio. EUR kosten. Das neue Gebäude wird damit bis zur Harannistraße reichen und das bisher freie Gelände des alten Pfarrhauses von 1766 überbauen.

Der Grundstein wurde am 15. September 2019 feierlich befüllt und gelegt. Er enthält, neben der aktuellen Ausgabe der Herner WAZ, den aktuellen Gemeindebrief der Kreuzkirchengemeinde, eine aus dem Holz der prächtigen Saaldecke des im Sommer abgetragenen Ludwig-Steil-Hauses gesägten Fischskulptur.

Mit der Fertigstellung ist im Sommer 2020 zu rechnen.

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Weblinks

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Einzelnachweise