Fronleichnam am Jürgens Hof

Fronleichnam am Jürgens Hof

Im überwiegend von Katholiken Bewohnten Amt Castrop, am westlichen Ende des Landkreises Dortmund, entstanden zu Beginn des 20. Jahrhundert als Abspliss der St. Lambertus Gemeinde mehrere neue Kirchengemeinden. Darunter 1901 auch die St. Joseph-Gemeinde in Horsthausen.

Zur guten "neuen" Tradition gehörte die Fronleichnamsprozession. In der Pfarrchronik der St. Josephs Kirche wird über den Weg von damals berichtet: "Einen langen Weg nahm die Fronleichnamsprozession 1927 durch die alte Kolonie und über die Josefinenstraße zurück zur Kirche. Für die nächsten Jahre wurde als Weg vorgesehen: Roon-, Augusta-, Werder-, Diedrich-, Gneisenau-, Scharnhorst-, Blücher-, Schacht-, v.-Burgsdorff-, v.-Waldthausen-, Josefinenstraße und Rückweg zur Kirche."[1]

Heinrich Sümpelmann erinnert sich: "Erinnern kann ich mich auch noch an eine Station (einen Altar), der zu der Fronleichnamsprozession an der Hofzufahrt [des Jürgens Hofs] in der Kurve der Von-Waldthausen-Straße jedes Jahr aufgebaut wurde." [2]

Ein schönes Zeugniss über diesen Weg geben Bilder wieder, die von Theo Berke angefertigt wurden und dem Historischen Verein von Heinrich Sümpelmann zur Verfügung gestellt worden sind. Es sind Bilder eines Prozession Altares unterhalb des Jürgens Hofs am Aufgang von der v.-Waldhausen-Straße. Sie stammen aus zwei Jahrgängen - vermutlich 1955 und später - und zeigen u.a. den damaligen Pfarrer Stier, welcher schon am 8. Juni 1956 verstarb.


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Siehe auch


Einzelnachweise

  1. St. Joseph 1978
  2. Mitteilung vom Juni 2020