Elwin Schlebrowski: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 9. Februar 2020, 08:07 Uhr

Elwin Schlebrowski (geboren 31. August 1925 in Klein-Kamionken, Ostpreußen; gestorben 8. Februar 2000) war ein deutscher Fußball-Mittelfeldspieler. Der als Außenläufer und Halbstürmer im damaligen WM-System aktive Spieler gewann mit Borussia Dortmund 1956 und 1957 die deutsche Fußballmeisterschaft. Für die Schwarz-Gelben absolvierte er von 1951 bis 1960 in der erstklassigen Fußball-Oberliga West 183 Ligaspiele und erzielte 15 Tore. [1]


Wolfgang Berke

Der Nationalspieler mit dem schönsten Namen

Stellen Sie sich vor, Sie würden auf einen fernen Planeten verschlagen und müßten den dort lebenden Grünmännchen, die natürlich nur Klingonisch sprechen, das Wesen Ihrer Heimatstadt erklären. Wie bringt man den Geist Wanne-Eickels zum Klingen? Vielleicht sollten Sie folgendes versuchen: Erheben Sie Ihre Stimme und sagen Sie einfach „Elwin Schlebrowski!“ – schon werden die Aliens freundlich-verständig mit ihren Fühlern wippen. Denn „Elwin Schlebrowski“ ist zweifelsohne die klingende Essenz Wanne-Eickels. Und natürlich war der Herr, der diesen Namen trug, auch ein ebenso authentischer wie würdiger Vertreter unserer Heimatstadt.

Seine Wiege stand (wie die vieler anderer Wanne-Eickeler) in Ostpreußen. In Klein-Kamionken erblickte Elwin im August 1925 das Licht der Welt, ein halbes Jahr später packte Papa Schlebrowski jene Wiege, seine Gattin und Klein-Elwin zusammen – und zog ins Ruhrgebiet, wo es Arbeit gab. Und während Johann Schlebrowski in der Folge unter Tage malochte, genoss Klein-Elwin die hellen Freuden des Wanne-Eickeler Daseins. Welche etwa darin lagen, fußballähnlichen Objekten nachzujagen. Und Elwin hatte Talent: Bald wechselte er von der Straße zum Verein. Preußen Wanne hieß sein erster Club, der bald in den Sportfreunden aufging, wo er übrigens – anders als später – im Sturm spielte. Doch nebenher folgte Elwin noch Vatters Spuren: Auch er fuhr auf der Zeche an.

Dieses sollte sich allerdings ändern, als man höheren Ortes auf den kampfstarken Wanner Stürmer aufmerksam wurde: Borussia Dortmund war soeben im Begriff, eine Mannschaft zusammenzustellen, die die Schalker Revier-Dominanz in Frage stellen könnte. Und so unterbreitete man Elwin 1951 ein Angebot. Übrigens gleich ein doppeltes: Neben dem schwarz-gelben Dress offerierte man Elwin eine Umschulung zum kaufmännischen Angestellten. Und der schlug ein – zweifelsohne ein rasanter Aufstieg.

1953 hatte sich „Schlebro“ beim BVB einen Stammplatz erkämpft, er war der Rechte Läufer jener Mannschaft, die 1956 und 1957 die Meisterschale an den Borsigplatz holte. Zudem munkelt man, dass Sepp Herberger schon vor der WM 1954 ein Auge auf „Schlebro“ geworfen hatte, die Berufung jedoch an einer Meniskusverletzung gescheitert war.

Dennoch kam Elwin zu nationalen Ehren: 1956 trug er den Adler in den Matches gegen Irland (Dublin, 0:3) und Belgien (Köln, 4:1). Doch das war’s dann. In der Folge zeigte „Schlebro“ seine Kämpf- und Rackerkünste wieder exklusiv in Schwarz-Gelb. Erst 1960 beendete er, 34-jährig, seine aktive Karriere. In der Folge trainierte er die Dortmunder A-Jugend und spielte noch eine Zeitlang in der BVB-Traditionself. Und der Verein wusste „Schlebros“ Engagement zu würdigen: Man berief ihn in den Ältestenrat, in dem er bis zu seinem Tode am 8. Februar 2000 Sitz und Stimme hatte.


Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors [2]
Der Text wurde für das Wiki redaktionell bearbeitet. Er stammt aus dem Jahr 2005

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Quellen

  1. Seite „Elwin Schlebrowski“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 7. Juni 2018, 14:03 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Elwin_Schlebrowski&oldid=178110129 (Abgerufen: 9. Februar 2020, 06:52 UTC)
  2. Aus: Das Buch zur Stadt Wanne-Eickel 2 Noch mehr Mythen, Kult, Rekorde: Die Zeitreise geht weiter, Seite 58

Elwin Schlebrowski