Eickeler Straße

Die Straße führt vom Stadtteil Eickel nach Bochum und erinnert an das Dorf Eickel. Möglicherweise geht diese Bezeichnung auf einen Flurnamen zurück: „eck“ bedeutet „Eiche“, „loh“ heißt „Wald“; demnach war Eickel eine Ansiedlung im Eichenwald.

Überblick
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Bildinfo: Eickeler Straße im März 2016



Benennung: 28. April 1926
Durch: Der Kommissarische Bürgermeister der
Stadt Wanne-Eickel [1]
Postleitzahl: 44651
Stadtbezirk: Eickel
Ortsteil: Eickel
Kartengitter: D7
Letze Änderung: 04.02.2018
Geändert von: Harry

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Historie

  • Im Gemeinde-Atlas Eickel von 1823 verzeichnet; [2]
  • Bochumer Straße (Benennung vor 1893)

Die älteste Urkunde über Eickel aus dem Jahr 1085 berichtet über den Ankauf des Oberhofes Eickel (siehe „Schultenhof“). Erzbischof Sigewin von Köln bestätigt dem Abt Hermann und dem Konvent von St. Pantaleon die von ihnen erworbenen vogteifreien Güter, darunter ein Allod in „Eycklo“. Diese Urkunde soll nach Oppermann Mitte des 12. Jahrhunderts gefälscht worden sein, wobei eine alte echte Urkunde benutzt wurde. Um 1150 wird im Urbar E der Abtei Werden an der Ruhr ein „Wichertus in Eclo“ genannt.

Der Oberhof (curia) „E(i)kelo“ der Abtei St. Pantaleon in Köln wird auch in den Vogteirollen des Stiftes Essen aus der Zeit vor / um 1220 erwähnt. Um 1225 wird im Urbar A von St. Pantaleon in Köln die curtis (Oberhof) „Echilo“ genannt. Im Schatzbuch der Grafschaft Mark werden im „Nederampt van Bouckhem“ (Niederamt Bochum) 1486 in „Ekell“ 36 Hofesnamen aufgezählt.

In der Türkensteuerliste des märkischen Amtes Bochum sind 1542 12 Höfe und 18 Kötter verzeichnet; im Türkensteuerregister von 1598 für das Amt Bochum wird der „Schulte tho Eickel“ neben vielen anderen als Abgabepflichtiger genannt. Im Feuerstättenverzeichnis sind 1664 vier Höfe, ein halber Hof und 35 Kötter eingetragen.

Eickel gehörte 1808 während der napoleonischen Zeit zur Mairie Herne, aus der sich die Bürgermeisterei Herne und danach das Amt Herne entwickelten. Am 1. August 1875 wurde das Amt Wanne gebildet, das aus den Gemeinden Holsterhausen, Eickel, Röhlinghausen, Bickern und Crange bestand.

Am 1. November 1891 wurde das Amt Wanne in das Amt Eickel und das Amt Wanne geteilt. Zum Amt Eickel gehörten die Gemeinden Eickel und Holsterhausen. Am 1. April 1926 wurden beide Ämter zur kreisfreien Stadt Wanne-Eickel vereinigt, die sich am 1. Januar 1975 mit Herne zur neuen Stadt Herne zusammenschloss. [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11]

Literatur

Lesen Sie auch

Quellen

  1. StAH, Protokollbuch des Überleitungsausschusses der Stadt Wanne-Eickel 1926, Blatt 6, TOP 7.
  2. VuKAH, Gemeinde-Atlas Eickel 1823. Übersichts-Handriß.
  3. Bauermann 1937, S. 113.
  4. Bentheim-Tecklenburg-Rheda 1968, S. 26, Nr. (26) 7 u. S. 33 f., Nr. 7.
  5. Borgmann 1936, S. 26.
  6. "HERNE - von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße", Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Herne 1997
  7. Hilliger 1902, S. 129.
  8. Kötzschke 1906/1978, S. 217.
  9. Oppermann 1922, S. 256 u. 266.
  10. Schulte 1925, S. 70 - 73.
  11. Timm 1986, S. 42 f., Nr. 515 -550.