Baukauer Friedhof (Nordfriedhof)

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Baukauer Friedhof (Nordfriedhof)
Erbaut: 1898
Letze Änderung: 25.02.2019
Geändert von: Johann-Conrad

Der Baukauer Friedhof, auch Nordfriedhof genannt, liegt zwischen der Germanenstraße, Auf dem Hünert und den Bundesautobahnen 42 und 43.

"Nachdem vorher die Gemeindemitglieder auf den Friedhöfen ihrer Kirchengemeinden bestattet worden waren, wurde damals ein 2,5 Hektar großes Gelände, der jetzige Nordfriedhof [von Bauer Lackmann] gekauft und im gleichen Jahre der Benutzung übergeben. Die Konfessionen erhielten gesonderte Abteilungen."[1][2] Seit 1918 ist das für den ganzen Stadtkreis aufgehoben worden. Die Größe beträgt heute 8,7 ha bei ca. 10000 Grabstellen.

Als im Jahre 1906 der erste Pfarrer der Mariengemeinde, Franz Becker stirbt, wird er in der neu eingerichteten Priestergruft beigesetzt. Die Gemeinde Baukau hat dabei ihrem ersten Pfarrer ein dankbares Andenken bewahrt; Hunderte von hl. Messen wurden für den verstorbenen Pfarrer bestellt und aus freiwilligen Sammlungen für ungefähr 1.000 Mark ein Grabdenkmal besorgt. Umgeändert bei der nächsten Bestattung steht es noch heute.


Im Oktober 1989 wird die Baukauer Bevölkerun durch eine Pressemitteilung aufschrecken: auf diesem Friedhof soll nach dem Gutachten des Geologischen Landesamtes Krefeld wegen ungünstiger Bodenbeschaffenheit keine Erdbestattungen mehr möglich seien. In dem erwähnten Gutachten wurde festgestellt, dass nur 1,40 m unter der Erdoberfläche die Gräber voll Wasser stünden, was den Verwesungsprozeß verhindere und das Grundwasser verunreinigt.

Alle Erdbestattungen wurden in der Folgezeit mit wenigen Ausnahmen - bei vorhandenen Gruften - auf dem Friedhof an der Wiescherstraße vorgenommen. Beide Baukauer Gemeinden reagieren sofort.

Schon anfang November beginnt eine Bürgerinitiative eine Unterschriftenaktion gegen die Schließung des Baukauer Friedhofes. Innerhalb weniger Wochen kommen ca. 2.700 Unterschriften zusammen, die von den Pfarrern Bobe (ev.) und Beckmann (kath.) am 28.11 November 1989 im Rathaus Bürgermeister Opalka übergeben werden, der sie an den Beschwerdeausschuß des Rates weiterleitet. Die Schließung des Friedhofs war durch die Stadtverwaltung verfügt worden. ... Nach 4-jährigem Kampf wurden ab 1993 wieder Erdbestattungen vorgenommen, nachdem die Stadt aufgrund der andauernden Proteste umgeschwenkt und ein großangelegtes Sanierungsprogramm für den Friedhof eingeleitet hatte.
Der Friedhof zwischen 1992 und 1998 abschnittsweise für 8,6 Mio. € saniert.

Auch ein anderes Friedhofsthema beschäftigte die Kirchengenmeinden und die Öffentlichkeit: Im Rahmen einer Renovierung der Baukauer Friedhofskapelle sollte nach Entfernung des bisherigen Holzkreuzes kein neues Kreuz in der Kapelle angebracht werden. Vielmehr wurde ein von vielen abgelehntes Wandbild, das Geburt, Leben und Tod darstellen soll, an der Rückwand angebracht. Auch hier bedurfte es entscheidener Proteste beider Kirchengemeinden und der Öffentlichkeit, bis die Stadtverwaltung einlenkte und 1994 ein neues schmiedeeisernes Kreuz aufstellte.[3]


Literatur

  • Herne – Der Friedhofswegweiser. Leipzig, Mammut, 2012, S. 26-28

Siehe auch


Quelle

  1. Herner Anzeiger 1934
  2. Vgl. Schaefer 1912 S. 99
  3. Vgl.: Ursprungstext auf: https://www.st-dionysius-herne.de/12682-Gemeinden/12753-St.-Marien/13575-Kirche-Geb%E4ude-und-Einrichtungen/104037,Nordfriedhof.html Mit freundlicher Genehmigung und Bearbeitung durch den beauftragten Archivpfleger der St. Dionysius Gemeinde Herne vom 25.02.2019