Bürgerschützenverein Holthausen 1857 e.V.

Bürgerschützenverein Holthausen 1857 e. V.
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Abkürzung: BSV Holthausen e. V.
Vorsitz: Matthias Lorbiecki
Gründung: 1857
Mitarbeiter: Ralf Kleinhubbert (1. Schriftführer)
Jens Kröger (2. Schriftführer)
Sabine Kleinhubbert (2. Kassiererin)
Andreas Werner (1. Sportleiter)
Roland Labinski (2. Sportleiter)
Peter Jung (3. Sportleiter)
Benjamin Illgen (1. Bogensportleiter)
Andreas Werner (1. Jugendleiter)
Marco Duberny (2. Jugenleiter)
Marco Duberny (1. Heimwart)
Sitz: Holthauser Straße 288· 44627 Herne
Vorstand: Andreas Werner (2. Vorsitzender)
Ralf Kleinhubbert (Geschäftsführer)
Silke Theis (Kasssiererin)
Homepage: http://www.bsv-holthausen.de/

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Letzte Änderung: 03.04.2021
Geändert von: Harry


Wir Holthauser Schützen können mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die grafische Darstellung, die auch auf der Seite “Herner Stadtnachrichten” in der Ausgabe Nr. 154 der “Westdeutsche Allgemeine” vom 6. Juli 1957 abgebildet worden ist, im Jubiläumsjahr 1957 erstellt wurde. Vermutlich hat sie der seinerzeitige Schriftführer Friedrich Becker aufgrund seiner profunden Kenntnisse zur Vereinsgeschichte selbst gezeichnet oder im Zuge der Herstellung der Grafik des Gründungshauses Wiesche von Josefa Holthoff, die bis heute auf jeder Titelseite der Festschriften abgebildet ist, gleich mit zeichnen lassen. Leider hat zu diesem Punkt die Befragung von Zeitzeugen der 1950er Jahre keine Klarheit bringen können. [1]
Die Fahne von 1899 wurde auf Bitte des Gemeindevorstehers von Holthausen, Heinrich Wiesche sen., von Amtmann Barfels vom Amt Castrop, zu dem Holthausen seinerzeit gehörte, in einer Vorfeier zum großen Schützenfest in der Gaststätte Rottmann, später Schulte-Beyer, geweiht. Diese traditionsreiche Stätte dient heute als Vereinsheim, wo auch diese Fahne verwahrt wird. [1]
Die Fahne von 1899 wurde auf Bitte des Gemeindevorstehers von Holthausen, Heinrich Wiesche sen., von Amtmann Barfels vom Amt Castrop, zu dem Holthausen seinerzeit gehörte, in einer Vorfeier zum großen Schützenfest in der Gaststätte Rottmann, später Schulte-Beyer, geweiht. Diese traditionsreiche Stätte dient heute als Vereinsheim, wo auch diese Fahne verwahrt wird. [1]
Beim Königsball im September 1958 im Festzelt an der Bruchstraße enthüllte der Geschäftsführer des Westfälischen Schützenbundes, Ernst Kubzig (Dortmund), die von 4 weiß gekleideten Ehrendamen getragene neue Fahne und gab ihr die symbolische Weihe. Die Fahne trägt die Inschrift “Für Bürgersinn und Heimattreue”. Sie wird heute ebenfalls im Vereinsheim aufbewahrt und bei Schützenfesten und ähnlichen offiziellen Anlässen gezeigt. [1]
Beim Königsball im September 1958 im Festzelt an der Bruchstraße enthüllte der Geschäftsführer des Westfälischen Schützenbundes, Ernst Kubzig (Dortmund), die von 4 weiß gekleideten Ehrendamen getragene neue Fahne und gab ihr die symbolische Weihe. Die Fahne trägt die Inschrift “Für Bürgersinn und Heimattreue”. Sie wird heute ebenfalls im Vereinsheim aufbewahrt und bei Schützenfesten und ähnlichen offiziellen Anlässen gezeigt. [1]
Das Bild vom Bauernhaus Wiesche zeigt vorne den seinerzeitigen Kommandeur des Schützenbataillons Manfred Hanisch, der zur Eröffnung des Königsvogelschießens im Jahre 1982 die Schützen hatte antreten lassen. [1]
Das Köngispaar beim 50-jährigen Jubiläum 1907 hieß Wilhelm Vethacke, dessen glückliche Königin Frau Bernhardine Hubbert wurde. [1]
1928 Fahnenoffizier und Fahnenjunker vor Beginn des Festzuges
1935 bei der Parade auf der Tappen Wiese
Das Jubelpaar beim 100-jährigen hieß Heinrich Wiesche und Grete Döhmann. Beide stammten aus Familien, deren Mitglieder 1857 den Verein auf der Deele des Bauernhauses Wiesche gründeten. [1]
Zum 150-jährigen gelang Norbert Galinski der Königsschuss, der seine Ehefrau Edeltraud zur Königin nahm. [1]

Der BSV Holthausen ist mit seinen 164 Jahren der älteste Schützenverein der Stadt Herne. 1986 erhielt der Verein die Sportplakette des Bundespräsidenten.

Vom 1. - 3. September 2007 feierte der Schützenverein anlässlich des 150-jährigen Bestehens, das 28. Schützen - und Volksfest mit dem Königsvogelschießen am 19. August. Die Festschrift zu diesem Ereignis zeigte auf dem Deckblatt den Gründungsort des Vereins, das Bauernhaus Wiesche, wie es von der Herner Künstlerin Josefa Holthoff schon 1957 erstmals gestaltet worden war.

In dieser Festschrift ist die nachstehende Chronik enthalten, die von Werner Ruthe geschrieben wurde.

Holthausen - das Dorf zwischen den Städten

Die Geschichte der Holthauser Bürgerschützen ist eng verbunden mit der Gemeinde Holthausen, die in der Zeit um das Jahr 1857 noch die Bauernschaften Börsinghausen und Oestrich umfaßte und gerade einmal 293 Einwohner zählte. Der auch heute noch an vielen Stellen sichtbare dörfliche Charakter des kleinen Stadtteils im Herner Osten war in der Mitte des 19. Jahrhunderts sicher wesentlich stärker ausgeprägt. Dies untermauert zweifellos ein Blick in die berufliche Gliederung der damaligen Bevölkerung, deren wirtschaftliche Grundlage in der unmittelbaren oder mittelbaren Bearbeitung landwirtschaftlich genutzten Bodens lag. Die Statistik der Berufe führten so z.B. im Jahre 1840 19 Landwirte und Kötter, 6 Tagelöhner sowie 3 Holzschuhmacher und 3 Schmiede an.

Natürlich hat die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einsetzende Industrialisierung auch in Holthausen, das seit 1817 zur Bürgermeisterei Castrop gehörte, 1902 mit den Gemeinden Sodingen und Börnig zum Amt Sodingen vereinigt und im Jahre 1928 in die Stadt Herne eingemeindet wurde, Spuren hinterlassen. Hierzu sei in Erinnerung gerufen, dass es 1866 zur Gründung der Zeche Erin in Castrop und 1872 zur Gründung der Zeche Mont-Cenis in Sodingen gekommen war. Sicherlich hat danach insbesondere die Gründung des Schachtes II der Zeche Mont-Cenis auf Holthauser Gebiet im Jahre 1895 eine wesentliche Änderung der Bevölkerungsstruktur mit sich gebracht.

Der wirtschaftliche Aufschwung brachte natürlich auch auf anderen Gebieten Veränderungen. So mussten sich die Holthauser Schulkinder täglich nach Castrop begeben, bis 1872 in Holthausen die erste eigene Schule am südöstlichen Dorfeingang gebaut wurde. Bei dieser Schule, die vielen älteren Holthausern noch in guter oder eventuell auch weniger guten Erinnerung ist, handelte es sich um die 1959 abgebrochene “Cäcilienschule”.

Die rasant wachsende Bevölkerung brachte natürlich auch steigende Schülerzahlen mit sich, wodurch der Neubau weiterer Schulen an der Gerther Grenze und an der heutigen Börsinghauser Straße sich als notwendig erwiesen. Die 1818 zu 93 % katholische Bevölkerung war 1899 zu 44 % evangelisch durchsetzt, so dass 1902 die evangelischen Kinder Holthausens ihre Lutherschule (später Schule Auf ́m Kolm) erhielten.

Weiteres Zeugnis hierfür ist die am 30. November 1904 eingeweihte Kirche von Sodingen an der Mont-Cenis-Straße mit der späteren Gründung der Kirchengemeinde Sodingen am 1. Oktober 1909, die mit diesem Zeitpunkt aus der Kirchengemeinde Castrop ausgepfarrt wurde. Die Landgemeinde Holthausen, wie Holthausen in der Gründungsurkunde genannt wurde, gehörte damit nicht nur im staatlichen, sondern auch im kirchlichen Bereich zu Sodingen. Ein weiteres Stück Selbständigkeit, auf das die Holthauser Bürger stolz waren, ging verloren.

Anders sah es dagegen für die Katholiken aus, die 1908 eine eigene Kirche, die Notkirche an der Mont-Cenis-Straße erhielten, die 1932 durch die Dreifaltigkeitskirche an der Börsinghauser Straße ersetzt wurde.

Heute noch sehen die Holthauser ihren Stadtteil als “Dorf zwischen den Städten”, in dem es sich gut wohnen läßt, auch wenn die Anzahl der Bauernhöfe abgenommen, jedoch die Zahl der Gebäude und damit auch die Zahl der Einwohner stark zugenommen hat.

Der Drang nach Selbständigkeit, nach etwas Eigenem, mag auch ein Grund dafür gewesen sein, weshalb es 1857 zur Gründung des Holthauser Schützenvereins gekommen war.

Der Hof Wiesche an der Mont-Cenis-Straße 584 - Gründungsort des Holthauser Schützenvereins

Der ursprüngliche Name dieses Hofes lautete Kleintappe (Täpken). Um 1833 heiratete Johann Theodor Wiesche, 1799 in Westhofen (Castrop-Schwerin) geboren, Frau Anna Maria Kleintappe in Holthausen und wurde damit Besitzer des Hofes. Ein Sohn aus dieser Ehe, Heinrich Wilhelm Wiesche, geb. 24. September 1837, heiratete 1867 Frau Maria Alwine Schlingermann aus Obercastrop und verstarb als letzter Mitbegründer des Holthauser Schützenvereins am 14. Januar 1935 im Alter von 98 Jahren. Den Hof übernahm sein Sohn Engelbert Heinrich Wiesche, der 1943 verstarb. Danach führte Heinrich Wiesche, seit dem 21. August 1949 1. Vorsitzender und später Ehrenvorsitzender der Holthauser Schützen, den Hof.

Das Bauernhaus des Hofes Wiesche, auf dessen Deele 1857 der Holthauser Schützenverein gegründet wurde, stammt aus dem Jahre 1798. Zur damaligen Zeit hatte der Hof die katholische Kirche in Castrop als Grundherrin und führte als jährliche Abgaben an diese 2 Malter Hafer [Anm. 1], 13 Scheffel Gerste [Anm. 2] und 4 Hühner ab.

Bis zur Mitte der Achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde das Gründungshaus Wiesche beim Königsvogelschießen gerne als Herberge benutzt, in der Schützen und Gäste bei Kaffee, Kuchen und anderen Speisen ein wenig Ruhe und Kraft für den weiteren Tagesablauf tanken konnten. Inzwischen ist dieses Stück “Holthausen” abgerissen und der Grund mit Einfamilienhäusern bebaut.

Nebenstehend sehen wir das Gründungshaus Wiesche im Jahre 1980. Die Holthauser Schützen hören ihrem Btl.-Kommandeur Manfred Hanisch zu, der das Schießen auf den Königsvogel eröffnet.

Das Gründungshaus zierte erstmalig 1957 die Umschlagseite der Festschrift. Die Gestaltung hatte die Herner Künstlerin Josefa Holthoff vorgenommen.

Die Gründungsversammlung 1857

Das kleine Bauerndorf Holthausen bei Castrop, zu dem auch die Siedlungskerne Börsinghausen und Oestrich zählten, beherbergte 293 Seelen. Viele davon waren mit Sicherheit Gäste der regelmäßig stattfindenden Castroper Schützenfeste gewesen, die der Überlieferung nach bereits im 16./17. Jahrhundert abgehalten wurden. Offensichtlich waren aber gerade die jungen Bauernburschen nicht mehr bereit, nur Schützenfeste in Castrop zu besuchen. Sie wollten ein eigenes Fest.

Zur ersten beratenden Zusammenkunft trafen sich die jungen Holthauser Bauernburschen in den Fastnachtstagen des Jahres 1857 auf der Deele des Bauernhauses Wiesche und beschlossen die Gründung eines Schützenvereins. Stürmisch sei es dabei auf dem elterlichen Hof zugegangen, wie der 1935 im Alter von 98 Jahren verstorbene Heinrich Wiesche immer wieder gern erzählte. Die ältere Generation schüttelte die Köpfe, äußerte so manche Bedenken und wies nicht ohne Grund auch auf die finanziellen Risiken hin, die mit einem Schützenfest damals schon verbunden waren. Erfahrene Schützen aus der Nachbarschaft erklärten die Ausführung des Planes für unmöglich, ja sogar utopisch.

Wagemut und Feuereifer der Jungen setzten sich aber durch, der Schützenverein wurde gegründet. Gleichzeitig wurde beschlossen, noch im Herbst des gleichen Jahres ein Schützenfest zu feiern.

Zum Vorsitzenden, der den Titel “General” erhielt, wurde J. Vethacke gewählt, dem Gustav Thürich, Heinrich Lueg, Heinrich Tappe, Heinrich Wiesche, Teves, Eckmann und Heermann zur Seite gestellt wurden.

Innerhalb kurzer Frist schrieben sich 72 Holthauser als Mitglied ein. Die Anschaffung einer Trommel und einer Fahne als wichtigstes Vereinsinventar war von Anfang an beschlossene Sache und wurde bis zum ersten Schützenfest im Juli angeschafft. Ohne sollte das Fest nicht über die Bühne gehen.

Die Fahne war aus grün-weißem Tuch mit dem Bild des heiligen Hubertus und der Inschrift “Schützengilde Holthausen. Anno 1857”. Bilder davon gibt es nicht, denn die Technik der Fotografie war noch nicht so weit entwickelt, dass sie weite Verbreitung gefunden hatte.

Die nebenstehende Abbildung, die als Vorlage für die Berichterstattung im Jubiläumsjahr 1957 an die WAZ gegeben wurde, stellt wahrscheinlich dar, wie 100 Jahre zuvor die Holthauser Schützen, ihre Fahne und Trommel sowie die Ehrendamen ausgesehen haben. Gekostet haben die Fahne, die Trommel und die Uniformen die Holthauser Schützen 137 Taler und 50 Silbergroschen.

Schützenfest 1857

Die Begeisterung für die Schützensache und wahrscheinlich auch die Aussicht, einige schöne Tage und Nächte mit Nachbarn, Freunden und Bekannten sowie den Einwohnern der Nachbargemeinden festlich begehen zu können, beflügelte die eingeschriebenen Schützen bei ihren Vorbereitungen für das Schützenfest im Sommer. So mussten Verhandlungen mit dem Zeltwirt geführt, zünftige Musik bestellt und ein Vogel geschnitzt werden. Das Schiesspulver und auch ein Exerzieren durften nicht fehlen. Um die Festvorbereitungen erfolgreich abzuschließen, war so mancher Botengang erforderlich, der die Vereinskasse mit 10 Silbergroschen belastete, wenn der Bote in das benachbarte Bochum lief.

Damit das Schützenfest nicht nur Besucher aus der eigenen Gemeinde anlockte, nutzte man für die Werbung die einzige Zeitung in der näheren Umgebung. Im “Wochenblatt für den Kreis Recklinghausen” erschien deshalb am 27. Juni 1857 folgende Anzeige:

Holthauser Schützenfest.

Sonntag, den 5. und Montag, den 6. Juli d. J. wird hierselbst das Schützenfest gefeiert werden.

Zur Teilnahme an diesem Fest laden wir alle Freunde fröhlicher Volksfeste mit dem Bemerken freundlichst ein, daß für eine vorzügliche Musik, sowie für ein schön gebautes geräumiges Zelt, gute und prompte Bewirthung, preiswürdige Getränke und sonstige Erfrischungen bestens gesorgt ist.

Die Musik wird von der Schulteschen Kapelle von Horneburg ausgeführt.

Alle diejenigen Einheimischen, die sich nicht haben einschreiben lassen, werden zu den Feierlichkeiten nicht zugelassen.

Holthausen bei Castrop, den 1. Juni 1857.

                                   Der Schützen=Vorstand.

Das Selbstvertrauen und der Mut der jungen Schützengilde kann nur bewundert werden, zusammen mit einer gehörigen Portion Vertrauen darauf, dass das Fest gelingen wird, der insbesondere im letzen Satz zum Ausdruck kommt.

Alle Skeptiker wurden durch den Verlauf des Festes eines Besseren belehrt. Das erste Holthauser Schützenfest verlief glanzvoll. Die Erwartungen wurden weit übertroffen. Der Besuch, auch aus den Nachbargemeinden, war überwältigend. Mancher Besucher wird auch von der Neugier angetrieben gewesen sein, zu sehen, wie so ein kleines Bauerndorf ein solch groß angekündigtes Fest gestaltete. Es galt aber sicherlich auch, dem ersten Holthauser Schützenkönig, Bauer Schulte-Oestrich und seiner von ihm erkorenen Königin, Frau Thürich, zu huldigen und so manches Gläschen auf das Wohl dieser Würdenträger zu leeren.

Das Fest verlief glanzvoll, so die Überlieferungen und Zeitungsberichte. Es bot aber auch den Holthauser Schützen reichlich Gesprächsstoff, denn das Fest hatte ein kaum zu übersehendes Loch in die Vereinskasse gerissen. Sparsam war offensichtlich nicht gewirtschaftet worden. Hierüber wurde viel erzählt und selbst die “Castroper Zeitung” berichtete im März 1899 noch davon.

Welche Summen ausgegeben wurden, wird deutlich an folgenden Zahlen: Zeltbau 70 Taler; Musik 52 Taler und 20 Silbergroschen; Pulver 4 Taler und 20 Silbergroschen; Königskrone 2 Taler; Kronen für die Ehrendamen 2 Taler; Seide zur Königsschärpe 1 Taler und 15 Silbergroschen; Besatz an den Hosen der Offiziere 3 Taler und 15 Silbergroschen. Der Tambour erhielt eine Sondervergütung von 3 Talern. Wie viel Bier ausgeschenkt wurde, ist nicht überliefert, aber ein halb Ohm [Anm. 3] wurden mit 3 Taler und 15 Groschen notiert.

All diese und weitere Ausgaben - die Seidenkleider der Ehrendamen wurden auch aus der Kasse bezahlt - verursachten ein gewaltiges Defizit.

So manche Besprechung wird auf der Deele des Hauses Wiesche stattgefunden haben, ehe der Fehlbetrag auch durch Freunde und Gönner ausgeglichen war.

Die Ausführungen zum ersten Schützenfest sollen geschlossen werden mit einem Blick auf das Königspaar. Ein Bild steht dem Verein leider nicht zur Verfügung, deshalb ein Blick auf das Zuhause von Schützenkönig und Königin.

Der erste Schützenkönig, Bauer Joseph Schulte-Oestrich, stammte aus dem Ortsteil Oestrich, zu dem nur 4 Höfe an der jetzigen Oestrichstraße gehörten. Der Hof Schulte-Oestrich gehörte 1827 mit 187 Morgen zu den größten Besitzungen der Bauernschaft Holthausen. Der Name Schulte lässt vermuten, dass ehemals dem jeweiligen Hofinhaber als Bauernvorstehen eine gewisse Gerichtsbarkeit über die Grundbesitzer der Bauernschaft zustand. Der Hof war an das Haus Henrichenburg abgabepflichtig.

Der Hof Thürich war mit 192 Morgen Grundbesitz der größte in der Bauernschaft Holthausen. Die Hofgebäude standen südlich der Mont-Cenis-Straße, ungefähr zwischen Vonnahme und Stegemann. Der Besitz umfaßte auch 4 Einliegerhäuser, 1 Brennerei und 1 Schmiede. Wohnhaus und Scheune brannten in den Jahren 1876/1877 nieder und wurden nicht wieder aufgebaut.

Sowohl Schützenkönig Schulte-Oestrich als auch Frau Thürich, die Königin, stammte - so kann sicher geschlossen werden - wohl nicht aus unvermögendem Hause. Beide werden mit Sicherheit ihr Scherflein zum Gelingen des ersten Schützenfestes beigetragen und ihre Schatullen bei der Bewältigung des Defizits nicht zugehalten haben.

1899 - der Schützenverein wird zu neuer Blüte gebracht

Seit dem prachtvollen Schützenfest 1857 waren 42 Jahre vergangen. Die Alten waren nicht mehr und die Schulden in der Vereinskasse waren ebenfalls kein Thema mehr. Der König Joseph Schulte-Oestrich war verstorben, von den Mitgliedern lebten nur noch 12.

Der Gastwirt Friedrich Döhmann, der im Verein mit dem damaligen Vorsteher Heinrich Wiesche den Schützengedanken wieder lebendig werden ließ, erwarb sich beim Wiederaufbau des Vereins große Verdienste. Holthausen zählte 1899 insgesamt 2.575 Einwohner; mit den Gemeinden Sodingen und Börnig waren es immerhin 7.666. Gegenüber der Einwohnerzahl von 1857 konnte somit viel Überzeugungsarbeit für den Schützengedanken geleistet werden und der Erfolg blieb auch nicht aus. Der Verein zählte bis zum Schützenfest im Juli d. J. 450 Mitglieder, eine gute Basis für das geplante Vorhaben.

Die führenden Ämter waren allesamt besetzt; an der Spitze standen Heinrich Tappe sen., 1. Vorsitzender; Engelbert Wiesche, 1. Schriftführer und Heinrich Wiesche sen., 1. Kassierer. An der Spitze des Offizierscorps standen Heinrich Lueg, General; Hermann Böckmann, Oberst und Friedrich Döhmann, Major. 5 Kompanien waren gebildet worden. Selbst ein Oberstabsarzt mit einem Assistenzarzt und 2 Lazarettgehilfen fehlten nicht.

So rief man alsbald zum Schützenfest und holte die Trommel aus den Gründertagen hervor. Die Fahne aus demselben Jahr war bei einem Brand auf dem Bruch vernichtet worden. Eine neue musste her, wurde aus freiwilligen Spenden beschafft und bei einer großen Vorfeier in der Wirtschaft Rottmann (später Schulte-Beyer) durch den Amtmann Barfels aus Castrop geweiht. Die Kleiderordnung beim Schützenfest sah für die Schützen einen dunkelgrünen Hut mit Feder, für die Offiziere Gehrock und dunkle Hose mit grünen Streifen und die immerhin stolze Zahl von 16 Ehrendamen weißes Kleid, grüne Schärpe, schwarze Lackschuhe mit Schilfrose, schwarze Strümpfe und lange weiße Handschuhe vor.

Mit einem nach heutigen Maßstäben überdimensionalen Plakat, das in dem Vereinsheim bewundert werden kann, kündigte der Vorstand für den 1. und 2. Juli 1899 das Schießen nach dem Vogel bis zum Königsschuß an. Aber auch ein großes Concert, der große Königsball, Königsparade und Festball mit anschließendem Prachtfeuerwerk machten Lust, das Fest zu besuchen. Vergessen konnte den Termin in Holthausen und der näheren Umgebung niemand, denn beide Festtage wurden um 5 Uhr in der Frühe mit Kanonendonner eröffnet.

Es kam allerdings anders. Das Zelt war bereits aufgestellt, als wegen eines plötzlich ausgebrochenen Bergarbeiterstreiks die Feier verboten wurde. Das Zelt mußte abgebrochen werden. Mit dem Zeltwirt gab es wegen der Kosten einen heftigen Streit, der die Schützen in arge finanzielle Schwierigkeiten brachte.

In der “Chronik der Schule von Holthausen”, die sich in der Bibliothek des Emschertalmuseums Herne befindet, war wenige Wochen später folgendes festgehalten worden:

1899 - Am 29. und 30. Juli wurde von dem Bürger-Schützenverein der Gemeinde Holthausen Schützenfest gefeiert. Den Königsschuß that der Landwirt Anton Eckmann zu Holthausen, welcher zur Königin die Frau des Landwirts Heinrich Tappe zu Holthausen wählte. Seit dem Jahre 1857 war in der Gemeinde Holthausen kein Schützenfest gefeiert worden.

Es war ein tolles Fest gewesen, das im neu erbauten, 1200 qm großen Zelt auf Haacken Wiese gefeiert worden war. In Scharen müssen auch Besucher aus dem benachbarten Castrop den Weg in das Festzelt gefunden haben. Der Berichterstatter in der “Castroper Zeitung” vom 3. August ließ sich jedenfalls zu folgenden Vers hinreißen:

Es wogt des Volkes dunkler Hauf’
Gen das liebliche Holthausen hinauf!
Dort aus dem Erintore rückt
Der Bürgerschar mit ihren Fraun,
Mit ihren Kindern, zum Feste schön geschmückt,
Gar würdig und lustig anzuschauen!

Die Begeisterung über das gelungene Fest, das trotz aller Schwierigkeiten keinen finanziellen Schock verursachte, hielt über die Jahre. Der Vorstand und auch das Offizierscorps blieben fast unverändert und kündigten für den 2. und 3. Juli 1904 erneut ein Schützenfest an. In der Weide von W. Speckbrock sollte es stattfinden und wiederum mit Kanonendonner um 5 Uhr in der Früh eingeleitet werden.

Es kam jedoch wegen eines Pockenfalls in Bochum zunächst zum Verbot. Wenige Wochen vor dem genannten Termin kam dann doch die Genehmigung. Die Schützen waren erleichtert und frohen Mutes begab man sich an den Sonntagen vor dem Fest zu Exerzier- und Paradeübungen. Durch die Teilnahme der Majestäten des Jahres 1899, die reichlich “Münchener Königl. Hofbräu” spendeten, gestalteten sich die Übungen zu stimmungsvollen Vorfeiern.

Das Schiessen nach dem Vogel auf Eckmanns Wiese, neben dem Feuerwehrturm, beendete mit dem Königsschuss, Nikolaus Haase. Gemeinsam mit Frau Anna Nöthe bestieg er den Königsthron, musste allerdings mit dem Königswalzer warten. Die Kapelle des 2. Westfälischen Husaren-Regimentes Nr. 11, aus Düsseldorf, traf erst verspätet ein. Umso fleissiger spielten sie dann, denn der stimmungsvolle Festverlauf war auch ihrem Einsatz gedankt.

Der zuvor genannte Schulchronist hielt hierzu ganz nüchtern fest:

Am 2ten und 3ten Juli 1904 wurde von dem Bürger-Schützenverein der Gemeinde Holthausen Schützenfest gefeiert. Den Königsschuß tat Bauunternehmer Haase zu Holthausen-Landwehr, welcher zur Königin die Frau des Wirts Carl Noethe zu Holthausen- Bruch wählte.

1907 - Goldenes Vereinsjubiläum

Bereits 3 Jahre später, im 50. Jahr des Vereinsbestehens, sollte es erneut ein Schützenfest geben. An 3 Tagen, dem 10., 11. und 12. August 1907, sollte mit besonderem Prunk und einem großen Feuerwerk Schützenfest gefeiert und ein neues Königspaar bejubelt werden.

An der Spitze des Vereins stand Wilhelm Rottmann, der gemeinsam mit dem Offizierscorps unter fachkundiger Beratung von Major Döhmann die notwendigen Vorbereitungen traf. Das Vogelschießen auf Böckmanns Ziegelei beendete Schlossermeister Wilhelm Vethacke mit dem Königsschuß. Glückliche Königin wurde Frau Bäckermeister Bernhardine Hubbert.

Das Bild dieses Königspaares vor der Vereinsfahne von 1899 zeigt, dass seinerzeit der Schützenkönig einen Zylinder trug, im Gegensatz zu der wahrscheinlich 1857 noch getragenen Krone, die mit 2 Talern bezahlt worden war. Neben der Königsschärpe zierte die Königskette mit der Medaille mit der Aufschrift “1857 Erinnerung an das Gründungsjahr” die stolze Brust des Königs. Eine weitere Medaille mit der Aufschrift “1899 Schützenverein Holthausen” erinnert wohl an das Anschaffungsjahr 1899. Jeweils 2 weitere Erinnerungsmedaillen sind den Königen Anton I. (Eckmann) und Nikolaus I. (Haase) gewidmet. An die jeweiligen Königinnen Karoline Tappe und Anna Nöthe erinnern die Medaillen, die den Königspaaren gewidmet waren. Das nebenstehende Bild zeigt das Königspaar des Jubiläumsjahres 1907 mit dem Hofstaat sowie dem Zeremonienmeister Gustav Thürich.

1907 - 1945 Eine schwierige Phase in der Vereinsgeschichte

Nach dem grossen Schützenfest im Jubiläumsjahr 1907 kam das Vereinsleben irgendwie zum Erliegen. Im Wilhelminischen Zeitalter, wie die Zeit von 1888 - 1918 unter Kaiser Wilhelm II. auch genannt wurde, waren andere Dinge offensichtlich wichtiger. Das Streben des Kaisers nach einer Weltmachtstellung für Deutschland, das 1918 mit dem Ende des I. Weltkrieges Not und Elend über das Volk brachte, ließ möglicherweise nicht viel Raum für die Gestaltung von Freizeit, in der die Tradition der Schützen gepflegt werden konnte. Hinzu kamen sicherlich die wirtschaftlichen Belastungen aus Reparationsleistungen und der galoppierenden Inflation. Erwähnt sei auch die hohe Zahl der Arbeitslosen, der Kapp-Putsch im Jahre 1920 oder die Räumung des Ruhrgebietes im Jahre 1925 von den Franzosen als Besatzungsmacht, also Ereignisse, die von politisch unruhigen Zeiten zeugten.

1928 - Schützenkönig Wilhelm I. (Vethacke) trug nunmehr 21 Jahre lang die Königskette; er wünschte sich eine Wiederbelebung des Schützenvereins. Major Döhmann - seine Erfahrungen bezüglich der Wiederbegründung des Vereins im Jahre 1899 waren ihm von großem Nutzen - nahm sich dieses Wunsches an und berief für den 3. Februar d. J. eine Versammlung in die Gaststätte Nöthe ein. Das ehemalige Offizierskorps und alle Bürger, die sich als Holthauser fühlten, sollten zugegen sein. 25 Männer waren dem Rufe gefolgt und gingen das Vorhaben zügig an.

Major Döhmann legte den Zweck der Versammlung, noch in diesem Jahr ein Schützenfest zu feiern, dar. Hieraus wird hinreichend erkennbar, daß die Pflege von Schützenbrauchtum mit dem Hauptziel, ein Königsvogelschießen und Schützenfest zu veranstalten, erste Priorität für den Verein haben sollte. Schützenbruder Friedrichs stellte dagegen den Antrag, zunächst einmal einen lebendigen Schützenverein zu gründen, d. h. einen Verein, in dem ein ergänzter Vorstand gewählt, laufend Beiträge gezahlt, Schießübungen und Preisschießen abgehalten und Ausflüge zu anderen Brudervereinen gemacht würden. Hierdurch würden der Vereinskasse beträchtliche Eintritts- und Beitragsgelder zufliessen. Der Antrag wurde allgemein für gut geheissen, so der damalige Schriftführer Fischer, aber für einen Beschluss reichte es doch nicht. In einer weiteren Versammlung am 26. Februar, an der 80 Holthauser teilnahmen, wurde Engelbert Wiesche zum 1. Vorsitzenden gewählt und Friedrich Döhmann zum Oberst befördert sowie die Abhaltung eines Schützenfestes beschlossen, weiteres zunächst auf später vertagt.

Dieses Fest fand am 4., 5. und 6. August 1928 statt. Schützenkönig wurde Schneidermeister Theodor Bernhard Rottmann, der Johanna Steden zur Königin erkor. Es war ein Fest nach altem Brauch mit Vogelschiessen, Königsparade, Festumzug, Kinderschützenfest und dem Portemonnaiewaschen zum Festausklang. Es war toll und feucht, von innen sowie von aussen gewesen, denn Petrus hatte insbesondere bei der Königsparade die Himmelsschleusen weit geöffnet.

Nach dem Fest nahm das Vereinsgeschehen seinen gewohnten Lauf und die 5 Kompanien entwickelten mit Schießabenden und geselligen Beisammensein ein reges Eigenleben, so dass recht bald mehr als 300 Holthauser Mitglied waren. Am 10. März 1929 beschloss die Vollversammlung dann auch eine Satzung, so dass schließlich am 11. November 1929 der Verein unter der Geschäftsnummer VR 58 beim Amtsgericht Castrop-Rauxel in das Vereinsregister eingetragen wurde. Mitglied konnte jede männliche Person ab 18 Jahren werden. Als Zweck des Vereins wurde festgeschrieben, dem Vaterlande in seiner Not zu dienen, durch Festigung der Schießfertigkeit, der Disziplin, des Pflichtbewusstseins, durch Pflege des Bürgersinnes, der Eintracht und Geselligkeit und die Erziehung der jugendlichen Mitglieder zu diesen Tugenden.

Das Schießen sollte durch die Einführung von Schützenschnüren und einiger Wanderpokale attraktiver werden. Auch die Geselligkeit unter Einbeziehung der Familien wurde vielfältig gepflegt, davon zeugen die mannigfalten Protokolle und Jahresberichte. Besonders beliebt waren dabei die Zusammenkünfte des Bataillons auf dem Schießstand “Wilhelm Tell” an der Friedhofstraße, der von einigen Schützenbrüdern betrieben wurde.

Mit der Disziplin hat es allerdings zu vorgerückter Stunde hin und wieder gehapert, wie mancher “blumige” Hinweis vermuten lässt, denn selbst einige Offiziere erhielten vom Herrn Major einen Tadel wegen nicht ordentliche Kleidung. So war das damals!

In der Generalversammlung am 15. Januar 1933 wurde Heinrich Tappe zum 1. Vorsitzenden gewählt. Damit war der Posten des Majors und des Vorsitzenden in einer Person vereinigt. Unstimmigkeiten sollten dadurch vermieden werden. Durch die Wahl eines Schützenbruders, der in Holthausen an der Scholle gebunden ist, sollten auch jährliche Neubesetzungen der Vergangenheit angehören. Eine Rechnung die aufging, denn Heinrich Tappe blieb mehr als ein Jahrzehnt Vorsitzender, auch wenn er durch die Gleichschaltung aller Sportvereine durch den Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen zum Vereinsführer des Schützenvereins bestellt wurde. Auch mussten die Holthauser Schützen im August 1937 die allen Sportvereinen zugedachte Reichsbundfahne in Empfang nehmen. Stolz getragen wurde nach wie vor die Schützenfahne von 1899. Ausdruck hierfür sind zweifellos die Ausführungen des Chronisten der Feier der Fahnenübergabe, der von einem dreifachen Horrido des Schützenoberst Tappe auf das deutsche Schützenwesen am Schluss der Übergabe berichtet, gefolgt von einem mit Begeisterung gesungenen Schützenlied.

Die Pflege des Schützenbrauchtums im althergebrachten Sinne zeigte sich 1935 als auch 1939 durch die Feier weiterer Schützenfeste, die beide glanzvoll in der seit 8 Jahrzehnten bekannten Weise verliefen. Daran änderten auch mehrfache Anordnungen zur Änderung des Vereinszwecks im Sinne der damaligen Machthaber nichts. 1935 tat Fritz Döhmann den Königsschuss und bildete gemeinsam mit Fräulein Elisabeth Wiesche den Königsthron. Die beiden Vertreter der jüngsten Schützengeneration machten ihre Sache hervorragend und das Festzelt war bei strahlendem Sonnenschein an allen drei Tagen bis zum letzten Platz gefüllt.

1939 erging es im Juli Ewald Gottschlich, der Frau Toni Nöthe zur Mitregentin wählte, ebenso. Dieses Volksfest zählten seinerzeit die Schützen zu einem der schönsten. Massgeblich dazu beigetragen hat wohl die Musikkapelle der Beobachtungsabteilung Dortmund. Ausgezeichnete Musik, unermüdlicher Einsatz bis in die frühen Morgenstunden und humorvoller Kontakt zum feiernden Publikum waren wohl einer der Garanten für das Gelingen des Festes gewesen.

Wenige Wochen später begann der zweite Weltkrieg. Die monatlichen Versammlungen der Kompanie wurden noch einige Zeit weitergeführt. Das Übungsschießen auf den Luftgewehrständen in den Kompanielokalen wurde von jung und alt dazu genutzt, im Wettkampf der Kompanien untereinander gut zu bestehen und bei der inzwischen eingeführten Vereinsmeisterschaft oder dem Wettkampf um die Hauptmannskette gut abzuschneiden. Daneben erfreute sich auch die Musik- sowie Reiterabteilung grosser Beliebtheit, ebenso gern hörte man auch das Trommeln der Spielleute. Die Freude an diesen Dingen ging jedoch rasch verloren. Die Zahl der Schützenbrüder, die zum Kriegsdienst eingezogen wurden, stieg stetig. Die innere und äussere Not der Schützen brachte das Vereinsleben mehr und mehr zum Erliegen. Den Eingezogenen schickte man Päckchen an die Front. Immer häufiger jedoch gedachte man gefallener Schützenbrüder.

Im Protokollbuch wird mit der letzten Eintragung von der Jahreshauptversammlung am 14. Februar 1943 berichtet. Da mit Eintritt der Dunkelheit mit Fliegeralarm zu rechnen war, hatte die Versammlung bereits um 4 Uhr am Nachmittag begonnen. Der Versammlungsbericht umfasst nur wenige Zeilen, die deutlich machen, daß ein Vereinsleben praktisch nicht mehr stattfand.

1949 - mit neuem Mut beginnt der Wiederaufbau

Das entscheidende Datum für den Neubeginn unseres Vereins ist der 21. August 1949. An diesem Tag fand in der Gastwirtschaft Nöthe die Wiederbegründungsversammlung statt, zu der immerhin 45 Schützenbrüder erschienen waren.

Bevor Heinrich Wiesche jedoch zu dieser Versammlung einladen konnte, waren umfangreiche Vorarbeiten notwendig. Rufen wir uns hierzu in Erinnerung, dass mit dem Zusammenbruch durch die Militärbehörde alle Vereine, die auch nur einen geringen militärischen Charakter trugen, aufgelöst wurden. Der Bürgerschützenverein Holthausen blieb nicht verschont. Die Vereinsfahne wurde beschlagnahmt und das Sparbuch eingezogen. Akten und Bilder des Vereins konnte man dadurch, dass sie bei einer bekannten Familie in einem Dorf des Münsterlandes vorsorglich schon während des Krieges untergebracht waren, vor der Beschlagnahme und möglichen Vernichtung retten. Auf Jahrzehnte schien es, dass Schützenvereine der Geschichte angehörten.

Es kam jedoch anders. Bereits 1948 wurden im Münsterland die ersten Schützenfeste abgehalten und auch die Nachbarn aus Obercastrop wagten im Herbst 1948 ein solches Fest. Das ließ die Holthauser Schützen nicht ruhen. Heinrich Wiesche ergriff im engeren Kreis, zu dem auch Schützenbruder Fritz Döhmann gehörte, die Initiative. Die Fahne entdeckte man im Landgericht Bochum. Insgesamt 21 mal habe er sich nach Bochum begeben, um die Fahne von den Militärbehörden freigegeben zu bekommen, erzählte Wiesche später schmunzelnd. Der Erfolg dieser Aktion machte Mut, die Militärregierung der Stadt Herne und auch die Stadtverwaltung Herne wurden angesprochen, so daß man am 21. August zur Tat schreiten konnte. 45 Schützenbrüder hörten den Bericht über die Vorbereitungen, diskutierten die den Verhältnissen angepasste Satzung, berieten darüber, ob der neue Verein einen starken religiösen Charakter bekommen sollte. Oder war es doch besser, einem Heimatverein mit besonderer Pflege der heimatlichen Volkskunst den Vorzug zu geben? Letztlich war man sich mit dem vorbereitenden Ausschuss einig, beschloss die Satzung in der vorgesehenen Form und legte im § 3 folgendes fest:

“Der Verein verfolgt den Zweck, örtliche Sitten und Gebräuche zu erhalten, bei seinen Mitgliedern Heimatliebe und Bürgersinn zu wecken und sie zu Eintracht und Geselligkeit zu erziehen. Im Abstand von einigen Jahren veranstaltet er öffentliche Volksfeste in althergebrachter Form.”

Alle militärischen Bezeichnungen fielen fort und der Verein in 3 Abteilungen gegliedert, an deren Spitze Abteilungsleiter gewählt wurden. Der Vorstand wurde mit Heinrich Wiesche und Fritz Döhmann als 1. und 2. Vorsitzenden, Friedrich Becker als Schriftführer und Georg Tetzlaff als Kassierer gebildet. Die Schützenbrüder Heinrich Gößling und Franz Menne sollten den früheren Spielmannszug wieder zusammenstellen und im Laufe des Herbstes sollte der in 1939 ausgefallene Königsball zu Ehren von Ewald I. (Gottschlich) und Toni I. (Nöthe) nachgeholt werden. Dabei war auch vorgesehen, die Fahne von 1899 mit einem goldenen Jubelkranz zu ehren, denn seit ihrer ersten Weihe waren 50 Jahre vergangen.

Dem Protokoll der ersten ordentlichen Jahreshauptversammlung vom 5. März 1950 ist zu entnehmen, dass der Spielmannszug beim ersten öffentlichen Auftritt beim Besuch der Obercastroper Schützen am 11. September schon gespielt hatte. Das Herbstfest brachte einen gut gefüllten Saal bei Schulte und einige Mark in die magere Kasse. Gleiches tat eine Fastnachtsfeier Anfang Februar 1950. Deshalb sollte größer gefeiert werden und man beschloss für den Sommer ein Schützenfest. Heinrich Tappe, der frühere langjährige Vorsitzende, wird einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Neue Mützen sollen bis zu Fest die Häupter der Schützen zieren. Die Abteilungen verzichten gar für mehrere Monate auf ihren Anteil am Vereinsbeitrag, um auch Mützen für die Spielleute anschaffen zu können. Wer hier Aussagen zum Schießsport vermisst, sei an das Verbot der Militärregierung über den Gebrauch jeglicher Waffen erinnert. Im Kassenbuch sind für das Jahr 1949 Einnahmen von 662,50 DM und Ausgaben von 308,49 DM verzeichnet. Die erste Ausgabe waren 45,-- DM für ein großes Trommelfell, das bei L. Bieberstein in Herne-Sodingen beschafft worden war. 1950 - das Jahr des ersten Schützenfestes - wurde furchtlos mit einem Kassenstand von 354,01 DM begonnen.

Am 25. April war die Herner Presse zur erweiterten Vorstandssitzung herzlich eingeladen worden. Das Programm der Schützenfesttage im Juni wurde vorgestellt und sogleich 100 Plakate in zweifarbigem Druck bestellt. Die Bestimmungen wurden gelockert, und so konnte festgestellt werden, dass ein Vogel aus Ton am geeignetsten war, mit Luftbüchsen abgeschossen zu werden.

So geschah es dann am 10. Juni. Auf Tappes Wiese thronte auf einer 2 m hohen Rampe der Tonvogel, der aus 10 m Entfernung Schuss um Schuss zerlegt wurde. Schützenbruder Georg Tetzlaff war der Glückliche, der den Königsschuss tat und Frau Agnes Stegemann zur Königin wählte. Bevor es jedoch soweit war, konnte jeder, ob Mitglied oder nicht, auf einen zweiten Tonvogel schiessen. Dem glücklichen Sieger hierbei winkte eine edle Flasche Wein und der Ehrentitel des “Zaunkönigs”.

Im festlich geschmückten Zelt neben der Wirtschaft Eckmann erhalten Georg I. und Agnes I. ihre Insignien, Königskette und Königinnendiadem, aus der Hand ihrer Vorgänger. Das Fest begeisterte die Grossen mit einem Festzug bei herrlichem Sonnenschein am Sonntag, und die Kleinen mit einem Wettbewerb neben der Wiese am Feuerwehrturm um die Würde des kleinen Königs Der Schützenball des dritten Tages endete mit einem Samba der Jugend und einem Rheinländer für die Alten.

Danach gestaltete sich das Vereinsleben recht vielfältig. Die Abteilungen trafen sich regelmässig und entwickelten erneut ein gewisses Eigenleben, ohne zu vergessen, die Aktivitäten des Vereinsvorstandes zu unterstützen. Herbstfeste und sogar eine Prunksitzung mit Elferrat der Günningfelder Karnevalsgesellschaft wurden fleissig besucht und man bedauerte, dass der Saal bei Schulte nicht noch mehr Besuchern Platz bieten konnte. Mit Werken plattdeutscher Heimatdichter beeindruckte der Leiter der Plattdeutschen Sprachgesellschaft von Recklinghausen, Herr Heinrich Bratke, die Schützen und forderte mit plattdeutschem Humor auch die Lachmuskeln. Weniger erfreulich war die Abspaltung des Spielmannszuges mit einem längeren Streit um die Musikinstrumente, an denen der Schützenverein seine Eigentumsrechte geltend machte. Schliesslich wurden die Instrumente in einem Vertrag vom 30. Mai 1954 an die “Ver. Spielleute Herne-Sodingen”, die von Franz Menne vertreten wurden, verkauft.

Die Bestimmungen zum Gebrauch von Sportwaffen wurden nach und nach gelockert. Diese Entwicklung machte sich Fritz Döhmann zu eigen, der die Vereinsmitglieder immer wieder um eine breitere Beteiligung beim Übungs- und Pokalschiessen bat. Gleiches galt z.B. auch für die Schiessen des neu gegründeten Stadtverbandes. Die Hauptmannskette wird 1954 eingezogen, der der Vereinsmeister ab 1955 als sichtbares Ehrenzeichen die Meisterkette tragen soll.

Nicht unerwähnt bleiben soll, dass von der “Gewerkschaft ver. Constantin der Große” in Bochum ab 1. Juni 1953 der Kleinkaliber-Schiessstand an der Friedhofstraße für einen jährlichen Pachtzins von 50,-- DM angepachtet wurde. Einige Samstage wurden dafür geopfert, dieses Objekt in seinem Bestand zu sichern und für die Zwecke des Vereins herzurichten. So kaufte man beispielsweise 100 Eisenbahnschwellen zum Preis von 1,-- DM/Stck. Der Verwendungszweck wird nicht berichtet, wohl aber wie teuer die ganze Angelegenheit werden könnt, weshalb die weiteren Arbeiten bis nach dem Schützenfest 1954 vertagt wurden. Schliesslich wird der Pachtvertrag auf Grund finanzieller Erwägungen zum 31. Mai 1955 gekündigt.

1954 konnte in gewohnter Weise wieder mit dem Kleinkalibergewehr auf den Holzvogel geschossen werden. Der Antrag des Vorstandes wurde am 21. Juni 1954 von der Stadt Herne mit zahlreichen Auflagen genehmigt, hatte doch das 21. Polizeirevier Herne folgende Stellungnahme abgegeben:

“Bei dem Bürgerschützenverein e.V. 1857 Holthausen handelt es sich um den ältesten Schützenverein der Stadt Herne. Das Stadtgebiet Herne-Holthausen hat ländlichen Charakter. Die Bevölkerung ist mit dem Bürgerschützenverein eng verbunden und nimmt in althergebrachter Weise regen Anteil an dem Königsvogelschießen. Aufgrund vorstehender Eigenarten und weil das in Aussicht genommene Gelände, auf dem ausreichende Sicherungsmaßnahmen zu schaffen sind, für das Königsvogelschießen geeignet ist, wird die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung ohne Bedenken befürwortet.”

Bürgermeister Kohlenbach gab um 9.30 Uhr den ersten Ehrenschuss ab. Tappes Wiese blieb nicht nur bis zum Königsschuss gegen 13.45 Uhr gut gefüllt. Wilhelm Lange-Wellpoth tat den entscheidenden Schuss und war fortan als Wilhelm II. Holthausens neuer Schützenkönig. Als Mitregentin stand ihm Erna I. (Hanisch) zur Seite. Ein wahres Volksfest mit der Dorfgemeinschaft Holthausen machte den beiden Regenten Mut, in den kommenden drei Jahren fröhlich die Holthauser Schützen zu regieren, ehe dann im Jahre 1957 das 100 jährige Bestehen des Vereins gebührend begangen werden könnte.

1957 - 100 Jahre Bürgerschützenverein Holthausen

Der Rückblick in das Jahr 1957 ist natürlich geprägt vom Schützenfest, das anlässlich des 100jährigen Bestehens des Holthauser Schützenvereins begangen wurde. Es hat lange nachgewirkt, und so schrieb der Ehrenvorsitzender Heinrich Wiesche zwanzig Jahre später in der Festschrift des Jahres 1977 über diese Festtage u.a. Folgendes:

“Für mich sind diese Tage, an denen ich mit Frau Grete Döhmann die höchste Würde des Vereins tragen durfte, eine stolze und liebe Erinnerung!”

Die Jubelfeier war lange geplant und in vielen Besprechungen vorbereitet worden. Mit vielen Berichten vor dem Fest stellte die Herner Presse das Festprogramm vor und berichtete danach in Bild und Schrift von einem glanzvollen Ereignis, das über die Grenzen Holthausens hinaus Bewunderung für das Königspaar und seinen 100 Jahre alten Verein ausgelöst hatte. Die Festtage wollen wir mit dem in Erinnerung rufen, was der damalige 1. Schriftführer, Fritz Becker, in der bereits genannten Festschrift über das “Hundertjährige” festgehalten hat:

“Nun noch eine kurze Erinnerung an das Jubelfest, die Hundertjahrfeier des Schützenvereins Holthausen am 6. - 8. Juli 1957! Holthausen erlebte in diesen Tagen, sie decken sich fast genau mit den Festtagen des ersten Schützenfestes (5. und 6. Juli 1857), eine Veranstaltung, die nach Umfang, Prachtentfaltung und Verlauf einen Höhepunkt in der Geschichte der Gemeinde darstellte. Das Festzelt stand auf der Haacke ́schen Wiese gegenüber dem Schwesternhaus. Die Majestäten dieses Festes hießen Heinrich Wiesche und Margarete Döhmann, beide, war es Zufall oder kluge Regie, stammten aus Familien, deren Namen immer wieder in der Geschichte des Vereins auftauchten.

Der feierliche Akt am Samstagabend vereinte eine Reihe prominenter Gäste auf dem Podium: Vertreter der Stadt, der Polizei, der örtlichen Geistlichkeit, des Zweckverbandes für Leibesübungen, des Westfälischen Schützenbundes und vieler Nachbarvereine. Dann bewegten sich in einem farbenfrohen Zug alle noch lebenden Königspaare der Holthauser Schützen durch die dichtbesetzten Stuhlreihen zum Königsthron: an der Spitze das
Jubelpaar, Heinrich I. und Grete I., ihm folgten die Majestäten der Feste von 1954, 1950, 1939 und 1935. Als älteste Teilnehmerin war Frau Johanna Steden aus Bochum erschienen, die 1928 mit dem Schützenbruder Theodor Bernhard Rottmann das Diadem getragen hatte.

Ehrenvorsitzender Heinrich Tappe vollzog die feierliche Krönung des neuen Königspaares. Dann drängten sich in fast endloser Reihe die Gratulanten mit ihren Wünschen und Geschenken. Die Stadt überreichte einen wertvollen Keramikteller, verziert mit Motiven der Stadt und Schützensymbolen, hergestellt in einer Werkstatt des Westerwaldes. Das Glanzstück der Festlichkeit bildete am Sonntag bei bestem Festwetter der große Umzug durch die Straßen der Gemeinde.

Angeführt durch Herold und eine Gruppe Armbrustschützen folgten die Schützenabteilungen von 13 Nachbarvereinen. Das Hauptinteresse galt natürlich den Holthauser Schützen, an ihrem Ende ein farbenfrohes Bild: 5 festlich geschmückte Wagen mit den noch lebenden Königspaaren, am Schluß ein Vierspänner mit dem Jubelpaar. Pagen mit Standarten und an der Seite marschierende Landsknechte in historischer Tracht umrahmten die Gruppe. Im Dorf vollzog sich die Parade vor den auf einer Empore stehenden 13 Königspaaren. Nach der Rückkehr ins Zelt gab es nur eine Meinung: einen solchen Festzug, sowohl nach seiner Länge als auch nach seiner Zusammenstellung hatten die Straßen Holthausens noch nicht gesehen.”

Aus diesen Worten wird deutlich, dass die Bürger Holthausens gemeinsam mit alten Holthauser Schützen und ihren Gästen aus dem übrigen Herne und den Nachbarstädten drei Tage bei guter Stimmung verbracht hatten.

Für die Schützen selbst kehrte danach der Alltag wieder ein. Aber so mancher Besuch bei den Festen der befreundeten Vereine entschädigte für die vielen Mühen, die das Vereinsleben ansonsten schon mal mit sich brachte.

Der Rückblick auf das Jubeljahr soll enden mit einem Hinweis darauf, dass der Bürgerschützenverein Holthausen am 1. Januar 1957 seine Aufnahme in den Westfälischen Schützenbund 1861 e. V. beantragte. Diesem Antrag war auch entsprochen worden, denn Karl Gottowick, Vorsitzender des Schützenkreises Herne, überbrachte zur Krönung auch die Grüße des Westfälischen und Glückwünsche des Präsidenten des Deutschen Schützenbundes, in dessen Auftrag er zahlreiche Ehrennadeln an verdienstvolle Schützen überreichte, und sie so für ihre mühevolle Vereinsarbeit auszeichnete. Das “Hundertfünfzigjährige” wird somit begleitet von einer fünfzigjährigen Mitgliedschaft im Westfälischen und auch Deutschen Schützenbund.

Bei der Berichterstattung über die “Fünfziger Jahre” darf ein Ereignis nicht unerwähnt bleiben, und das ist der Königsball vom 6. September 1958, verbunden mit der Weihe der neuen Fahne. Hierzu einige Zeilen aus der “Herner Zeitung” vom 8. September:

“Die erste, im Gründungsjahr beschaffte Fahne ging bei einem Brand auf dem “Bruch” verloren. Amtmann Barfels weihte beim großen Schützenfest in der damaligen Gastwirtschaft Rottmann die zweite Fahne, die mit dem goldenen Kranz geschmückt werden konnte. 1950 flatterte die während der Besatzung vergrabene und später beschlagnahmte Fahne den Holthauser Schützen bei ihrem ersten Schützenfest wieder voran. Viele Herner Schützenfahnen neuer und junger Vereine wurden bei Hernes ältester Schützenfahne geweiht, an der alle Strapazen der Besatzungszeit nicht spurlos vorüber gegangen sind.

In das zum Festbeginn noch nicht fertiggestellte Festzelt konnten die Königspaare erst gegen 23.00 Uhr einziehen, so daß der 2. Vorsitzende Fritz Döhmann die teilweise schon stark animierten Festgäste erst eine Viertelstunde später begrüßen konnte.

Die Fahnenweihe vollzog der Geschäftsführer des Westfälischen Schützenbundes, Ernst Kubzig. Die von den Ehrendamen Elsmarie Wiesche, Dora Schäfers, Jutta Maiwald und Ingrid Schnettelker getragene Fahne mit der Inschrift “Für Bürgersinn und Heimattreue” nahm Schützenoberst Lange-Wellpoth mit den Fahnenoffizieren am Ende der Weihe in seine Obhut.”

Vom 100. Zum 150. Geburtstag

Die Jahre nach dem großen Schützenfest und Vereinsjubiläum waren gekennzeichnet von dem Bemühen, den Verein in seiner Substanz zu erhalten und die Mitgliedsbasis zu stabilisieren. Es gestaltete sich nicht immer so einfach, das Vereinsschiff mehr unter Dampf zu setzen. Jedoch trug jeder sein Scherflein dazu bei.

Der schiesssportliche Wettkampf im Verein wurde jedoch durch die Schützenbrüder Fritz Döhmann und Willi Neuhaus immer wieder auf Temperatur gebracht, damit der Verein auch bei Vergleichskämpfen auf Stadt- und Kreisebene mithalten konnte. Das Königspaar, Heinrich Wiesche und Grete Döhmann, stiftete einen großen Bronzeadler als Wanderpreis, der erstmalig am 19. November 1961 ausgeschossen wurde. Für die heutigen Sportschützen mag es ein Ansporn gewesen sein, zu lesen, daß dabei die Ergebnisse der 15 besten Schützen einer Abteilung in die Wertung kamen. Die Wettkampflisten wiesen im Gegensatz zu heute oft eine wesentlich höhere Teilnehmerzahl aus.

Immer wieder zog sich durch das Vereinsgeschehen das Bemühen, eine Jungschützenabteilung zu bilden, denn nur in einer starken Jugend sah man die Zukunft des Vereins gesichert. Im Jahre 1961 hatte sich für die Jugendarbeit Willi Neuhaus besonders stark gemacht und im Oktober 1961 mit 6 Jungschützen die Jugendarbeit aufgenommen. Bis zur folgenden Jahreshauptversammlung hatte sich die Zahl bereits verdoppelt.

Gerade in den Sechziger, aber auch noch in den Siebziger Jahren war die Gesamtvereinsebene offensichtlich noch nicht in der vom Vorstand erwünschten Weise etabliert. Die Abteilungen achteten sehr stark darauf, daß sie nicht zu kurz kamen. Für uns Schützen wäre es heute undenkbar, wenn jede Abteilung die Vereinsmeisterschaft in “ihrem” Lokal durchführen würde. So war es aber 1961 noch, und damit auch alles mit rechten Dingen zuging, führte beispielsweise die 1. bei der 2. Abteilung die Schiessaufsicht - besser gesagt, die Kontrolle. Den Abschluss der Vereinsmeisterschaft bildete dann jeweils ein Ehrenabend der Meisterschützen. Einige vom Vorstand genehmigte Runden Freibier, ein vom Schützenkönig servierter Imbiss und das damals recht verbreitete “Stiefeltrinken” ließen die Abende fröhlich enden und so manches Lied soll auch noch auf dem Heimweg gesungen worden sei, manchmal garniert von einem “Sängerbrief” der Ordnungsbehörden.

Das Gemeinschaftsgefühl sollte noch stärker entwickelt werden. Ausdruck hierfür war 1963 die Anschaffung einer Vereinsnadel, 1965 die Bestimmung der Gaststätte Hanisch zum Bataillonslokal und die Einführung von Schützenschnüren und -eicheln als Leistungsauszeichnungen. Dazu beigetragen hat aber auch ein Schützenbiwak zum Kennenlernen und zur Nachwuchsgewinnung am 25. Mai 1968 im Dorf Holthausen mit Gewehrschiessen und Schiessen mit Pfeil und Bogen; nicht zu vergessen, die erstmalig 1970 durchgeführte Vereinsmeisterschaft auf einem Schiessstand im Haus Eckmann.

Besonders intensiv und umfangreich gestaltete sich die Vereinsarbeit immer dann, wenn ein Schützenfest mit Königsvogelschiessen anstand. Die seit 1957 überwiegend im dreijährigen Rhythmus gefeierten Feste waren für die Holthauser Schützen immer ein Höhepunkt im Vereinsleben, der ausgiebig gefeiert wurde und an den man sich gern erinnerte. Waren doch die 3 Tage des Festes und auch das acht oder vierzehn Tage zuvor durchgeführte Königsvogelschiessen eine gute Gelegenheit, dem Dorf Holthausen die Pracht des Schützenwesens zu zeigen. Die Tage wurden aber auch fleissig genutzt, um mit den Schützen der befreundeten Vereine ein Wiedersehen zu feiern.

Spannend ging es wieder zu, wenn das Schiessen der Königsanwärter auf den Stoss des Königsadlers begann. Welcher Schütze würde ihn wohl bezwingen? Diese Frage musste allerdings Mitte der Siebziger Jahre anders formuliert werden, denn 1974 war eine neue Satzung beraten und beschlossen worden. Dem zunehmenden Einfluss der nachwachsenden jungen Generation war es dabei in hohem Maße zu verdanken, daß der § 4 vorsah, jede unbescholtene Person könne Mitglied des Vereins werden. Die Zeit des Patriarchats war damit vorbei. Junge Frauen drängten in den Verein und wurden inzwischen nicht nur für mehr als 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Bei so manchem Wettbewerb waren die Schützenschwestern ihren Schützenbrüdern überlegen und verwiesen sie auf die Plätze. 20 Jahre hat es dann allerdings noch gedauert, bis der Vogel von einer Schützenschwester von der Stange geholt wurde. Probiert wurde es aber schon einige Jahre zuvor.

Im übrigen waren gerade die Siebziger Jahre von einem Generationenwechsel bei den Mitgliedern und daraus folgend im Vorstand geprägt. Mit den Jungen, die überwiegend in abhängiger Beschäftigung ihr Brot verdienten, ging der bäuerlich geprägte Einfluss stark zurück. Auch äusserlich trat eine Wandlung ein, indem die Mützen durch Schützenhüte mit Feder ersetzt und einheitlich schwarze Hose oder Rock und grüne Schützenjacke getragen wurden. Mit neuen Ideen wurde versucht, Mitglieder zu gewinnen und die Schützenschar zu stärken. Mit dem Sportschiessen im Rahmen der Trimmspiele des Deutschen Schützenbundes, dem Schiessen für jedermann auf einen Spassvogel, mit einer erstmalig 1976 gemachten Vereinszeitung, der “Zielscheibe”, der Siegerehrung bei der Maiabendfeier, einem Familienbeitrag und anderen Bemühungen sollte der Erfolg kommen und stellte sich auch zeitweise ein.

Leider gab es auch Rückschläge, die nicht so leicht zu verdauen waren. Das grösste Problem stellten die Schiessstände der Abteilungen in ihren Vereinslokalen dar. So verlor die 2. Abteilung ihren Luftgewehrstand bei Döhmann, da die Gaststätte geschlossen und zu Wohnungen umgebaut wurde. Die 1. Abteilung verlor gleichfalls ihren Schießstand. Es konnte nach vielfältigen Schwierigkeiten mit dem Pächter des Hauses Eckmann Knall auf Fall nicht mehr genutzt werden. Der 3. und 4. Abteilung wurden auch Schwierigkeiten bereitet, so daß häufiger das Training der Schützen ausfiel. Der Gedanke nach einem Vereinsheim hatte insbesondere in der 2. und 1. Abteilung viele Freunde.

Bevor die weitere Entwicklung hierzu aufgezeigt wird, wollen wir noch einen Blick auf die Ahnentafel der Schützenkönige mit ihren Königinnen, seit 1994 auch Schützenköniginnen mit ihren Königen, werfen und sehen, welche Namen einzufügen waren:

1960 Manfred Hanisch Irene Friedrichs
1963 Heinrich Stegemann Hedi Gößling
1966 Franz Benning Christel Köhler
1969 Eckart Schröder Ursula Hanisch
1971 Siegmund Kornecki Waltraud Stepniak
1974 Wolfgang Lammering Gaby Gößling
1977 Heinz Gresch Evelyn Schmitt
1980 Hans Dieter Reinartz Annemarie Gresch
1982 Herbert Henzek Erika Lammering
1985 Werner Ruthe Bärbel Bank
1988 Eckhard van Loo Gisela Hundeshagen
1991 Norbert Galinski Bettina Galinski
1994 Rosemarie Nörthemann Karl-Heinz Friedrichs
1997 Wolfgang Wittkop Elsbeth Ruthe
2000 Dieter Thiel Monika Elsne
2002 Elke Kaßubeck Christian Bayerwaltes
2005 Norbert Galinski Edeltraud Galinski
2007 Norbert Galinski Edeltraud Galinski

Zu erwähnen ist noch, dass 1985 das Vogelschiessen letztmalig auf Tappes Wiese südwestlich der Holthauser Straße veranstaltet wurde. Nach der Bebauung des Geländes ist auf der Wiese neben dem Vereinsheim ein Hochstand errichtet worden, der auch heute noch genutzt wird. Jedes Vogelschiessen und jedes Schützenfest hatte in all den Jahren seinen eigenen Charme und wurde massgeblich geprägt von der Ausstrahlung des Königspaares und dessen Verbundenheit mit den Schützen sowie der Nähe zu den Besuchern dieses Festes.

Das alles beherrschende Thema seit mehr als fünfundzwanzig Jahren ist unser Vereinsheim. Bevor es jedoch als Heimstatt für den gesamten Verein etabliert werden konnte, sind die Holthauser Schützen einen steinigen Weg gegangen.

Die 2. Abteilung machte eine Odyssee durch die Holthauser Gaststätten. In der Gaststätte Haus Weber an der Castroper Straße, Kleingartenanlage Teutoburgia sowie Haus Nöthe und Haus Hanisch, richtete sie neue Luftgewehrstände ein oder benutzte die der 3. und 4. Abteilung mit. Letzten Endes benutzte sie den Luftgewehrstand im Saal der Gaststätte Kegelstuben (ehemals Schulte) mit. In diesem Saal, den die 1. Abteilung vom Inhaber der Gaststätte anmietete, richteten die Schützen unter großen Mühen einen Schießstand für Luftdruckwaffen mit 6 Schießständen ein. Die Eröffnung am 11. September 1981 brachte ein volles Haus und alle Schützen waren stolz auf das Geleistete, als der Ehrenvorsitzende Heinrich Wiesche das grün-weiße Band durchschnitt und den Schießstand zur Nutzung freigab. Die Besucher waren voll des Lobes.

In dieser Anlage wurde die Möglichkeit gesehen, dem gesamten Verein eine Bleibe zu geben. Denn alle Bemühungen, ein geeignetes Gelände oder Gebäude zu finden, um ein Vereinsheim zu errichten, schlugen fehl.

Der Blick in die Versammlungsprotokolle zeigt aber, daß diese Idee nicht alle begeisterte. Trotzdem war man aber bereit, der 1. Abteilung einen Zuschuss von einigen tausend Mark aus der Vereinskasse zu geben, denn die Baumassnahmen hatten trotz der ehrenamtlichen Hilfe ein Loch in die Abteilungskasse gerissen. Wegen der herausragenden schiesssportlichen Möglichkeiten fanden alle Vereinsschiessen auf dieser Anlage statt.

Kritische Stimmen meldeten sich immer wieder und äusserten die Frage, wie lange die Anlage genutzt werden könne. Es existierte zwar ein Mietvertrag, aber die Unterschriften der Rechtsvertreter des Vereins fehlten. Es ging gut, denn beide Seiten hielten sich an die Vereinbarungen. Es lief einfach prima. Neben so mancher satten Zehn wurde auch manches Fässchen aufgemacht. Einige Schützenbrüder konnten Samstag Mittag nicht genau sagen, was am Abend zuvor alles gelaufen war und wo sie die Zeit bis zum Morgengrauen verbracht hatten. Der eine oder andere hörte dann auch noch die Gardinenpredigt seiner besseren Hälfte, die sich nicht so heftig den kühlen Blonden hingegeben hatte.

Mit dem Brand am 25. Juni 1983 in der Gaststätte Kegelstuben hatte diese Epoche zunächst einmal ein jähes Ende gefunden. Was der Brand nicht geschafft hatte, machte das Löschwasser zunichte. Der Schiessstand war nicht mehr zu benutzen. Einigen Schützenbrüdern war es jedoch gelungen, Luftgewehre und -pistolen zu sichern; Pokale etc. hatte aber die große Hitze oder das Löschwasser zerstört. Monatelanges Arbeiten schuf Werte, die in einer Nacht durch vermutete Brandstiftung verloren gingen.

Der Schock saß zunächst einmal tief, aber der Neuanfang ließ nicht lange auf sich warten. In den ersten Gesprächen mit dem Pächter kam heraus, dass dieser den Brandschaden nicht beseitigen wollte. Er bot dem Verein die gesamten Räumlichkeiten zur Nutzung an. Der Vereinsvorstand wurde deshalb aktiv, mietete die Räumlichkeiten zunächst vom Pächter, nachfolgend aber vom Vermieter an. Die Tinte der Bauzeichnungen war noch nicht trocken, da fuhren die ersten Container bereits zur Mülldeponie. Der Enthusiasmus der ersten Wochen ging verloren, weil Gelder für Baumaterial aus der Versicherung vom Pächter blockiert wurden und die Verhandlungen mit dem Vermieter sich äusserst zäh hinzogen. Als das in Bauzeichnungen gestaltete Vereinsheim tatsächlich sichtbar wurde, regten sich wieder wesentlich mehr Hände. Die Jahreshauptversammlung am 11. Februar 1984 sollte bereits im Vereinsheim abgehalten werden. Die Zauderer sollten das bereits Erstellte sehen und so zur Mitarbeit gewonnen werden. In dieser Versammlung wurde das Vereinsheim allen Abteilungen zur Nutzung angeboten, denn schliesslich hatte der Verein die Räumlichkeiten angemietet und wieder hergestellt. Es entwickelte sich zunächst so, daß die 1. und 2. Abteilung das Vereinsheim zu ihrem freitäglichen Treffpunkt bestimmte. Die Jugend machte den Mittwoch zu ihrem Trainingstag und die Sportschützen trafen sich am Montag. Sie wollten ungestört vom übrigen Treiben schiessen. Die 3. und 4. Abteilung glaubten in ihren Kneipen gut aufgehoben zu sein, bis auch sie nach einigen Jahren den Weg ins Dorf in Kauf nahmen, weil sie sonst gar nicht mehr hätten trainieren können.

Den Schützen des Schützenkreises Herne wurde das Vereinsheim im April bei der Kreisversammlung gezeigt. Es fand eine Versammlung statt, die schon lange nicht mehr so gut besucht war. Jeder wollte sehen, was die Holthauser da geschaffen hatten. Alle waren angesichts der zu dieser Zeit einmaligen Anlage im gesamten Schützenkreis begeistert und voll des Lobes. Es gab keine Diskussion, die nächste Kreisjugendversammlung berief man auch nach Holthausen ein.

Der Alltagsbetrieb lief schon geraume Zeit im Vereinsheim und manche Zehn, die verfehlt oder auch getroffen wurde, war bei einem kühlen Blonden betrauert oder gefeiert worden. Immer wieder kam eine Erinnerung an die offizielle Einweihung. Ganz banale Dinge mussten manchmal für die Verschiebung herhalten. Aber endlich sollte es am 2. Juni 1984 soweit sein. Da der Schiessstand seine Feuerprobe bestehen sollte, wurde eine Schiesssportwoche vorgeschaltet.

7 Pokale für die Sieger in den ausgeschriebenen Wettkampfklassen wurden bei Firmen locker gemacht, der Rest der Auszeichnungen gekauft. Die örtliche Presse und die Schützenwarte des WSB bekamen die Ausschreibung ebenso wie die von Rundenwettkämpfen und Schützenfesten bekannten Vereine. Der Sportleiter hakte hier telefonisch nach. Die Schiesssportwoche lief hervorragend und verhiess für die Einweihungsfeier ein volles Haus. So kam es auch. Unser Königspaar konnte vielen Schützen zum Erfolg gratulieren, der Spielmannszug und die Kapelle ”Musikexpress” reichlich Gäste unterhalten und zum Tanz animieren. Als der Spielmannszug “Ein schöner Tag” intonierte, waren die Holthauser Schützen auch angesichts des grossen Lobes aller Gäste nur noch happy. So manches kühle Blonde bekam der Stammbautrupp spendiert und liess manche Mühe vergessen.

Die Gäste hatten sich bereits lange auf den Nachhauseweg begeben, als auch endlich die Holthauser den Weg in die heimischen Betten antraten, begleitet von den bereits fleissig zwitschernden Vögeln.

Es ist nun einmal so, dass nach Sonnenschein auch wieder Regen kommt. Und so zog auch im Vereinsheim er Alltag mit all seinen Höhen und Tiefen ein. Die Vereinsarbeit gestaltete sich eben so. Aber rückblickend kann gesagt werden, dass die Mitglieder enger zusammenrückten. Die Abteilungen oder auch Kompanien, wie heute mancher Schütze noch sagt, gehören der Vergangenheit an. Neu erstanden ist der “Frauentreff”, bei dem die weiblichen Mitglieder schon so manchen frohen Abend verbrachten und auch mal Probleme, welche die Männer nicht in den Griff bekamen, in einfacher Weise angepackt und gelöst haben.

Das Vereinsheim entwickelte sich in den mehr als zwei Jahrzehnten, in denen es genutzt wird, zum absoluten Mittelpunkt des Vereins. Der Schiesssport und auch das gesellige Beisammensein haben ihren Platz gefunden. Seit einigen Jahren haben auch Sehbehinderte dort eine Heimat und ermitteln in fröhlicher Runde die Meisterin oder den Meister ihrer Wettkampfklasse. Darüber hinaus hat der befreundete Schützenverein Freischütz Hiltrop aus Bochum vorübergehend eine Bleibe in Holthausen gefunden, als der eigene Schiessstand durch Schliessung des Vereinslokales verloren ging.

Das Musikkorps Herne feierte 2005 seinen zwanzigsten Geburtstag. Mit einem Familien- und Sommerfest ergänzten die Spielleute das Königsvogelschiessen auf der Tappenwiese. Im Schützenzelt feierten sie nicht nur mit befreundeten Vereinen ihren Geburtstag. Viele der vorgetragenen Musikstücke begeisterten die Schützen sowie die zahlreichen Besucher, die insbesondere am Sonntagvormittag mit musikalischen Grüssen verwöhnt wurden. Gerade dieses Ereignis zeigte uns Holthauser Schützen, daß ein “Untermieter” im Vereinsheim auch eine schöne Bereicherung des Vereinslebens sein kann.

Mit dem Königsvogelschießen am 19. August 2007 auf der Tappenwiese beginnen die Feierlichkeiten des Schützenfestes.

Werner Ruthe

Königspaare (Fortsetzung)

2010 Matthias Lorbiecki Ulrike Galinski
2013 Matthias Lorbiecki Ulrike Galinski
2016 Sabine Schönfelder Ralf Kleinhubert

Literatur

  • Protokollbücher, Festschriften 1957-2005 und Archiv Bürgerschützenverein Holthausen 1857 e.V.
  • Evangelische Kirchengemeinde Sodingen - Chronik 1909-1999 - Herne 1999
  • Fritz Becker - Holthausen Geschichtliches Überliefertes Erlebtes - Herne 1966
  • Gabriele Wand-Seyer - Geschichte machen auch die kleinen Leut’... Bilder aus 1000 Jahren Herner Dorfgeschichte - Herne 1989
  • Aus der Geschichte des tausendjährigen Dorfes Holthausen von Friedrich Becker - Herne - Beiträge zur Stadtgeschichte, Heft 2 1967
  • Ruhr-Nachrichten - Herner Anzeiger vom 19. Mai 1973 - Holthausen Revier ohne Industrie
  • Herner Anzeiger Nr. 34 vom 3. Februar 1928, Nr. 60 vom 29. Februar 1928, Nr. 209 - 214 vom 3. - 6. und 9. August 1928, Nr. 163 vom 15. Juli 1939
  • Herner Zeitung Nr. 157 und 159, vom 8. und 10. Juli 1935, Nr. 164 vom 17. Juli 1939, 8. September 1958
  • Ruhr-Nachrichten - Herner Stadtanzeiger Nr. 98 vom 27. April 1950, Nr. 123, 124, 132 vom 9. - 12. Juni 1950, Nr. 106 vom 10. Mai 1954 und Nr. 159 vom 12. Juli 1954
  • Westfälische Rundschau vom 9. Juni 1950, 8. September 1958, 24. August 1966
  • Chronik der Holthauser Schule 1899 und 1904 - Bibliothek Emschertalmuseum Herne
  • Stadtanzeiger für Castrop-Rauxel und Umgebung vom 8. August 1928 - Nachklänge zum Holthauser Schützenfest
  • Westdeutsche Allgemeine - Herner Stadtnachrichten Nr. 154 und 155 vom 6. und 8. Juli 1957
  • Schützenwarte Zeitschrift für Schützen u. Jäger Nr. 15 vom 1. August 1935, Osnabrück

Lesen Sie auch

Anmerkungen

  1. Malter ist ein altes Hohlmaß und die Menge entspricht hier ca. 318 Liter
  2. Scheffel ist ein altes Getreidemaß. Die Menge espricht hier ca. 570 Liter Gerste
  3. Ohm ist ein altes Flüssigkeitsmaß. Die Menge espricht hier ca. 70 Liter

Einzelnachweise

  • Verzeichnis des Vereinsregisters beim Amtsgericht Castrop-Rauxel
  • Verzeichnis und Akte des Vereinsregisters beim Amtsgericht Herne
  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 1,8 Foto: Sammlung Werner Ruthe