Haus Crange

Haus Crange
Haus Crange 1960.jpg
Bildinfo: Haus Crange um 1960 (Bild: Stadt Herne)
Letze Änderung: 11.02.2018
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Haus Crange ist eine ehemalige Wasserburg in Crange.

Herzog Adolf II. von Kleve ließ die mit Ecktürmen versehene und nur durch eine hölzerne Zugbrücke erreichbare Wasserburg um 1440 auf einer Insel in der Niederung der Emscher errichten und belehnte vermutlich am Laurentiustag (10. August) des Jahres 1441 Derick van Eykel, Drost des märkischen Amtes Bochum, mit dem Haus „geheiten ten Krangh“. Krang bedeutete Flussschleife.

Nördlich der Burg stand die Kapelle des Hauses Crange, die Laurentiuskapelle, die 1449 geweiht wurde. Sie wurde bereits 1873 abgebrochen. Ihr Dreiflügelaltar aus der Soester Malerschule befindet sich heute im Schloss Ahausen.

Infotafel an der Straße Altcrange
Wappen Speissen Westfalen Tafel 110 6 Eickel.jpg

Nach der Familie von Eickel zu Crange erbte die Familie von Rump 1637 den Besitz. 1761 brannte das Gebäude ab und wurde im gleichen Jahr mit einer klassizistischen Raumgestaltung auf dem gotischen Kellergewölbe erneuert. 1812 zogen die Besitzer aus, und die Burg wurde verpachtet. Durch Erbfolge gelangten die Grafen von Landsberg-Velen an den Besitz. 1884 wurde er an die Harpener Bergwerksgesellschaft verkauft, die ihn 1905 an die Kanalbaugesellschaft veräußerte. Über die Essener Steinkohle AG gelangte das Haus 1962 an den Industriellen Robert Heitkamp.

Das Gebäude verfiel zusehends, und 1991 gründete sich der Förderverein Haus Crange e. V. zur Rettung des Gebäudes. Trotz vielfältiger Planungen und behelfsmäßiger Maßnahmen (Denkmalschutz 1984, Erwerb des Bauwerks durch die Stadt Herne 1992, Ideenwettbewerb einer Restaurierung/Neu- bzw. Anbauten) ist das Haus bis zur Jahrtausendwende verfallen.

Nach zehnjährigen Sanierungsarbeiten wurden die Überreste des Hauses im September 2012 als „gepflegte Ruine“ wieder öffentlich zugänglich gemacht. Um das Gebäude, von dem nur noch die Grundmauern erhalten sind, führt ein neu angelegter Rundweg mit Informationstafeln, die über die Geschichte des Ortes informieren.

Einige Meter von der Ruine entfernt findet die Cranger Kirmes statt, die auf den Pferdemarkt am Laurentiustag zurückgeht, auf dem seit dem 16. Jahrhundert Wildpferde aus dem Emscherbruch verkauft wurden.


Bilder im Sommer 2015

Bilder im Februar 2017

Videoprojekt vor Ort

[1]

Aus Genealogienetz

Märkisches Lehen

Erstbesitzer von Haus Eickel

  • 19.03.1442 Diederich von Eickel bekennt, von dem Junker Wilhelm von Limburg zu Styrum das Behmer Gut im Kspl. Wattenscheid nach Mannlehnsrecht empfangen zu haben.

1462 Johann, Diederich und Evert von Eyckel, seel. Diedrichs Söhne, verkaufen dem Johann Dücker, Pastor zu Gelsenkirchen, eine Jahresrente von 6 Scheffel Korn aus ihrem Gute gt. die Luttenborg.

1465 Diederich von Eyckel, seel. Diederichs Sohn, verkauft dem Jona in Dücker seinen Anteil an dem Gute zur Luttenbourg.

Erbwechsel

  • 1468 Johann von Eickel zu Gosewinkel (1481+) oo Mechthild von Uhlenbrock, Kinder:
    • Walrave (1473) zu Crange
    • Heinrich von Eickel(1478) zu Goezewynckel
    • Johan (1484, Johans Sohn)

1469 (Im Archiv:) Wechselbrief über eigene Leute

1473 Johann von Eyckel und Walrave sein Sohn bekennen sich mit dem Bernd von Düngelen zu einer Schuld von 200 rhein. Gulden.

I478 (Im Archiv:) Wechselbrief über Eigenhörige

1478 Rotger Ovelacken und Catharina, seine Gattin, vergünstigen dem Johann von Eyckel zum Krange und Walraven und Heinrich seinen Söhnen, Wiederkauf des ihnen verschriebenen Gutes „op der Becke“ zu Langendreyer.

1478 Walrave von Eyckel und Diederich Stecke bekennen sich dem Wilken in den Hegen zu einer Schuld von 20 rhein. Gulden.

1478 Schadlosbrief des Walrave von Eyckel für Diederich Stecke.

1478 Walrave von Eyckel bekennt sich dem Rotger von Galen zu einer Schuld von 36 rhein. Gulden.

1480 Johann (1481+) und Evert von Eyckel, Gebrüder (Söhne Diederichs), verkaufen dem Diederich von Asen eine Rente von 6 Scheffe Korn aus ihrem Gute zu Breckinchusen.

1481 Heinr. von Eyckel, seel. Johanns Sohn, bekennt sich seinem Bruder Walrave zu einer Schuld von 31 rhein. Gulden, und verpfändet ihm seinen Anteil an den wilden Pferden, die er und sein Bruder auf der Emscher (Emscherbruch) haben.

1481 Walrave von Eyckel verkauft dem Hermann Hoppenbrouwer von dem Krange 3 Malter Korn jährlicher Rente aus der Luttenborg, gelegen im Kirchspiel von Wattenscheid.

1483 (Im Archiv:) Wechselbrief, worin Wessel Paschendahl, Rentmeister zu Bockum, und Walrave von Eyckel, Hofherr des Hofes von Eyckel, eigene Leute verwechseln.

1483Adrian von Dort, Land-Comthur, und Walrave von Eyckel, wechseln eigene Leute.

1483 Gerichtliche Urkunde betr. die Freiheit zum Krange.

1484 Cord vom Vitinchove gen. Schele und Bernd, sein Bruder, verkaufen dem Johann von Eyckel, Johanns Sohn, einen eigenen Mann.

1484 Walrave von Eyckel verkauft dem Bernd von Düngelen sein Teil an dem Zehnten zu Stockum.

Erbscheidung

1484 Erbscheidung zwischen den Gebrüdern Walrave, Johann und Heinrich von Eyckel, seel. Johans Söhnen.

Erbwechsel zu Crange

  • Walrave von Eyckel oo Kunne (von Düngelen?), Kinder:
    • Johann (1508)
    • Anna
      • Lose (natürlicher Sohn, 1526)

1484 Heinrich von Eyckel erklärt seinem Bruder Walrave gegenüber, gewisse Schuldbriefe berichtigen zu wollen.

1486 (Im Archiv:) Zwei Wechselbriefe des Walrave von Eyckel und des Ritters Johann von Aldenbochum.

1487 Walrave und Heinrich von Eyckel, Gebrüder, verkaufen dem Heinrich von Dungelen eine Rente von 14 Malter Korn, und versetzen ihm dafür ihren Anteil an dem Gute zu Berninckhusen.

1488 Walrave von Eickel verpflichten sich, einen Brief seiner Nichte Wittwe Ebeke von Düngelen, sprechend auf 15 rhein. Gulden und besiegelt von seinem Oheim Evert von Düngelen, in Eyckel zu berichtigen.

1488 Walrave von Eyckel und Krunne, seine Gattin, verkaufen der Elseke von Daelhusen, Wittwe des Bernd von Dungelen, ihr Gut Papengut, gelegen im Kirspel von Wattenscheid, sodann das Gut, genannt die Holtbrügge, gelegen im Kirspel van Bockum.

1489 Walrave van (Eyckel zu) Bochum verkauft dem Hermann Hoppenbrouver 1 Scheffel und 4 Malter Korn Jahresrenten aus seinem Anteil an dem Zehnten zu Stockum.

1489 Walrave von Eyckel verkauft dem Hermann Hoppenbrawer eine Rente von zwei Malter Korn, aus seinem Gute genannt die Wittenberg.

1489 Walrave von Eyckel und Kunne, seine Gattin, verkaufen dem Wenemar Paschendahl erblich 3 Schuld-Schweine aus dem Gute zu Berghen genannt des Kellers-Gut.

1490 Rotger von Witten und Diederich Stael von Holstein, und Catharina, ihre Tochter und Gattin, die dem Wilhelm Fürstenberg, Amtmann zu Neheim, und Sophien seiner Gattin (ihrer Tochter Schwägerin und Schwester) einen Brautschatz von 600 Gold-Gulden verschrieben haben, bekennen, dass sie den Walrave von Eyckel, der bei dieser Verschreibung Bürge geworden, schadlos halten zu wollen.

  • 1490 Schadlosbrief des Diederich Stael von Holstein für Walrave von Eyckel wegen vorstehender Bürgschaft.

1491 Schadlosbrief des Heinrich von Eyckel für Walraven seinen Bruder.

1492 Quittung der Ehegatten Dieder. Stael von Holstein und Catharina, für Walrave von Eyckel.

1493Walrave von Eyckel, und Kunne seine Gattin, geben das Gut, gen. die Luttenborg, in Pachtung..

1493 Hermann von Dungelen, Domherr zu iMünster, Johann und Bernd v. Düngelen, Gebrüder, verwechseln mit Walrave von Eyckel, Hofes-Schulte des Hofs zu Eyckel, eigene Leute.

1494 Walrave von Eyckel bekannte, dass die Rente von 6 Scheffel Korn, so sein Vater u. Oheim, Johann u. Evert von Eyckel im Jahre 1481 dem Diederich von Asen, Priester zu Dalhausen, aus dem Gute zu Brecklinckhusen verkauft haben, ihn allein betreffe, nachdem ihm besagtes Gut in der Teilung anerfallen.

1495 Schadlosbrief des Johann v. Eyckel für seinen Bruder Walrave.

1496 (Im Archiv:) Wechselbrief über eigene Leute.

1497 Evert v. Eyckel Drost zu Loen (Iserlohn) und Walrave v. Eyckel verkaufen dem Johann auf der Horst eine Rente von 2 Malter Hafer.

1497 Walrave und Heinrich von Eyckel, Gebrüder, verkaufen dem Jon. von Hüllen eine Rente.

1498 Walrave von Eyckel bekennt dem Adrian Sobbe zum Grimberge 75 rhein. Gulden schuldig zu sein.

1498 Walrave von Eyckel bekennt als Hof-Schulte von Eyckel, von der Wittwe des Evert von Eyckel wechselweise einen Leibeigenen erhalten zu haben.

1499 Walrave von Eyckel verschreibt der Wittwe des Evert von Eyckel, seines Oheims, welcher an Adrian Sobbe 200 und an Jaspar von Elverfeld 50 rhein. Gulden für ihn gezahlt hat, eine Rente von 25 Malter Korn.

1500 Walrave v. Eyckel verkauft 1 Scheffel Saatland bei Wattenscheid gelegen.

9.6.1501 Vor Herman (Hoppenbrower), Richter zu Boickem, verkauft Johan van Ekell, Sohn des Ehepaars Hunekes und Cathrinen, mit Zustimmung seiner Mutter dem Ritter Evert van Schüren den Hof toe dem Berge. Z: Johan Bremmer, Frohn, Koirt und Bernt van den Vitinckhave gt. Schellen, Wilhelm Dobbe, Johan Steynhues. Siegelank. des Richters. Für den Verkäufer siegelt Wilhelm Dobbe.

  • Quelle: Staatsarchiv Münster, Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.) / Horst

1502 Walrave von Eyckel und Johann, sein Sohn, verkaufen dem Heinr. Kraes, Bürger zu Unna, eine Rente von 50 Malter Korn aus dem Hofe zu Stenhem im Kirchspiel Hemmaden gelegen.

1502 Walrave von Eyckel verkauft dem Johann von Hüllen einen Kotten.

1503 Walrave und sein Vetter Diederich von Eyckel vertauschen mit Aleff v. Backem gewisse Güter.

1503Walrave v. Eyckel verkauft einem Bürger zu Wattenscheid eine Rente von 6 Scheffel Korn.

1504 Walrave v. Eyckel verkauft dem Heinr. Kraes ferner noch 5 Malter Korn aus dem Hofe zu Stenhem.

1504 Walrave von Eyckel bekennt dem Adrian Sobbe 51 rhein. Gulden schuldig zu sein.

1507 Schadlosbrief des Walrave von Eyckel und Johanns, seines Sohnes, für Heinrich von Eyckel, ihren Bruder und Oheim.

1508 Gerichtliches Ättestatum, dass der Anna Wittwe des Evert von Eyckel 200 Goldgulden, so sie an Walrave v. Eyckel zu fordern gehabt, gezahlt worden.

1512 Betr. eine Rente von 50 Malter Korn aus dem Hofe zu Stenhem, die dem Walrave von Eyckel von seinem Schwager Heinrich von der Mollen verschrieben war.

Teilverkauf des Hofes Eickel

29.01.1509 Herzog Johann von Kleve spricht Dietrich von Eyckel, der bei einem Handel in Gennep seinen Küchenmeister verwundet hat, so dass er gestorben ist, von der Schuld frei, trotzdem die Witwe des Gestorbenen sich geweigert hat, die angebotene Sühne anzunehmen.

  • Ilgen, Dr. Th.: Quellen zur inneren Geschichte der rheinischen Territorien. Herzogtum Kleve, Ämter und Gerichte

1512 Walrave v. Eyckel verkauft dem Diederich von Eyckel seine Gerechtigkeit des Hofes von Eyckel mit Namen, den vierten Teil den er bisher besessen, mit den Hofsgütern und Leuten.

1514 Diederich und Heinrich von Eyckel seeligen Everts Söhne bekennen, dass Johann von Eyckel die Hälfte des Hofes zu Beem, die sein Vater Walrave ihnen verpfändet hatte, wieder eingelöst habe.

1514 Hermann Hoppenbrower zu Bocküm verkauft dem Johann von Eyckel zum Krange eine Rente von 4 Malter Korn.

Oberes- und niederes Haus zu Crange

1514 Vergleich zwischen Walrave von Eyckel eines, und Diederich und Heinrich von Eyckel, seel. Everts Söhnen, andernteils, betr. das Oberste Haus zum Krange, so dem Walrave, und das Niederste Haus, so den beiden Gebrüdern gehört.

Erbwechsel

1515 Gerd von Plettenberg Domherr zu Münster, Bernd von Heyden, Helmich Dobbe und Jaspar Fridag stiften zwischen Walrave und Johann von Eyekel, Vater und Sohn, einen Vergleich, demzufolge Johann des Vaters Anteil am Krange, gegen Erlegung einer gewissen Summe, erhält.

1516 Gerichtliche Bescheinigung, dass Johann von Eyckel 100 Goldgulden gezahlt habe.

1517 Schuldbekenntnis des Walrave v. Eyckel für Adrian Sobbe zum Grimberge.

1526 Walrave von Eyckel bedenkt seinen natürl. Sohn Lose.

Erbfolge

  • Heinrich Knipping zu Grimberg klagte 1550 vor dem Reichskammergericht wegen der landfriedensbrüchigen Zerstörung seiner Ziegelei in der Riemker Mark durch Gerh. von Eickel zu Crange, Gebrüder Walter und Heinr. von Loe, Johan von Hugenpoth und Johan op der Horst.
  • 1552 Gerhardt van Eickell them Kränge, zur Ritterschaft des Amtes Bochum gehörig, is verstorwen und (hinterläßt) sein unmündige Kynder.
  • 1552 Berndt (Gordt?) van Eyckel tom Kränge, zur Ritterschaft des Amtes Bochum gehörig.

Vergleich über das Hofrecht zu Eickel

  • 1569 Vergleich zwischen den Hofesleuten des Hofes zu Eickel und ihrem Ofesschulzen Joh. v. Hugenpoet zum Gosewinkel (1551) und der van Eickel, über die Ausübung des Hofesrechts.

Erbfolge

  • 26.05.1598 Jobst von Eikel zu Crange, Vetter des Jasper von Eickel zur Horst.
    • Sohn Gerhart von Eickel (1598) mdj.
  • Adam von Eickel zu Crange oo A. Sophia von Dorgelo, Erbin zu Schleppenburg (Alfhausen)
    • Anna Cath. von Eickel zu Crange oo Heinrich Wilhelm von Eickel zu Haus Bruchhausen (Hüsten) (1622-1636)
Wappen der von Rump

Besitzwechsel

Haus Crange kam duch Heirat 1637 zusammen mit Haus Rittershofe (1438 im Strünkedeschen Besitz, 1611 Eickel) bei Dortmund an die Familie Rump. Ab 1642, nach dem plötzlichen Tod des Ehepaares von Rump zu Crange, gibt es in der Familie unerfreuliche Erbstreitigkeiten. Zunächst hat das Gut wegen laufender Prozesse über 24 Jahre keinen sicheren Besitzer; dann setzt sich Melchior Ernst von Rump aus einer Rumpschen Seitenlinie in den Besitz. Ihm erlaubt Kurfürst Friedrich von Brandenburg am 20. März 1666 den Bau einer Wind – oder Wassermühle. Das führt zu Auseinandersetzungen mit den benachbarten Herren von Strünkede, weil die Cranger Bauern bis dahin ihr Korn in der Mühle der von Strünkede haben mahlen lassen.

  • 11. Mai 1640: Heinrich Romburgs, Berndt Schnietzler, Dietherich Buckelkamp, Arndt Scheper, Gerdt von Kerpen, Gorg Dirich, Dietherich Bessberg, Johan Schmidt, Heuer Jochman, Jürgen Kulckman, Christianus zum Krange, Johan Hulsman, Johan Vortman, Johan Müller, Cordt Winbers und Berndt Greve, Einwohner und Zugehörige der Freiheit Krange, verpflichten sich vor dem churfürstlichen Brandenburgischen Richter Herman Hugenpoth zu Bochum handtastlich gegenüber dem bevollmächtigten Diener des Herrn von Strunckede Johan Vogelpoett, dass sie und ihre Nachkommen ihr sämtliches Korn auf der Mühle derer von Strunckede in Strunckede malen und multern lassen wollen, zum Danke dafür, weil sich Conradt von und zu Strunckede für sie, die wegen der Kriesgzeiten, und -Lasten ihre Heimat verlassen hatten, bei der hessischen Generalität verwandt habe, so daß ihnen die Rückkehr wieder ermöglicht und ihnen einiges von ihrem Eigentum remittiert wurde. / Unterschrift des Gerichtsschreibers Petrus Castrop. / Siegel des Gerichts an Pressel, stark beschädigt. Or., Perg. deutsch. LWL Archivamt Münster Archiv Ahausen Nr. 666

Familie von Rump

  • Christoph von Rump zu Varenbert (+1667) oo 1637 N. von Eickel), Kinder:
    • Christoph Albert von Rump zu Rittershofe 1666 Erbe zu Crange (+1711) oo Katharina Mechthild v. Mengede ( Erbin zu Steinhaus), Kinder:
      • Franz von Rump, Erbe zu Steinhausen und Crange
    • Melchior Ernst von Rump zu Crange (1687+)
    • Joh. Ernst von Rump zu Crange
    • Dietrich Adolf von Rump zu Crange
    • Ignatz, Michael von Rump zu Crange (1687+),
    • Sybille von Rump zu Crange
    • Anna Kath. von Rump zu Crange (Erbteilungsvertrag 1667).
  • 1659, August. Einige Notarielle Zeugen = Aussagen, daß Melchior Ernst von Rump widerwillig von seinem Vater Christopher von Rump nach Cappenberg zur Einkleidung geführt worden sei.
  • 1688, den 12. April. Cappenberg. Brief von Alex Fr. Herm. von Ketteler an Mademoiselle la Boronnese de Rump de Krange, Chanoisses de et a Rellinghausen (Stift in Essen), betr. die Dispensation oder Absolution ihres verstobenen Bruders von Rump.
    • Orig. Papier. Mit Verschlußsiegel.

1666-97 Ritterzettel, Präsentlisten zum Landtag: von Rump zum Crangen und Rittershaus

Erbwechsel

Das Erbe tritt der Sohn Melchior Ernst von Rump an (1687+) (oo N. v. Tengnagel?), Tochter: Marina Josina v. Rump

Besitzwechsel: von Hamm (Buer)

  • 1692, den 16. November. Brief vom Tengenagell zue Horst an Mon. le Baron von de Ham, Seign. de Crange et Ham u. Bonn. Glückwunsch zu dessen am 26. Octob. stattgefundenen Heirath mit des ersteren Base von Rump. u.s.w.
  • Otto Wessel von und zu Haus Hamm (Buer) wird durch die Heirat der Erbin Marina Josina von Rump auch Herr zu Crange. Er bleibt bis 1697 Herr von Haus Crange.
  • Am 02.12.1692 wurde R. Otto Wessel v. Hamm, Kölner Kämmerer und Hofrat und seine Frau M. Jos. v. Rump von Friedr. III. v. Brandenburg mit der Mühle zu Crange belehnt.
  • 02.12.1692 Friedr. III. Markgraf v. Brandenburg bekundet, daß er an Stelle des verstorbenen Ignatius von Rump, Lehnsträgers für Elisabeth Petronella und Josine von Rump, Otto Wessel von und zum Hamme, Ehemann der Josine von Rump, als Lehnsträger des in der Gfs. Mark, Amt Bochum, gelegenen Hauses Crange anninnt.
  • 1697, den 23. Juli. Crange. Vincenz Drefer und Jan Dirich Drefer quittiren dem Herrn von Ham zum Ham und Cray über Rückzahlung eines Darlehns von 25 Thlr., welches Diederich von Ham zum Ham und Anna de Wendt, Eheleute, von ihrem Großvater Jost Drever selg. erhalten.
    • Orig. Papier. Mit den Unterschriften beider Aussteller. Wilh. Grevel
      • KB Vincenz Drewer oo Marl rk. 28.10.1698 Cath. Hülß
      • KB Joh. Theodor Drever oo Marl rk 11.05.1692 Elisab. Rahm - Bußman .
  • Sie verkaufen am 21.10.1700 den Kerstins Hof an Joh. Kösting. Schließlich erfolgt am 06.05.1701 der Erbteilungsvertrag, dies Verfahren zog sich bis zum 29.04.1708 hin.
Erbstreit Crange

Der Sohn Bertram v. Hamm zu Hamm und seine Mutter Maria Rump klagten wg. der Erbschaft des Hauses Crange.

Erbstreit mütterliches Erbe
  • 1694, den 13. Mai. Horst. Alexander Wilhelm von Tengenagel, Herr zu Horst und Nieder = Elten, und Odilia Josina von Korff gen. Schmising, Herr und Frau zu Horst, Eheleute, eines - sowie Anna Gertrud von Tengenagel zur Horst, Chanonisse zu Villich, und Otto Wessel von Hamm zum Hamm und Crange, uxoris nomine andern Theils, vergleichen sich über ihre natürliche und mütterliche Verlassenschaft. Anna Gertrud soll 2.000 Thlr., Hamm und seine Eheliebste Maria Josina gnt. von Rump 2.500 Thlr. erhalten, wodurch auch der geführte Prozeß sich erledigt. Al. Wilh. v. T. dagegen behält die elterlichen Güter, usw. Unterschriften: (x) Alexander Wilhelm von Tengennagel zur Horst, Odilia Josina Korff gen. Smising,, (x) Anna G. von Tengenagel zur Horst - Chanonissa ond Ceusterin zu Villich, (x) Otto Wessel von Ham zum Ham und Crange, (x) Sophia Ursula von Tengenagel, (x) Joan Bertram von Tengenagel zu Lönen. Folgen 2 Handzeichen von Zeugen und die Unterschrift des Notars Joannes Petri. Die mit (x) bezeichneten drücken ihre Siegel in schwarzem Siegellack bei. Geschehen auf dem Adlichen Haus Horst.

Besitzwechsel: von Rump zu Ahausen

Danach bringt Heinrich Franz von Rump durch einen Vergleich mit denen von und zu Hamm das Gut samt Zubehör wieder in den Besitz der Familie von Rump. Er wird am 8. Mai 1710 vom Kurfürsten von Brandenburg auf ewig mit Burg und Offenhaus Crange belehnt.

  • Heinrich Franz von Rump oo Sophia von der Brüggeney zu Hasenkamp, Kinder:
    • Christoph Albert von Rump zum Krange

Neubau

Im Jahr 1761 brennt die von Dietrich von Eickel errichtete über 200 Jahre alte Burg ab. Sie wird - unter Verwendung älterer Teile – als Schloß wieder aufgebaut.

Ereignisse, Güterstreit

  • Heinrich Knipping zu Grimberg klagte 1576 vor dem Reichskammergericht in Wetzlar auf Herausgabe der durch ihn 1570 von Fiedr. von Marhülsen im Vest Recklinghausen, der Grafschaft Mark und in der Abtei Werden angekauften Güter, welche die Gebrüder Heinr. und Kaspar von Eickel und die Erben ihres verstorbenen Bruders Eberhard auf Haus Crange nicht herausgeben wollten.
    • In den Akten des RKG Geschichtserzählung ab 1484.
  • Heinrich Knipping zu Grimberg klagte auch noch 1577 auf Herausgabe von Gütern in der Abei Werden und der Herrschaft Styrum gegen die Brüder und Vettern Heinr. Jost, Kaspar Dietr. und Gerh. von Eickel zu Crange, Rutgera von Galen als Wwe. des verstorbenen Eberh. von Eickel, Johan von der Wenge und Christoph von Plettenberg.

Im Besitz der Industrie

Haus Crange selbst wurde 1905 an die Harpener Bergbau AG verkauft.

Archiv

Archiv Haus Herten

Bestand die Herren von Eyckel zum Krange, im Archiv von Nesselrode, Schloß Herrnstein, 53809 Ruppichteroth, darin:

  • Urkunden betr. Goswin von dem Oberhaus, Schwiegervater des Johann von Eyckel, nebst Urk. über den Hof Eycklo.
  • Verschiedene Urk. u. Briefschafter betr. Joh. v. Eyckel u. seine Schwester Anna und deren Gatten und Sohn Thomas und Friedrich von Marhulsen.-
  • Briefschaften betreffend die Herren von Eyckel und den Verkauf der Güter zum Krange von Seiten des Friedrich von Marhulsen an Heinrich Knippinck zum Grimberge, sowie auch Briefschaften, woraus man ersieht dass diese Güter durch Heinrichs von Eyckel Gattin Sibilla von Nesselrode, an das Haus Herten gekommen.
  • Urkunden betr. die Herren van Eyckel im Hülse. Die Güter dieser Familie haben Adrian und Albert Sobbe zum Grimberge zum grossten Teil durch Kauf erworben.

Archiv Ahausen

Infolge des Erbanfalls von Ahausen durch die von Rump gelangte der Bestand Crange Ende des 19. Jahrhunderts nach Ahausen:

  • Archiv Haus Ahausen (Finnentrop)
    • Besitzer Familie von Spee
      • Bestand Haus Crange
  • Inhalt
    • 186 Akten (15.-20. Jhdt.)
      • Darin: Bausachen; Gutsverwaltung Eickel, Crange und Horst; Lehen Crange und Krawinkels Hof; Höfe und Kolonate; Mühle zu Crange; Jagd, Forsten und Marken; Kirche und Schule; Zehnte, Pachtsachen, Einnahmen; Dämme, Brücken, Emscher-Kanal, Wege, Eisenbahn; Bergbau; Schulden, Verkäufe; Prozesse; landesherrliche Verordnungen.[1]

Archiv Herne

  • Stadtarchiv Herne/Archiv Haus Crange, mit 312 Akten (1528 - 1910)

Staatsarchiv Münster

Klevisch Märkische Regierung

  • 1730-1735 von Rump zu Krange gegen Eingesessene der Freiheit Crange wegen Erbpachtrechte und rückständiger Pachtzahlungen.
    • Enthält Belehnung von 1441, Dienstregister des Hauses Crange von 1587,
    • Heberegister des Hauses Crange von 1668.
  • 1769 / 70 Die Lutherische Gemeinde klagt gegen den Kirchenpatron Oberstleutnant von Rump zu Crange auf Unterhalt einer Schulmeisterstelle.
  • 1794 / 95 Der Prediger der Lutherischen Gemeinde Gottlieb Middeldorf klagt gegen die Wwe. Rumo zu Crange wegen einer vom Missionar zu Eickel auf Haus Crange vorgenommene Kindtaufe um 1730.

Historisches Archiv der Stadt Köln

  • Best. 1031 Fahne, Anton: Akten, folio: [2]
S. 1: Aus dem Lagerbuch des Hauses Crange.
S. 149: Notizen betr. Crange

Bibliografie

  • Jens Blome (Hrsg.): Haus Crange. Förderverein Haus Crange e.V., Herne 2001, ISBN 3-00-008986-1.
  • Manfred Hildebrandt: Haus Crange. In: Kai Niederhöfer (Red.): Burgen AufRuhr. Unterwegs zu 100 Burgen, Schlössern und Herrensitzen in der Ruhrregion. Klartext, Essen 2010, ISBN 978-3-8375-0234-3, S. 239–242.
  • Heinrich Lühring: Wanne-Eickel in alten Ansichten. Europäische Bibliothek, Zaltbommel/Niederlande 1992, ISBN 90-288-5419-3.
  • Gommans, Franz: Das adelige Geschlecht von Eickel auf dem Hause Hamm bei Hommersum

Karten

  • Haus Crange
  • Katasterauszug Flur 1
  • 1904
  • 1 : 1250
  • 50 x 66
  • kol. Pause
  • Archiv: Landsberg-Velen Nr. 437

Weblinks

Verwandte Artikel

Ursprungstext mit Autorenverzeichnis

Wikipedia: Haus Crange, abgerufen am 7. März 2015
Genealogie-Wiki: Haus Crange (Crange), abgerufen am 7. März 2015

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Quelle

  1. Horst Schröder, Marcus Schubert, Thorsten Schmidt, Gerd Biedermann und Daniela Rawe im Februar 2017